Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 17. August 1952: Konferenz über Situation von „Mischlingskindern“ in Wiesbaden
    In Wiesbaden findet eine Konferenz über die Situation „farbiger Mischlingskinder“ statt. Von den 94.000 unehelichen Besatzungskindern sind über 3.000 „Mischlinge“. 300 leben in Hessen. In Frankfurt am Main kommen monatlich drei „Mischlingskinder“ hinzu. Erst später können deutsche Mütter die Vaterschaft gerichtlich feststellen lassen.(OV) ... »Details
  2. 23. - 24. August 1952: Traditionelles Segelfliegertreffen in der Rhön
    In der Rhön findet unter dem Motto Auf der Wasserkuppe wird wieder geflogen das traditionelle Treffen der Segelflieger statt. Damit wird die endgültige Aufhebung des Flugverbots in der Rhön zelebriert. Neben der Einweihung der neuen Flugzeughalle Landrat-Stieler-Halle, stand die Präsentation neuer Flugmodelle im Fokus.(MB) ... »Details
  3. 28. August 1952: Marburger Arbeitsgericht erklärt Zeitungsstreik für ungesetzlich
    Das Arbeitsgericht Marburg erklärt den Zeitungsstreik vom 28. auf den 29. Mai diesen Jahres für ungesetzlich und sittenwidrig. Geklagt hatte die Vereinigung der hessischen Arbeitgeberverbände gegen den Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes und den Vorstand der Industriegewerkschaft Druck und Papier und Schadenersatzforderungen gestellt. Die Vereinigung führte eine ... »Details
  4. September 1952: Untersuchung des Deutschen Industrieinstituts erklärt Sozialisierung für ungültig
    Das Deutsche Industrieinstitut kommt in seiner Untersuchung der hessischen Sozialisierung zu dem Schluss, dass diese ungültig sei. Die Kernaussage des Gutachtens besagt, dass Artikel 41 der Hessischen Verfassung entscheidend von einem Ministerialbeamten in seiner Formulierung geändert worden sei, nachdem der Artikel in der Verfassunggebenden Landesversammlung beraten und formuliert worden war. ... »Details
  5. 1. September 1952: Generalstaatsanwalt beklagt Überlastung der hessischen Staatsanwälte
    Der Generalstaatsanwalt von Hessen, Erich Rosenthal-Pelldram (1905–1989) erklärt bei der Einführung des neuen Leiters der Darmstädter Oberstaatsanwaltschaft, Dr. Erich Hofmann (geb. 1907), dass viele Staatsanwaltschaften die Arbeitsbelastung nicht mehr bewältigen können und demzufolge überlastet sind.(MB) ... »Details
  6. 1. September 1952: Darmstädter Oberstaatsanwalt spricht sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe aus
    Der neue Darmstädter Oberstaatsanwalt, Dr. Erich Hofmann (geb. 1907), plädiert für die Wiedereinführung der Todesstrafe bei Gewaltverbrechen. Zwar sieht er in der Todesstrafe keine abschreckende Wirkung, aber er vertritt bei der Einführung in sein neues Amt die Position, dass Menschen, die anderes Leben nicht achten, auch ihr eigenes Leben verwirkt hätten. (MB) ... »Details
  7. 10. September 1952: Neues Sonn- und Feiertagsgesetz vom Landtag verabschiedet
    Nach heftiger Debatte verabschiedet der Hessische Landtag in Wiesbaden in dritter Lesung mit den Stimmen der SPD ein neues Sonn- und Feiertagsgesetz. Die Forderung der CDU nach einem Verbot aller Veranstaltungen an Sonntagvormittagen findet keine Mehrheit.(MB) ... »Details
  8. 10. September 1952: Gründung der „Gemeinschaft für die nordhessischen Lebensrechte“ in Kassel
    In Kassel gründet sich die „Gemeinschaft für die nordhessischen Lebensrechte“. Als primäre Aufgabe hat es sich die Gemeinschaft zum Ziel gesetzt „für die nordhessischen Lebensrechte ein[zu]treten, vor allem soweit sie durch die Änderung des Verwaltungsaufbaus bedroht werden“. Vertreter der kurhessischen Landeskommunalverwaltung, der Hessischen Brandversicherung und der ... »Details
  9. 10. September 1952: Hessen will für Senkung des Butterzolls im Bundesrat stimmen
    Das Land Hessen will sich dem Antrag des Landes Bremen im Bundesrat anschließen und für die Senkung des Butterzolls von 25 auf 15 % stimmen. Die Senkung soll per Verordnung durchgesetzt werden und damit den Import von Butter erleichtern und zur Senkung des Butterpreises beitragen.(MB) ... »Details
  10. 11. September 1952: Innenminister Zinnkann warnt vor dem Genuss von Bino-Produkten
    Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) warnt die Bevölkerung Hessens vor dem Verzehr von Bino-Produkten. Diese, in der DDR hergestellten Produkte, können zu Gesundheitsschäden führen. Besonders warnt er vor den Bino-Brühwürfeln und der der Bino-Suppenwürze, die synthetisch erzeugt werden. Auch in Nordrhein-Westfalen wurden Gesundheitsschäden bei Personen nach dem Verzehr der ... »Details
  11. 16. September 1952: Gutachten über die Verfassungsmäßigkeit der Verwaltungsreform in Hessen
    Der Kölner Staatsrechtler Prof. Hans Peters (1896–1966), der von Landeshauptmann Otto Witte (1884–1963) beauftragt worden war, kommt in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass die für Hessen geplante Verwaltungsreform nur durch ein verfassungsänderndes Gesetz möglich ist. Dieses Gesetz müsse Artikel 123 der hessischen Verfassung entsprechen. Seit 1945 garantiere das positive Recht das ... »Details
  12. 20. -21. September 1952: Hessenmeisterschaft im Zweier-Mannschaftsfahren in Darmstadt
    In Darmstadt findet am Wochenende die Hessenmeisterschaft im Zweier-Mannschaftsfahren statt. Die Meisterschaft wird auf der Radrennbahn an der Heidelberger Straße ausgetragen.(MB) ... »Details
  13. 26. September 1952: Die amerikanische 4. Infanterie-Division feiert gemeinsam mit Bevölkerung
    Die amerikanische 4. Infanterie-Division kündigt an, vom 9. bis 12. Oktober den 35. Jahrestag ihrer Gründung gemeinsam mit der hessischen Bevölkerung zu feiern. Die Angehörigen der Division sind in Frankfurt am Main, Butzbach, Friedberg, Gelnhausen, Gießen und Hanau stationiert.(MB) ... »Details
  14. 2. Oktober 1952: Rund 1.400 falsche Wiedergutmachungsanträge sind in Hessen gestellt worden
    Das Sonderdezernat des hessischen Kriminalpolizeiamtes stellt in seinem Abschlussbericht an das hessische Innenministerium über die Frage der in Hessen gestellten Wiedergutmachungsanträge von Zwangsverschleppten (Displaced Person) fest, dass rund 1.400 der 11.454 gestellten Anträge gefälscht worden sind. Des Weiteren wertet das Dezernat 5.800 Anträge als „zweifelhaft“ bzw. wird das Land ... »Details
  15. 8. Oktober 1952: Erklärung des Bundes deutscher Jugend zu Aussagen Zinns
    Die Bundesführung des Bundes deutscher Jugend erklärt, dass es in ihrer Organisation keinen Technischen Dienst gebe, wie dies von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) geäußert worden ist. Dieser hatte von einem „Partisanenverband“ gesprochen. Zudem sei Erhart Peters, der als Angehöriger des Dienstes genannt wurde, bereits im Juni 1951 aus dem Vorsitz des Bundes ... »Details
  16. 9. Oktober 1952: CDU-Landtagsfraktion bereitet Klage gegen Sonn- und Feiertagsgesetz vor
    Die Landtagsfraktion der CDU bereitet eine Klage beim Hessischen Staatsgerichtshof gegen das hessische Sonn- und Feiertagsgesetz vor.(MB) ... »Details
  17. 9. Oktober 1952: Deutsch-amerikanische Verhandlungen über Bund deutscher Jugend
    Deutsche und amerikanische Stellen beraten über die von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) zur Sprache gebrachten Anklagen gegen den „Bund deutscher Jugend“. Ebenso werden die Antworten des Vorsitzenden des Bundes, Paul Lüth (1921–1986), beraten. Die Staatskanzlei verweist darauf, dass sich nicht vom Bund per se, sondern von führenden Mitgliedern gesprochen habe. Des ... »Details
  18. 9.-10. Oktober 1952: Aussagen Zinns über den Bund deutscher Jugend schlagen hohe Wellen in der Bundespolitik
    Die Aussagen des hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn (1901–1976; SPD), dass der Bund deutscher Jugend eine Partisanenabteilung unterhalte, die sich auf den Partisanenkampf im Fall eines Einmarsches sowjetischer Truppen vorbereite. Zinn hatte dies im Hessischen Landtag geäußert und zuvor auch Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) darüber in Kenntnis gesetzt. Der ... »Details
  19. 10. Oktober 1952: Keine Bierpreisbindung in Hessen mehr
    Der Hessische Wirtschaftsminister Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) gibt bekannt, dass im Land Hessen bald keine Preisbindung mehr für Fass- und Flaschenbier gelten werde. Bislang galt dies nur für die Brauerei-Abgabepreise. Auf Grundlage des § 19 des Wirtschaftsstrafgesetzes können künftig die Bierpreise vom Anbieter eigenverantwortlich kalkuliert werden.(MB) ... »Details
  20. 10. Oktober 1952: Bundesinnenminister Lehr nimmt im Kabinett Stellung zur Unterstützung des BDJ durch den Bund
    Auf der 252. Kabinettssitzung der deutschen Bundesregierung nimmt Bundesinnenminister Robert Lehr (1883–1956; CDU) Stellung zu den Mitteilungen des hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn (1901–1976; SPD), der am 8. Oktober im Hessischen Landtag über die Aufdeckung der dem „Bund deutscher Jugend“ (BDJ) zugehörigen Geheimorganisation „Technischer Dienst“ im Odenwald ... »Details