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Südhessisches Flurnamenbuch
Honig
- Deutung
- Zu ahd. honag, honec, honang, mhd. honec, honic st. N. ‚Honig‘. Die Namen sind unterschiedlich motiviert. Z. T. wird vielleicht direkt auf Plätze angespielt, die bei der Honiggewinnung eine Rolle spielten, vor allem die Honigbäume mit Wildbienenstöcken. Daneben nehmen andere Namen in übertragenem Sinn auf besonders fruchtbare, ertragreiche Äcker und Wiesen (oder auch Wiesen mit süßem Gras?) Bezug. Der Name Honigbirne wiederum erinnert an eine ältere süße Birnensorte, die früher zu Hutzeln getrocknet und beim Brotbacken verwendet wurde1.
- Literatur
- Gottschald 258; Karg-Gasterstädt/Frings 4, 1227 f., Lexer 1, 1334, Baufeld 131; Kluge/Seebold 382; DWB 4, 2, 1786; SHessWb 3, 693, PfälzWb 3, 1167; Dittmaier (1963), S. 113, Ramge (1979), S. 160, Zernecke (1991), S. 247, Vielsmeier (1995), S. 233. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Honig; DWB: → honig; PfälzWb: → honig; Wörterbuchnetz: → Honig
- Referenz
- Vgl. Hain (Auerbach) · Hom (Gundernhausen).
-
1 SHessWb 3, 694.

