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Südhessisches Flurnamenbuch
Hemme
- Deutung
- Die Namen sind nicht sicher und nicht einheitlich zu deuten. Ein Teil mag (als umgelautete Nebenform) zu Hammelbach ‚Flussufer, Flusskrümmung; Abhang‘ (s. d.) zu stellen sein, ein Teil zu westmitteldt. Hemm ‚steiler Abhang, Stelle, wo stark gebremst (gehemmt) werden muss‘ (Zellhausen). In Gernsheim ist von einem Wehr im oder einem Damm am Rhein die Rede. Der WegN in Götzenhain kann auch, über Heimchen (s. d.) vermittelt, letztlich auf eine Verkleinerung von Hain (s. d.) führen. Der Name in Büttelborn geht vermutlich auf den FamN oder die Berufsbezeichnung Hämmler (‚Schafbockverschneider‘, mhd. hamelen, hemelen sw. V. ‚verstümmeln‘) zurück.
- Literatur
- Gottschald 234 s. u. Hamo, Hem(m)o u. (hamel); Lexer 1, 1162; DWB 4, 2, 312 u. 983; SHessWb 3, 262; Bach 2, § 290; Dittmaier (1963), S. 108. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → hemme; Wörterbuchnetz: → Hemme
- Referenz
- Vgl. Hamm.

