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Südhessisches Flurnamenbuch
Junker
- → Bastian · Haßlocher · Linde · Ludwig
- Deutung
- Zu mhd. junc-herre sw. M. ‚junger Herr, junger (noch nicht Ritter gewordener) Adliger, Novize in einem Kloster‘. Seit dem 16. Jh. überwiegt die kontrahierte Form Junker. Die Namenüberlieferung setzt aber bereits Ende des 15. Jh.s ein. In FlN tritt Junker im BT teils aus der Wortbedeutung abgeleitet auf, teils als Titel in Verbindung mit Namen. Als Femininum erscheint daneben Junkerin (Mümling-Grumbach). Die Belege erinnern an Flurstücke, die sich im Besitz meist ortsansässiger Adelsfamilien befanden.
- Literatur
- Lexer 1, 1488; Kluge/Seebold 413; DWB 4, 2, 2399 f.; SHessWb 3, 1013, PfälzWb 3, 1387; Bach 2, § 356; Dittmaier (1963), S. 123 f., Zernecke (1991), S. 259 f., Vielsmeier (1995), S. 249. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Junker; DWB: → junker; PfälzWb: → junker; Wörterbuchnetz: → Junker

