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Südhessisches Flurnamenbuch
Präsenz
- Deutung
- Zu mhd. prêsenz, prêsenzie sw. F. ‚Geld für die Anwesenheit‘, fnhd. presenz ‚Bezahlung für Anwesenheit und Assistenz bei einer geistlichen Handlung, besonders bei einer Messe, geistliche Bruderschaft mit Pfründgenuss‘, einer Entlehnung aus mittellat. praesentia ‚Vergütung für Anwesenheit und Assistenz der Chorherren bei Gottesdiensten‘. Die Grundstücke gehörten zu einer Präsenz, einem kirchlichen Vermögensfond. Die Beträge, die den Chorherren aus der Präsenzkasse gezahlt wurden, waren die Pachtgelder, die die Bauern für die kirchlichen Grundstücke einer Präsenz zu zahlen hatten1. Der Präsenzhof war ursprünglich das Verwaltungsgebäude des Präsenzfonds.
- Literatur
- Lexer 2, 292, Götze 40; Kluge/Seebold 645; DWB 7, 2072; PfälzWb 1, 1159; Köster/Weyrauch (1995), S. 217 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → praesenz; PfälzWb: → praesenz; Wörterbuchnetz: → Präsenz
-
1 Vielsmeier (1995), S. 382 f.

