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Südhessisches Flurnamenbuch
Maulbeere
- Deutung
- Zu ahd. môrberi, mûrberi, mûlberi, mhd. mûlber st. N. F. ‚Maulbeere‘ (Morus), einer Entlehnung aus lat. mōrum ‚Maulbeere, Brombeere‘. Dabei tritt (wie bei lat. prūnus, ahd. pfrûma, pflûma ‚Pflaume‘) im Ahd. ein Wandel von /r/ /l/ ein. Der FlN erinnert an die Bepflanzung mit Maulbeerbäumen, die im Zusammenhang mit der Einführung der Seidenraupenzucht im 18. und 19. Jh. erfolgte.
- Literatur
- Starck/Wells 421, Lexer 1, 2222, Baufeld 167; Kluge/Seebold 547; DWB 6, 1798; SHessWb 4, 582, PfälzWb 4, 1233; Dittmaier (1963), S. 200, Zernecke (1991), S. 339, Vielsmeier (1988), S. 236 f.; Kranzbühler (1930), S. 58 f. u. Abb. 7, Jantzen (1985), S. 175 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → maulbeere; PfälzWb: → maulbeere; Wörterbuchnetz: → Maulbeere

