Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Hessische Truppen in Amerika

Leibinfanterieregiment, ab 1783 Erbprinz

Uniformbeispiel

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Uniform

  • blaue Uniformröcke, ab 1760 rosafarbene Aufschläge und Rabatten
  • weiße Hosen und Westen
  • Musketier- bzw. Füsiliermützen

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Geschichte

Das Leib-Infanterie-Regiment rückte am 15. Februar 1776 aus seinem Standquartier Kassel aus und ging mit der 1. Division am 17. April in Bremerlehe unter Segel. Am 14. und 15. September ging es auf Staten Island an Land. In den Kämpfen von White Plains, Brandywine, Germantown, Elisabethtown nahm das Regiment teil. Am 8. November 18783 begann die Rückreise nach Europa. Bremerlehe war am 20. April 1784, die neue Garnisonsstadt Marburg „zur Freude derer Einwohner, welche schon lange gewünscht, wieder eine Garnison zu haben“, am 29.5.1784 erreicht. (HETRINA Bd. 3, S. 13)

  • 1700 Aufstellung durch den Oberst Prinz Leberecht von Anhalt-Bernburg
  • 1703 Regiment der Prinzen des Fürstenhauses
  • 1760 4. Garde, dann Leib-Regiment des Landgrafen Friedrich II.
  • 1789 1. Bataillon Leibinfanterieregiment, nach Vereinigung mit Infanterieregiment Nr. 5
  • 1866 1. Bataillon Infanterieregiment 1
  • 1866-1919 1. Bataillon 1. kurhessisches Infanterieregiment 81 (Frankfurt am Main)
  • 1936 Neuformation unter Übernahme der alten Regiments-Nummer: Infanterieregiment 81 (Frankfurt am Main)

Organisation

  • 1700 5 Kompanien, dann Verstärkung auf 2 Bataillone
  • 1714 Reduzierung auf 1 Bataillon gleich 400 Mann
  • 1728 10 Kompanien
  • 1745 1 Bataillon mit 900 Mann
  • 1762 2 Bataillone mit je 4 Musketierkompanien; 2 Grenadierkompanien im besonders formierten Grenadierbataillon

Standort

  • 1728 Homberg/Efze mit Kompanie-Quartieren in Gudensberg, Borken, Schwarzenborn, Felsberg
  • 1765 Kassel
  • 1784 Marburg

Chefs

  • 1700 Oberst Prinz Leberecht von Anhalt-Bernburg
  • 1703 Prinz Ludwig von Hessen
  • 1705 Prinz Wilhelm von Hessen
  • 1727 Prinz Friedrich von Hessen
  • 1783-1821 Erbprinz Wilhelm von Hessen

Kommandeure bzw. Kommandeure en chef

  • 1700 Oberst von Uffeln
  • 1706 Oberstleutnant von Verschuer (zuletzt Generalleutnant)
  • 1727 Oberst von Borck (zuletzt Generalleutnant)
  • 1736 Oberst H. von Mansbach (zuletzt Generalmajor)
  • 1744 Oberst von Weitershausen genannt Schrautenbach
  • 1744 Oberst von Hundelshausen
  • 1746 Oberst von Kanitz
  • 1749 Oberst C. J. H. von Bose
  • 1755 Oberst von Dalwigk (bei Hastenbeck gefallen)
  • 1757 Oberst Briede
  • 1757 Oberst Schotten (bei Mehr gefallen)
  • 1758 Oberst E. H. von Wilcke
  • 1760 Oberst von Löwenstein (bei Warburg schwer verwundet)
  • 1760 Oberst W. M. von Dithfurth (zuletzt Generalmajor)
  • 1766 Oberst von Trümbach
  • 1775 Generalmajor Balcke
  • 1776 Oberst F. W. von Loßberg
  • 1789 Generalmajor von Wurmb

Regimentskommandeure

  • 1762 Oberst von Bülow
  • 1765 Oberst Carl von Bose

Stabsoffiziere 1760

  • Chef: Landgraf Friedrich II.
  • Kommandeur: Oberst von Löwenstein
  • Oberstleutnant von Bülow
  • Major von Bose
  • Major von Kospoth

Kompaniechefs Mai 1762

  1. (Leib-)Kompanie: Oberst von Dithfurth
  2. Kompanie: Oberst von Bülow
  3. Kompanie: Oberstleutnant von Bose
  4. Kompanie: Major von Kospoth
  5. Kompanie: Major von Borcke
  6. Kompanie: Kapitän von Rosenthal
  7. Kompanie: Kapitän von Schröders
  8. Kompanie: Kapitän Jäger
  9. Kompanie: Kapitän von Frankenberg (Grenadiere)
  10. Kompanie: Kapitän von Benning (Grenadiere)

Kompaniechefs im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

  1. Kompanie: Leibkompanie
  2. Kompanie: Oberst Friedrich Wilhelm von Wurmb (zuletzt Generalmajor)
  3. Kompanie: Oberstleutnant Otto Christian Wilhelm von Linsingen (zuletzt Oberst)
  4. Kompanie: Major Ludwig Johann Adolf von Wurmb, ab 1777 Major Hans Moritz von Biesenrodt, ab März 1779 Major Ludwig Friedrich von Stamford
  5. Kompanie: Kapitän Peter Michael von Waldenburg, ab Januar 1780 Kapitän Karl Reinhard von Motz, ab März 1784 Major August Eberhard von Dincklage)

Quellen

  • HStAM Best. 10 c Nr. 296: Leibinfanterieregiment, Mai 1775
  • HStAM Best. 10 c Nr. 297: Leibinfanterieregiment, Mai 1775
  • HStAM Best. 15 Nr. 50: Monatliche Listen des Leibfüsilierregiments, ab 1776 Leibinfanterieregiment, 1771-1772, 1773 (Januar bis Juni), 1776 (April bis Dezember), 1777
  • HStAM Best. 15 Nr. 51: Monatliche Listen des Leibinfanterieregiments, ab Juni 1783 Regiment Erbprinz, ab April 1784 Füsilierregiment Erbprinz, 1779-1783, 1784 (Januar-Mai)

Literatur

 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde