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Südhessisches Flurnamenbuch
Storch
- Deutung
- Die Namen erinnern an das Vorkommen des Storchs (Ciconia), ahd. storh, mhd. storch, storche, storc, storke st. sw. M. Noch heute begegnen sich im südhess. Sprachgebrauch verschobene und unverschobene Formen, sodass auch die FlN-Belege beide Varianten zeigen. Dabei überwiegt aber bei den historischen Belegen die stork-Form deutlich. Neben dem auffälligen Storchennest, das sich auf sogenannten Storchsbäumen (auch: ‚künstliche Nisthilfe‘) findet, sind u. a. lichte Gehölze Aufenthaltsort des Vogels: Das mehrfach belegte Storchsloch ist deshalb ein Loh ‚Gehölz‘ (s. d.). - Der Storchfuß in Schlierb ist wohl ein FormN; in Langen kann die Mühle auch nach einem Besitzer Storch benannt sein, ebenso in Dornheim.
- Literatur
- Gottschald 477; Schützeichel 272, Lexer 2, 1213; Kluge/Seebold 799; DWB 10, 3, 364 f.; SHessWb 5, 1474, PfälzWb 6, 633 f.; Bach 2, § 328; Zernecke (1991), S. 512 f., Vielsmeier (1995), S. 475 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Storch; DWB: → storch; Lexer: → storch; PfälzWb: → storch; Wörterbuchnetz: → Storch
- Referenz
- Vgl. Ewiger.

