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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Pferdekrankheit behindert Einquartierungen in Hessen, 25. Oktober 1939
Das Sicherheitshauptamt der SS weist in seinem geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage vom 25. Oktober 1939 auf die nach wie vor grassierenden Tierkrankheiten hin, die für die Landwirtschaft und das Wirtschaftsleben eine Gefahr darstellen. So sind Tierbestände in verschiedenen Kreisen etwa von der Maul- und Klauenseuche oder der Schweinepest befallen. In Hessen, so wird berichtet, ist weiterhin die ansteckende Blutarmut bei Pferden1 aufgetreten. Mit der Wehrmacht wurde vereinbart, die befallenen Gehöfte nicht zur Einquartierung heranzuziehen. Eine Freistellung ganzer Gemeinden konnte jedoch infolge Unterbringungsschwierigkeiten nicht erfolgen.
(OV)
- Die „Ansteckende Blutarmut der Einhufer“ (Equine Infektiöse Anämie) ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit der Pferde, die für die betroffenen Tiere gewöhnlich tödlich endet. In Europa ist bisher kein Impfstoff gegen die Krankheit zugelassen. Eine Bekämpfung der seuchenhaft auftretenden Krankheit ist darum nur durch das Töten der infizierten Tiere möglich. Siehe: Wikipedia-Artikel Ansteckende Blutarmut der Einhufer ↑
- Belege
- Empfohlene Zitierweise
- „Pferdekrankheit behindert Einquartierungen in Hessen, 25. Oktober 1939“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/4673> (Stand: 13.8.2024)
