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Südhessisches Flurnamenbuch
Schanze
- → Bibliser · Prinzen · Rhein · Schweden
- Deutung
- Soweit feststellbar1, beziehen sich die meisten Vorkommen, mit Ausnahme Bensheim2, auf ehemalige größere oder kleinere Befestigungsanlagen, die Form aufgeworfener Erdwälle, meist solcher des 18. Jh.s. Das Wort ist in dieser Bedeutung erst fnhd. belegt, etwas früher in der Bedeutung ‚Reisigbündel‘, die noch heute südhess. besteht. Reisig wurde zur Befestigung der Wälle verwendet. Die Herkunft des Worts Schanze ist unklar.
- Literatur
- Lexer 2, 658, Baufeld 202; Kluge/Seebold 711; DWB 8, 2162 f.; SHessWb 5, 185, PfälzWb 5, 872 f.; Dittmaier (1963), S. 259, Ramge (1979), S. 254, Zernecke (1991), S. 447 f., Vielsmeier (1995), S. 422 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Schanze; DWB: → schanze; Lexer: → schanze; Wörterbuchnetz: → Schanze
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1 Klenk (1928), S. 34, Blumöhr (1939), S. 70, Fecher (1941), S. 130 f., Jost (1942), S. 83, Rühl (1953), S. 40, Metzendorf (1981), S. 113.
2 Köster/Weyrauch (1995), S. 242.

