Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Zerstörung Hersfelds verhindert, 20. Februar 1807
Am 20. Februar 1807 kann die Brandschatzung von Hersfeld durch den badischen Oberstleutnant Johann Baptist Lingg verhindert werden. Nachdem es an Weihnachten 1806 in der Stadt bei der Einquartierung von napoleonischen Truppen zu einem Aufruhr gekommen war, hatte Kaiser Napoleon I. (1769–1821) den Befehl gegeben, die Stadt an allen vier Ecken anzuzünden und zu plündern. Lingg, der im Dritten Napoleonischen Krieg ein Jägerbataillon kommandierte, führte den ersten Teil des Befehls wortwörtlich aus und ließ fünf einzeln stehende Gebäude am Stadtrand anzünden, die ohne Schaden für den Rest der Stadt abbrannten. Eine Plünderung unterblieb nach seiner besonnenen Ansprache an die Soldaten.
Die Hersfelder ehrten ihren Retter im Jahr 1857, indem sie den Platz, auf dem der von Kurfürst Wilhelm II. (1777-1847) 1827 in den Adelsstand erhobene nunmehrige Generalleutnant zu seinem Bataillon gesprochen hatte, nach ihm benannten. Nachdem bereits 1830 erste Entwürfe für ein Denkmal zu seinen Ehren vorgelegt worden waren, wurde hier im Jahr 1896 ein Bronze-Denkmal nach dem Entwurf des Berliner Bildhauers Felix Görling (1860-1932) errichtet.
(UH)
- Belege
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Zerstörung Hersfelds verhindert, 20. Februar 1807“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7860> (Stand: 2.11.2026)
- Ereignisse im Januar 1807 | Februar 1807 | März 1807
-
So. Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28
