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Südhessisches Flurnamenbuch

Kalk

Deutung
Zu ahd. mhd. kalc st. M. ‚Kalk, Tünche‘, einer Entlehnung aus lat. calx. Die FlN verweisen auf Orte, an denen Kalk an die Oberfläche tritt. Bei ausreichender Stärke der Kalkschichten wurde der Kalk in Gruben oder Kauten gebrochen. Die Kalksteine wurden dann in Kalköfen durch Ausglühen zu Kalk gebrannt. Der Kalkbühl in Götzenhain erinnert vermutlich an einen römischen Plattenkalkbruch1, die Kalkgasse in Bensheim an einen alten Weg zu einer Kalkgrube2.
Literatur
Starck/Wells 319, Lexer 1, 1495, Baufeld 138; Kluge/Seebold 419; DWB 5, 64 f.; SHessWb 3, 1055 f., PfälzWb 4, 25 f.; DRWb 6, 729 f.; Bach 2, § 292, Dittmaier (1963), S. 125, Ramge (1979), S. 166, Zernecke (1991), S. 262 s. u. Kalkofen, Vielsmeier (1995), S. 253 f. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Kalk; DWB: → kalk; Lexer: → kalk; PfälzWb: → kalk; Wörterbuchnetz: → Kalk

1 Nahrgang (1962b), S. 117 s. u. Hohlbuchenhübel u. S. 118.
2 Köster/Weyrauch (1995), S. 143.