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Südhessisches Flurnamenbuch
Falltor, Falter
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- Deutung
- Zu mhd. valletor, valtor, valter st. N. ‚Falltor, von selbst zufallendes Gatter, Zauntor‘. Namengebend war die Mechanik der Torkonstruktionen. Die Tore standen meist an den Eingängen der mit einem Zaun oder einer Hecke umfriedeten Dörfer. Weiter dienten sie als verschließbarer Durchlass in der Umzäunung einer Weide oder eines anderen ausgesonderten Flurstücks. Die Deutung des Belegs aus Zell ist unsicher, am ehesten ist Falten- wohl aus Falltor entstellt worden.
- Literatur
- Lexer 3, 12; DWB Neub. 9, 95 s. u. Fall(en)tor; SHessWb 2, 343, PfälzWb 2, 1030; Dittmaier (1963), S. 68 f., Ramge (1979), S. 111, Zernecke (1991), S. 153, Vielsmeier (1995), S. 139 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- PfälzWb: → falltor; Wörterbuchnetz: → Falltor, Falter
- Anmerkung zu den Belegen
- Sehr häufig und allgemein verbreitet. Extrem-Auswahl: alte und besondere Belege.

