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Südhessisches Flurnamenbuch
Toll
- Deutung
- Vermutlich zum Adjektiv ahd. mhd. tol, dol ‚dumm, töricht‘. Ähnlich wie bei nhd. taub (s. d.) hat sich aus einer Grundbedeutung ‚betäubt, bewusstlos, verwirrt‘ einerseits ‚töricht‘ und andererseits ‚gefühllos, empfindungslos‘ entwickelt. Daraus kann eine Bedeutung ‚unfruchtbar‘ entstanden sein, die dann wie taub auf die schlechte Qualität eines Flurstücks Bezug nähme.
- Literatur
- Schützeichel 283, Lexer 2, 1458; Kluge/Seebold 827; DWB 11, 1, 1, 631 f.; SHessWb 1, 1562, PfälzWb 2, 231. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → toll; PfälzWb: → toll; Wörterbuchnetz: → Toll

