Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Südhessisches Flurnamenbuch

Lumpen

Deutung
Am wahrscheinlichsten ist ein Zusammenhang mit mhd. lumpe sw. M. ‚Lumpen, Fetzen‘, nhd. Lumpen ‚Tuchfetzen, Zeugstück‘ bzw., davon abgeleitet, Lump ‚zerlumpter, heruntergekommener Mensch‘. Die FlN verweisen dann in verächtlicher Weise auf die geringe Größe oder mindere Bodenqualität eines Flurstücks, auf die Aufenthaltsorte von fahrendem Volk (auch Lumpensammlern) oder auf einen Besitzer (als ÜberN).
Literatur
Gottschald 333; Lexer 1, 1982; Kluge/Seebold 527 f.; DWB 6, 1292 f.; SHessWb 4, 431, HessNassWb 2, 184; Ramge (1979), S. 202, Vielsmeier (1995), S. 321. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Lumpen; HNWB: → Lump(en); DWB: → lumpen; Wörterbuchnetz: → Lumpen
Referenz
Vgl. Lunge.