Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Südhessisches Flurnamenbuch

Gülden

Deutung
Meist wohl zum Adjektiv mhd. guldîn ‚aus Gold, golden‘, das in FlN für fruchtbares, ergiebiges Land verwendet wird. Allerdings sind die Belege vielfach nicht von den zum Substantiv Gulden (s. d.) gehörenden zu trennen. Unentscheidbar ist auch, in welchem Ausmaß die gülden-Namen erst durch jüngere Umdeutungen aus gülle ‚Lache, Pfütze‘ und vereinzelt auch aus gülte ‚Abgabe‘ entstanden sind. Der Name in Bürstadt haftet an einer leicht erhöhten ebenen Fläche, sodass eine Umdeutung aus Woog (s. d.) ausscheidet.
Literatur
Karg-Gasterstädt/Frings 4, 472, Lexer 1, 1115, Baufeld 116; DWB 4, 1, 6, 1063 f.; SHessWb 2, 1517, PfälzWb 3, 501; Zernecke (1991), S. 201. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Gülden; DWB: → guelden; Lexer: → guelden; PfälzWb: → guelden; Wörterbuchnetz: → Gülden
Referenz
Vgl. Gold · Gulden · Gülle.