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Südhessisches Flurnamenbuch
Kuh
- Deutung
- Zu ahd. mhd. kuo st. F. ‚Kuh‘. Die FlN haften meist an Flächen und Triebwegen, die von den Gemeinden für die Weide und Haltung ihrer Kühe genutzt wurden. Im Kühkirchhof wurden verendete Tiere vergraben. Manchmal war wohl ein besonderes Ereignis mit einer Kuh namengebend (Hassenroth, Rimbach), manchmal dient die Bezeichnung eines Körperteils als FormN: Kühhorn, Kühzell (zu *Zahl ‚Schwanz‘, s. d.) und besonders Kühkopf als Name der heutigen Rheininsel. Gelegentlich wird auch nach dem Kuhhirten (und seinem Nutzungsstück) oder nach dem damit verbundenen PN benannt (Gronau, Groß-Zimmern). In Bauschheim kommt Benennung nach einem Bachgraben (aus der Englache) oder nach einem FamN in Betracht.
- Literatur
- Schützeichel 186, Lexer 1, 1690; Kluge/Seebold 491; DWB 5, 1890 f.; SHessWb 4, 13 f., PfälzWb 4, 666 f.; Bach 2, § 326; Dittmaier (1963), S. 170, Ramge (1979), S. 187, Zernecke (1991), S. 304 f., Vielsmeier (1995), S. 293 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Kuh; DWB: → kuh; PfälzWb: → kuh; Wörterbuchnetz: → Kuh

