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Südhessisches Flurnamenbuch
Lauter1
- Deutung
- Zu ahd. lû(t)tar, hlû(t)tar, mhd. lûter ‚hell, rein, klar, lauter‘. Das Wort tritt schon in älterer Zeit oft als GewN oder Teil von GewN auf. Im Untersuchungsgebiet ist es als BT von Namenkomposita mit den GT -bach, -born, -lache kombiniert, der GT des Namens Lauteruff in Heppenheim lässt sich auf das GewN-Suffix -aff (s. d.) zurückführen. In Höchst im Odenwald/Sandbach liegen Klammerformen aus *Lauter(bach) wiese vor. Einige Namen könnten auch auf den PN Luder, Lauter oder auch (in Seligenstadt? Dieburg?) Liudrat zurückgehen. In Dieburg benennt der Name eine Au zwischen Gersprenz und Glaubersgraben, sodass eine Umbenennung des heutigen Glaubergrabens aus einem Lauter-GewN wahrscheinlich ist.
- Literatur
- Gottschald 325 s. u. Liuthari u. Liudrat, 334 s. u. Chlodochar; Schützeichel 204, Lexer 1, 1996, Baufeld 157; Kluge/Seebold 507; DWB 6, 378; SHessWb 4, 205, HessNassWb 2, 67, PfälzWb 4, 839; Bach 2, § 183 f. u. 298.1; Dittmaier (1963), S. 182, Zernecke (1991), S. 318. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- HNWB: → lauter; DWB: → lauter; PfälzWb: → lauter; Wörterbuchnetz: → Lauter1
- Referenz
- Vgl. Laute · Lauter2 · Lauterbach.

