Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Wahlen zum Europäischen Parlament, 18. Juni 1989
An den Wahlen beteiligen sich in Hessen 60,2 % der Wahlberechtigten (gegenüber 1984: +1,3 Prozentpunkte). Von den gültigen Stimmen entfallen auf die SPD 40,5 % (-1,3 Prozentpunkte), auf die CDU 33,3 % (-8,1 Prozentpunkte), auf die Grünen 9,9 % (+2,1 Prozentpunkte), auf die Republikaner 6,5 % (+6,5 Prozentpunkte) und auf die FDP 5,5 % (+0,5 Prozentpunkte). 4,4 % der Stimmen werden für sonstige Bewerber abgegeben.
Das Ergebnis der Europawahlen spiegelt damit im Wesentlichen die Ergebnisse der hessischen Kommunalwahlen im März desselben Jahres wider. Auch das Wahlergebnis der Republikaner, die zum ersten Mal für eine Europawahl kandidiert haben und somit nun auch erstmals in ein Europaparlament einziehen können, zeichnete sich dort bereits ab. Während die CDU beträchtliche Stimmenverluste verkraften muss, profitieren in den Europawahlen neben den Republikanern vor allem auch die Grünen, während SPD und FDP ihre Ergebnisse aus den letzten EU-Wahlen 1984 weitgehend sichern konnten.1
(NT)
- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.6.1989, S. 1: Schwere Verluste der Union, Rückgang auch bei der SPD, die Republikaner im Europa-Parlament. ↑
- Belege
- Hessisches Statistisches Landesamt
- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.6.1989, S. 1: Schwere Verluste der Union, Rückgang auch bei der SPD, die Republikaner im Europa-Parlament
- Weiterführende Informationen
- Wikipedia: Europawahl in Deutschland 1989 (eingesehen am 18.6.2024)
- Empfohlene Zitierweise
- „Wahlen zum Europäischen Parlament, 18. Juni 1989“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/2613> (Stand: 13.8.2024)
