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Südhessisches Flurnamenbuch

Grube

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Deutung
Zu ahd. gruoba ‚Grube, Abgrund, Delle, Vertiefung‘, mhd. gruobe st. sw. F. ‚Grube, Steinbruch, Loch, Höhle‘. Als Pluralform erscheint gelegentlich statt Gruben umgelautetes Grübe und Griebe, das dann auch als Singular auftritt. In den FlN kann das Wort für eine künstlich angelegte Bodenvertiefung wie etwa einen Steinbruch, eine Fanggrube und möglicherweise auch für Gräben an der Gemarkungsgrenze, aber ebenso auch für einen naturgegebenen Geländeeinschnitt verwendet werden. Der grube Nußbaum aus Klein-Umstadt kann auch auf grob zurückgehen (mit Hebung // > //).
Literatur
Karg-Gasterstädt/Frings 4, 453 f., Lexer 1, 1104 f., Baufeld 115; Kluge/Seebold 340; DWB 4, 1, 6, 600 f.; SHessWb 2, 1485 f., PfälzWb 3, 463; Dittmaier (1963), S. 94, Ramge (1979), S. 133, Zernecke (1991), S. 200. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Grube; DWB: → grube; PfälzWb: → grube; Wörterbuchnetz: → Grube
Anmerkung zu den Belegen
Allgemein verbreitet; stark gekürzte Auswahl; aufgenommen: Sonderformen, Grübe, ältere historische Belege.
Referenz
Vgl. Graben · Graf · Grau · Grob.