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Südhessisches Flurnamenbuch
Gaul
- Deutung
- Zu spätmhd. gûl st. M. ‚Eber, Pferd‘, allgemein ‚männliches Tier‘. Gaul erscheint wie Pferd nur in jüngeren FlN, daher ist von der Bedeutung ‚Pferd‘ auszugehen. Namengebend waren meist Weideplätze oder Tränken für Pferde. Gäulsschinder (Büttelborn) bezieht sich auf ein schwer zu bearbeitendes Gelände, dass „es die Gäule schindet“. Am toten Gaul in Wattenheim ist wohl ein EreignisN; die Flur Gaulstrappe (Wattenheim) an der Grenze nach Hofheim bezieht sich wohl auf eine Treppe am Halbmasgraben. In Dietzenbach liegt vielleicht ein BesitzerN zu Grunde.
- Literatur
- Lexer 1, 1115; Kluge/Seebold 302; DWB 4, 1, 1, 1566 f.; Bach 2, § 326; SHessWb 2, 1118, PfälzWb 3, 64 f.; Dittmaier (1963), S. 360 f., Vielsmeier (1995), S. 167. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Gaul; DWB: → gaul; PfälzWb: → gaul; Wörterbuchnetz: → Gaul
- Referenz
- Vgl. Pferd · Ross.

