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Südhessisches Flurnamenbuch

Taub

Deutung
Meist zu ahd. toub, mhd. toup ‚taub, stumpf‘. Die Abgrenzung des Adjektivs taub zum Substantiv Taube als Bezeichnung für den Vogel ist, besonders wenn Pluralformen auftreten, kaum möglich. Die Belege werden daher im Zweifelsfall hier aufgeführt. Wo das Adjektiv vorliegt, bezeichnet es unfruchtbares, trockenes Land. Der Taubenborn in Sprendlingen erinnert an eine Quelle, die sommers leicht austrocknet. Taumels ist entstellt aus toup-hart ‚öder, trockener Wald‘1.
Literatur
Schützeichel 283, Lexer 2, 1484 f., Baufeld 48; Kluge/Seebold 817; DWB 11, 1, 1, 162 f.; SHessWb 1, 1417, PfälzWb 2, 141 f.; Bach 2, § 298.9 u. § 310; Dittmaier (1963), S. 311, Zernecke (1991), S. 524, Vielsmeier (1995), S. 483 f.; Jost (1942), S. 91. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → taub; PfälzWb: → taub; Wörterbuchnetz: → Taub
Referenz
Vgl. Taube.

1 Fecher (1941), S. 100.