Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Hessische Truppen in Amerika

Artilleriekorps

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Uniform

  • blaue Uniformröcke mit roten Aufschlägen und Rabatten
  • weiße Hosen und Westen

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Geschichte

  • 1518 Landgraf Philipp der Großmütige begründet die landeseigene Artillerie
  • 1546 Teilnahme am Schmalkaldischen Krieg; die Niederlage brachte die Auslieferung der hessischen Geschütze an den Kaiser mit sich
  • 1552 Wiedererrichtung eigener Artillerie
  • 1694 Teilung in Feld- und Garnisonsartillerie
  • 1741 Artillerie-Corps errichtet aus dem Personal der in den Festungen des Landes bestehenden Garnisonsstäben und einzelnen Kompanien
  • 1759 erstmalige Aufstellung einer schweren Artilleriebrigade (1763 aufgelöst)
  • 1785 die hessen-hanauische Kompanie einverleibt
  • 1787 Errichtung des Artillerieregiments unter Zusammenfassung der Regimenter der Feld-, Garnisons- und Regimentsartillerie
  • 1806 beurlaubt
  • 1866 Eingliederung des Artillerieregiments in die preußische Armee
  • 1866-1919 1. Kurhessisches Feldartillerie-Regiment Nr.11

Das Artilleriekorps hatte seinen Rekrutierungsbezirk in den Städten Marburg, Kassel, Rinteln, Ziegenhain, der Vorstadt Weichhaus, Großalmerode, Vollermershausen/ Amt Neustadt. Vormals rekrutierte man die Artilleristen in Stadt und Amt Schmalkalden. Im amerikanischen Feldzug wurden die Artilleristen auf die übrigen Regimenter verteilt.


Organisation

  • 1523 24 Geschütze
  • 1533 60 Geschütze (Feldschlangen und Falkonetts)
  • 1546 32 Geschütze
  • 1567 77 Geschütze
  • 1749 166 Mann
  • 1753 131 Mann
  • 1756-1760 5 Kompanien (ca. 500 Mann) Regimentsartillerie und 5 Kompanien (ca. 500 Mann) Feldartillerie, ca. 80 Geschütze
  • 1763 2 Kompanien Feldartillerie sowie Garnisonsartillerie
  • 1787 8 Kompanien
  • 1866 4 Batterien (davon 1 reitende Batterie)

Standort

  • 1763 Kassel (zudem in Rinteln, Marburg, Ziegenhain, Rheinfels)

Chefs

  • 1741 Oberst Dietrich Diede zum Fürstenstein (zuletzt Generalleutnant)
  • 1758 Oberst Schlüter (zuletzt Generalmajor, gefallen 1761)
  • 1762 Oberst J. H. von Gohr (zuletzt Generalleutnant)
  • 1784 Generalmajor J. W. von Gohr
  • 1787 Oberst Lemppe (zuletzt Generalmajor)

Kommandeure

  • 1610 Oberst von Scherff
  • 1744 Oberstleutnant J. P. Schleenstein (zuletzt Oberst)
  • 1753 Oberst Schlüter (zuletzt Generalmajor, gefallen 1761)
  • 1758 Oberstleutnant von Huth (zuletzt Generalmajor)
  • 1762 (nebeneinander): Oberstleutnant Klambeck (zuletzt Oberst)
  • Oberstleutnant von Gohr (zuletzt Generalleutnant)
  • Major Lemppe (zuletzt Generalmajor)

Stabsoffiziere 1760

  • Chef: Generalmajor Schlüter
  • Oberst J. H. von Gohr (Generalquartiermeister)
  • Oberst Huth (Kommandeur der schweren Artillerie
  • Major Klambeck
  • Major J. W. von Gohr

Kompaniechefs Mai 1762

  • „Artillerie der 12.000 Mann“: Oberstleutnant Klambeck, Kapitän J. C von Ende, Kapitän Wetzel
  • „Artillerie der 7.000 Mann“: Oberstleutnant J. W. von Gohr, Kapitän Roux
  • „Korps der 500 Mann“: Major Lemppe, Kapitän J. H. Eittel sen. (gefallen), Kapitän H. H. Eittel jun., Premierleutnant Sommer, Premierleutnant Joseph, Premierleutnant Hansen (gefallen)

Quellen


Literatur

 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde