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Südhessisches Flurnamenbuch
Geld
- Deutung
- Teils wohl ursprünglich, teils aber nur umgedeutet und bezogen auf ahd. gelt ‚Abgabe, Steuer, Zins; Ertrag‘, mhd. gelt st. N. M. ‚Entgelt, Lohn, Opfer‘. Am ehesten hierher gehört der Name Geldloch in Birkenau und Wald-Amorbach, der vermutlich auf einer Sage von einem vergrabenen Schatz beruht. Die Geldäcker können auf gutes, ertragreiches Land verweisen, das Geld einbringt, oder an die auf ihnen lastenden Abgaben erinnern. Sie können auch, wie in Ober-Mumbach, auf älteres Goldacker zurückgehen. Geltbirnbaum (Worfelden) ist wohl eine Verschreibung für Gelbbirnbaum.
- Literatur
- Karg-Gasterstädt/Frings 4, 204 f., Lexer 1, 825 f.; Kluge/Seebold 309; DWB 4, 1, 2, 2889; Bach 2, § 395 s. u. Geldwiese; SHessWb 2, 1215 s. u. Geld, 2, 1220 s. u. Geld-loch, PfälzWb 3, 166; Dittmaier (1963), S. 85, Ramge (1979), S. 124 s. u. Geldloch. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Geld; DWB: → geld; PfälzWb: → geld; Wörterbuchnetz: → Geld
- Referenz
- Vgl. Gelb · Gold (Zeilhard).

