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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
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- 1980
- 1990
- 2000
- 26. Juni 1900: Schlechte Wirtschaftslage der Diamantschleifereien in Hanau
Der Kasseler Regierungspräsident August von Trott zu Solz (1855–1938) berichtet von der schlechten wirtschaftlichen Lage der Diamantschleifereien in Hanau: Bei den hohen Rohmaterialpreisen [wegen des Burenkriegs in Südafrika] haben die in der Stadt Hanau arbeitenden Diamantschleifereien, bis auf eine, die ihren Betrieb mit unveränderten Arbeitskräften fortsetzt, im Laufe der letzten Monat ... »Details - 26. Juni 1900: Gründung der Gummiwerke Fulda geplant
Der Regierungspräsident in Kassel August von Trott zu Solz (1855–1938) teilt in seinem vierteljährlichen Zeitungsbericht an Kaiser Wilhelm II. mit, in Fulda sei die Gründung einer neuen großen Gummifabrik beabsichtigt und dazu sei der Grund und Boden bereits angekauft. Die Firma wird noch im selben Jahr unter dem Namen Gummiwerke Fulda, später Fulda Reifen GmbH gegründet. Sie ist seit 1962 ... »Details - 26. Juni 1900: Gründung einer weiteren Zigarrenfabrik im Kreis Rotenburg
Die im Kreis Rotenburg an der Fulda mit den beiden Fabriken in Rotenburg an der Fulda und Sontra produzierende Tabakindustrie wird nach dem Bericht des Kasseler Regierungspräsidenten August von Trott zu Solz (1855–1938) durch die Gründung einer weiteren Zigarrenfabrik in Obersuhl gestärkt.(OV) ... »Details - 26. Juni 1900: Arbeitskräftemangel in der hessischen Landwirtschaft
Der Kasseler Regierungspräsident August von Trott zu Solz (1855–1938) weist in seinem Zeitungsbericht an den Kaiser für die Monate März bis Mai 1900 auf den Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft hin: ... »Details - 1. Juli 1900: Eingemeindung von Oberrad, Niederrad und Seckbach nach Frankfurt
Die Ortschaften Oberrad, Niederrad und Seckbach mit zusammen etwa 19.000 Einwohnern werden nach Frankfurt am Main eingemeindet. In Ober- und Niederrad werden Polizeireviere eingerichtet, in Seckbach eine Polizeiwache.(OV) ... »Details - 6. Juli 1900: Ablehnung der Erhöhung der Lehrergehälter im Großherzogtum Hessen
Die Regierung des Großherzogtums Hessen lehnt die von der Zweiten Kammer des Hessischen Landtags beschlossene Erhöhung der Lehrergehälter als zu weitgehend ab. Sie erkennt jedoch die Notwendigkeit an, die Besoldung der Lehrer zu verbessern. Ein von der Regierung vorgeschlagenes Gesetz zur Besoldungsanhebung wird jedoch umgekehrt von der Zweiten Kammer des Landtags als ungenügend abgelehnt.(OV) ... »Details - 6. Juli 1900: Ehrendoktorwürde der Ingenieurwissenschaften für Großherzog Ernst Ludwig
Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937) wird von der Technischen Hochschule in Darmstadt der Titel Doktor-Ingenieur (Dr.-Ing., akademischer Grad des Doktors der Ingenieurwissenschaften) ehrenhalber zuerkannt. Zuvor, am 25. November 1899 hatte der Großherzog der Technischen Hochschule das Promotionsrecht verliehen. Die Promotionsordnung, die das ordentliche Verfahren zur Erlangung des ... »Details - 8. Juli 1900: Bericht über die öffentliche Stimmung in Wiesbaden und Umgebung
Der Wiesbadener Regierungspräsident Dr. Richard Wentzel (1850–1916) beschreibt in seinem vierteljährlichen Zeitungsbericht an Kaiser Wilhelm II. die öffentliche Stimmung in seinem Dienstbezirk als andauernd gut. Zumal in Wiesbaden war sie anläßlich der Anwesenheit Eurer Majestät eine sehr gehobene. Ganz besonders hat die Rheinfahrt Euer Majestät Torpedobootflottile (vgl. 14. Mai 1900) auf ... »Details - 8. Juli 1900: Einflussnahme des Kaisers auf die Gestaltung des Wiesbadener Hauptbahnhofs
Der Wiesbadener Regierungspräsident Dr. Richard Wentzel (1850–1916) berichtet dem Kaiser, die Erdarbeiten für den Neubau des Hauptbahnhofs in Wiesbaden seien kräftig gefördert worden. Die Gestaltung der gesamten Bahnhofsanlagen ist durch Euer Majestät persönliches Eingreifen Gegenstand erneuter, die städtischen Interessen besonders berücksichtigender Erwägungen geworden.(OV) ... »Details - 8. Juli 1900: Bericht über die Umstellung der Straßenbahnen in Wiesbaden und Frankfurt auf elektrischen Betrieb
Die Umwandlung des Betriebs der Straßenbahnen in Wiesbaden und Frankfurt am Main vom Pferde- und Dampfbetrieb auf elektrischen Betrieb macht nach einem Bericht des Wiesbadener Regierungspräsidenten „erhebliche Fortschritte“. ... »Details - 14. Juli 1900: Zweite deutsche Automobilausstellung in Frankfurt
In Frankfurt am Main findet auf Initiative des örtlichen Ablegers des Deutschen Automobilclubs (DAC; Vorläuferorganisation des späteren Automobilclub von Deutschland AvD) die zweite deutsche Automobilausstellung statt, nachdem eine erste Automobilschau ein Jahr zuvor in Berlin den Stand der Automobilentwicklung gezeigt hatte. Die bis zum 29. Juli laufende Ausstellung zeigt in der ... »Details - 7. August 1900: Sozialdemokrat Wilhelm Liebknecht stirbt in Berlin
Der Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, der aus Gießen stammende Wilhelm Liebknecht, stirbt im Alter von 74 Jahren in Berlin. Der Wiesbadener Regierungspräsident Dr. Richard Wentzel (1850–1916) berichtet am 2. Oktober dem Kaiser, es habe anlässlich des Todes von Liebknecht besonders zahlreiche Versammlungen der Sozialdemokratischen Partei gegeben.(OV) ... »Details - 9. August 1900: Gießener Oberbürgermeister Gnauth wird neuer Finanzminister
Der bisherige Gießener Oberbürgermeister Feodor von Gnauth (1854–1916) wird neuer Leiter des Großherzoglich Hessischen Finanzministeriums in Darmstadt. Er löst den bisherigen Finanzminister Wilhelm Küchler (1846–1900) ab, der aufgrund einer Kehlkopfkrebserkrankung sein Amt niederlegt. ... »Details - 10. August 1900: Ausstand der Pflasterer in Kassel
In Kassel treten 55 Pflasterer in den Ausstand. Der Streik bricht jedoch bald zusammen, nachdem ein Teil der Streikenden zu den alten Arbeitsbedingungen die Arbeit wieder aufgenommen hat und die übrigen durch aus Belgien herbeigezogene Arbeiter ersetzt werden.(OV) ... »Details - 20. August 1900: Verlegung des Totensonntags im Großherzogtum Hessen
Das Oberkonsistorium im Großherzogtum Hessen weist die evangelischen Pfarrämter an, das diesjährige Totenfest (Totensonntag) mit Rücksicht auf die Geburtstage des großherzoglichen Paares am 25. November auf den 23. Sonntag nach Trinitatis (das heißt den 18. November) vorzuverlegen. ... »Details - 22. August 1900: Gemeinsamer Hirtenbrief der in Fulda versammelten katholischen Bischöfe zur Arbeiterfrage
Die katholischen Bischöfe in Preußen, die Bischöfe von Breslau, Hildesheim, Freiburg, Köln, Trier, Ermland, Münster, Limburg, Fulda, Kulm, Osnabrück und Paderborn sowie der Vertreters des Bischofs von Posen erlassen auf ihrer Versammlung in Fulda einen gemeinsamen Hirtenbrief an die Geistlichen und die Angehörigen ihrer Diözesen. Sie fordern die Angesprochenen auf, „alle Kräfte ... »Details - 1. September 1900: Bau der Arbeiterkolonie Zeilsheim der Farbwerke Höchst
In der von den Farbwerken Höchst errichteten Arbeiterkolonie in Zeilsheim können die ersten Häuser bezogen werden. Auf der Weltausstellung in Paris wird ein Musterhaus dieser beispielhaften Siedlung mit einem „Grand Prix“ ausgezeichnet.(OV) ... »Details - Oktober 1900: Streik der Arbeiter in einer Frankfurter Maschinenfabrik
In Frankfurt am Main treten 121 Arbeiter der Maschinenfabrik Schrader und Rüdiger in einen Ausstand. Sie fordern, die Herabsetzung der Akkordlöhne, die bei der Regelung der Arbeits- und Lohnverhältnisse vorgenommen wurde, wieder rückgängig zu machen, könne sich damit aber nicht durchsetzen.(OV) ... »Details - 1. Oktober 1900: Inkrafttreten des ersten Ladenschlussgesetzes
Im Deutschen Reich tritt das erste Ladenschlussgesetz in Kraft. Danach können Geschäfte an Werktagen von 5 bis 21 Uhr geöffnet sein. Für Lebensmittelgeschäfte, Kioske und Bäckereien sowie für jüdische Geschäfte (Verlegung der Sonntagsruhe auf Samstage) gibt es Ausnahmeregelungen. ... »Details - 8. - 9. Oktober 1900: Parteitag der Christlich-Sozialen Partei in Wetzlar
In Wetzlar findet der 4. Parteitag der Christlich-Sozialen Partei (CSP) statt. Die bis zum 9. Oktober dauernde Versammlung steht unter der Leitung des evangelischen Theologen Adolf Stoecker (1835–1909). Der ehemalige Hofprediger und jetzige Reichstagsabgeordente Stoecker, der sich in großem Umfang auch als antisemitischer Agitator betätigt, erläutert in seiner Funktion als Parteivorsitzender ... »Details
