Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Südhessisches Flurnamenbuch

Reling

Deutung
Wenn den FlN nicht die FamN Reling, Rühling u. ä. zu Grunde liegen, haben die Flurstücke den Namen nach dem Vorkommen von Wasserfröschen erhalten, die in der Mundart als Röhling bezeichnet wurden. In Weiskirchen liegt wohl eine Umdeutung t mhd. *rê-lache vor (vgl. Reh). In Ernsthofen konkurriert die mündliche Form des Namens mit der amtlichen Form Rittlings, womit eine leichte Erhöhung südlich des Ortes gekennzeichnet wird. Beide Namenformen führen auf *Reidel-land ‚kleines Rodungsland‘ zurück, dessen BT oft zu Ritt, Rittel verkürzt wird.
Literatur
Gottschald 262 s. u. Hruodilo, 397 s. u. Ragolf, 404 s. u. Riculf, 406 s. u. Ridich; DWB 8, 803; SHessWb 4, 1446 f., HessNassWb 2, 887, Crecelius 698. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
HNWB: → Röling; DWB: → reling; Wörterbuchnetz: → Reling
Referenz
Vgl. Riedel.