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Südhessisches Flurnamenbuch

Sauer1

Deutung
Den Namen liegt das Adjektiv sauer, ahd. sûr ‚bitter‘, mhd. sûr ‚sauer, herb, scharf, bitter‘ zu Grunde. Sie verweisen in der Regel auf die geringe Bodenqualität; so sind Sauerwiesen meist Wiesen in feuchtem oder nassem Gelände, auf dem nur Sauergräser gedeihen. Der Name Sauerbrunnen bezieht sich hingegen auf Quellen mit mineralhaltigem Wasser.
Literatur
Schützeichel 277, Lexer 2, 1324 f.; Kluge/Seebold 706; DWB 8, 1861 f.; SHessWb 5, 91 f., PfälzWb 5, 779 f.; Dittmaier (1963), S. 236 f., Ramge (1979), S. 253, Zernecke (1991), S. 443, Vielsmeier (1995), S. 419. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → sauer; PfälzWb: → sauer; Wörterbuchnetz: → Sauer1
Referenz
Vgl. Sauer2.