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Südhessisches Flurnamenbuch

Pfrund

Liebfrauen · Zwölf
Deutung
Zu ahd. phruonta ‚Lebensmittel, Nahrung, Getreideversorgung, Aufwand‘, mhd. pfrüende st. F. ‚Nahrung, Unterhalt, die vertragsmäßig gereichten Lebensmittel, geistliche und amtliche Einkünfte‘, einer Entlehnung und Umgestaltung von mittellat. provenda ‚was einem Geistlichen als Gegenleistung für seine Dienste zusteht‘. Der Name erinnert an eine auf Grundstücken ruhende Abgabe. In Einzelfällen kann er sich auf eines der aus den Armenhospizen der Klöster hervorgegangenen Pfründhäuser beziehen, die der Krankenpflege dienten1.
Literatur
Schützeichel 232, Lexer 2, 264 f.; Kluge/Seebold 628; DWB 7, 1799 f.; SHessWb 1, 813, PfälzWb 1, 872; Bach 2, § 395. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → pfrund; Wörterbuchnetz: → Pfrund

1 Craemer (1963), S. 70 f.