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Südhessisches Flurnamenbuch

Schepp

Deutung
Das aus dem Niederdt. ins Mitteldt. und Oberdt. gekommene Adjektiv ahd. scief, mhd. schief ‚schief, ungerade, verkehrt‘ hat im Hesselbach. durch Verschlusslautbildung /f/ /b/ (als Intensivbildung?) in fnhd. Zeit die heute allein geltende Dialektform schepp erhalten. Wenn der Beleg aus Darmstadt hierher gehört, handelt es sich um ein ungewöhnlich frühes Vorkommen der Form mit Verschlusslaut.
Literatur
Starck/Wells 540, Lexer 2, 725; Kluge/Seebold 717 u. 720; DWB 8, 2558 u. 2681 f.; SHessWb 5, 249 f. u. 277, Vilmar 344 u. 351, Crecelius 729, PfälzWb 5, 930 f.; Dittmaier (1963), S. 265, Vielsmeier (1995), S. 425 f. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Schepp; DWB: → schepp; PfälzWb: → schepp; Wörterbuchnetz: → Schepp
Referenz
Vgl. Schiff.