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Südhessisches Flurnamenbuch
Heu
- Deutung
- Meist zu ahd. houwe, mhd. höuwe, houwe st. N. ‚Heu, Gras‘. Die Namen verweisen auf Wiesen, die der Heugewinnung dienten, auf Wege, auf denen das Heu eingefahren wurde, z. T. auch auf Gebäude, in denen Heu gelagert wurde (Heuscheuer). Der Name Heumahd ‚(Ort der) Heuernte‘ erscheint in den zersprochenen Nebenformen Heumatte, Heimatt und Heumet. Einzelne Vorkommen scheinen zu Hau ‚abgeholztes/abzuholzendes Waldstück‘ zu stellen zu sein (Kirschhausen), mit hyperkorrektem reue für mündl. /ɑː/. In Bieber wird mit Heumache ein Ort benannt, an dem Heu ‚gemacht‘ wurde1. Unklar ist der Name Heuecken in Gronau; Hauländer in Rohr(Odenwald) gehört möglicherweise zu Holunder.
- Literatur
- Schützeichel 170, Lexer 1, 1357 f., Baufeld 126; Kluge/Seebold 372; DWB 4, 2, 1275; SHessWb 3, 458, PfälzWb 3, 955; Ramge (1979), S. 152, Zernecke (1991), S. 234, Vielsmeier (1995), S. 217; Knöpp (1959), S. 26, Jost (1942), S. 53. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Heu; DWB: → heu; Lexer: → heu; PfälzWb: → heu; Wörterbuchnetz: → Heu
- Referenz
- Vgl. Hain · Hau · Holder · Mahd.
-
1 DWB 6, 1362 f., SHessWb 3, 465 f.

