Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Einweihung der orthodoxen Synagoge in Mainz, 24. September 1856
Die 1853 eingeweihte Hauptsynagoge an der damaligen Synagogenstraße in Mainz war nach den Plänen von Ignaz Opfermann (1799–1866) errichtet worden. Im selben Jahr erhielt sie eine Orgel aus der Werkstatt von Bernhard Dreymann (1788–1857), eine der ersten Synagogenorgeln in Deutschland.
Bereits 1849 hatte sich nach Streitigkeiten die jüdische Gemeinde in einen liberal-reformierten und einen orthodoxen Teil aufgespalten. 1856 errichtete die orthodoxe "Israelitische Religionsgesellschaft" deshalb eine eigene Synagoge, die am 24. September 1856 festlich eingeweiht wird.
Da diese sich bald als zu klein erwies und auch Bauschäden auftraten, kam es ab 1877 nach Plänen des seit 1872 für die Stadterweiterung verantwortlichen Stadtbaumeisters Eduard Kreyßig (1830–1897) zu einem grundlegenden Umbau des Gebäudes im maurischen Stil. Das am 26. Mai 1879 eingeweihte Gebäude hatte jetzt Platz für 300 Personen und wurde im November 1938 während der „Reichskristallnacht“ stark beschädigt und 1939/40 abgebrochen.
UH
- Belege
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Einweihung der orthodoxen Synagoge in Mainz, 24. September 1856“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7739> (Stand: 11.2.2026)
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