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Südhessisches Flurnamenbuch

Tier

Deutung
Zu ahd. tior, mhd. tier st. N., ‚Tier, wildes Tier‘. Am häufigsten bezeugt ist das Kompositum Tiergarten, mhd. tier-garte sw. M., das im Mittelalter für eine Menagerie, aber auch für ein eingegrenztes Jagdgehege verwendet werden konnte. Auf ein solches Gehege verweisen etwa die Belege aus Darmstadt, Eberstadt, Heppenheim, Lorsch, Offenbach am Main und Nieder-Beerbach1. Daneben ist auch die Bedeutung ‚Schindanger‘ bezeugt.
Literatur
Schützeichel 282, Lexer 2, 1433 f. s. u. tier u. 2, 1434 s. u. tier-garte, Baufeld 52; Kluge/Seebold 825; DWB 11, 1, 1, 373 f.; PfälzWb 2, 279 f.; Bach 2, § 327 u. § 385; Dittmaier (1963), S. 314, Ramge (1979), S. 282, Zernecke (1991), S. 528 f., Vielsmeier (1995), S. 486. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Tier; DWB: → tier; Lexer: → tier · tiergarte; PfälzWb: → tier; Wörterbuchnetz: → Tier
Referenz
Vgl. Dürr (Erzhausen, Seligenstadt).

1 v. Hahn (1932), S. 102, v. d. Au (1941), S. 126, Jost (1942), S. 92, Metzendorf (1986), S. 282.