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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 1910
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- 16. Juni 1940: Schließung der jüdischen Friedhöfe im Regierungsbezirk Kassel geplant
Der Regierungspräsident in Kassel kündigt an, dass die jüdischen Friedhöfe geschlossen und anschließend säkularisiert werden sollen. Der Landrat des Kreises Frankenberg berichtet dem Regierungspräsidenten, dass in seinem Landkreis jüdische Friedhöfe in Frankenberg, Frankenau, Altenlotheim, Vöhl, Gemünden, Grüsen, Frohnhausen, Oberasphe und Battenfeld bestehen.(OV) ... »Details - 22. Juni 1940: Erster Bombenangriff alliierter Flugzeug auf Kassel
In der Nacht vom 21. auf den 22. Juni kommt es zum ersten Luftangriff des Zweiten Weltkrieges auf die nordhessische Großstadt Kassel. Ziel der angreifenden Flugzeuge ist das Lossekraftwerk im Bezirk Salzmannshausen am nördlichen Rande des Kasseler Stadtteils Bettenhausen. Das Bombardement durch schätzungsweise fünf bis zehn Maschinen richtet vor allem an einigen Wohnhäusern in der ... »Details - 30. Juni 1940: Arbeitsaufnahme der Deutsch-französischen Waffenstillstandskommission in Wiesbaden
In Wiesbaden nimmt die deutsch-französische Kommission zur Überwachung der Durchführung des Waffenstillstandsvertrages von Compiègne (Deutsch-französische Waffenstillstandskommission, kurz: DWStK) ihre Arbeit auf. Der Waffenstillstand von Compiègne wurde am 22. Juni 1940 zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich geschlossen und beendet den deutschen Westfeldzug, der zur militärischen ... »Details - 4. Juli 1940: Bericht über die psychische Wirkungen von Bombenangriffen
In seinen geheimen Meldungen aus dem Reich fasst der Sicherheitsdienst die Berichte über die Auswirkungen feindlicher Bombenangriffe aus verschiedenen Teilen des Reiches zusammen. In Hessen habe beispielsweise der schon längst befürchtete Angriff auf die IG.-Farbenwerke bei Frankfurt zu besonderer Bestürzung geführt. Die Flugzeuge griffen dabei mit besonderer Heftigkeit die Flakstände durch ... »Details - 4. Juli 1940: Gerüchte über den feindlichen Abwurf von Kartoffelkäfern
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich, dass mehrfach beobachtet worden sei, dass in letzter Zeit vor allem ländliche Gebiete angegriffen wurden, sei das Gerücht entstanden, die Engländer würden Kartoffelkäfer1=Siehe Meldungen über das verstärkte Auftreten von Kartoffelkäfern, 8. Juli 1940. abwerfen (um die deutsche Landwirtschaft zu schädigen). An einer ... »Details - 8. Juli 1940: Bericht über Verhalten deutscher Mädchen gegenüber „fremdrassigen Ausländern“
Unter der Überschrift „Rasse und Volksgesundheit“ berichtet der Sicherheitsdienst der SS in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich von einem nach Ansicht der Berichterstatter würdelosem Verhalten deutscher Mädchen gegenüber fremdrassigen Ausländern, worüber sich in der letzten Zeit die Meldungen häuften. Dabei handele es sich insbesondere um den Umgang „fremdrassiger“ Studenten ... »Details - 8. Juli 1940: Meldungen über das verstärkte Auftreten von Kartoffelkäfern
Der SS-Sicherheitsdienst berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich von Schäden durch das verstärkte Auftreten des Kartoffelkäfers1=Siehe die Meldung vom 4. Juli 1940 zu den Gerücht, Kartoffelkäfer seien durch englische Flugzeuge abgeworfen worden.. Die Vernachlässigung der Kartoffelanbauflächen in Frankreich seit August letzten Jahres habe in diesem Jahr einen vermehrten Befall ... »Details - 11. Juli 1940: Meldungen über Fliegerangriffe auf Eschwege und Frankfurt
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich über Fliegerangriffe auf Eschwege und Frankfurt am Main. Auf dem Flugplatz Eschwege hätten zwei Flugzeuge je zwei Bomben auf ein Benzinlager geworfen, wodurch 400 bis 500 Fässer Benzin zu je 200 Litern explodiert seien. Hier herrsche besondere Verbitterung darüber, dass die Flugzeugflak trotz rechtzeitiger ... »Details - 12. Juli 1940: Empfang für aus Frankreich zurückkehrende Truppen in Kassel
Kassel feiert die aus dem Frankreich-Feldzug zurückkehrenden Truppen.(OV) ... »Details - 14. Juli 1940: Fußball-Länderspiel Deutschland – Rumänien in Frankfurt
Im fünften Fußball-Länderspiel, das die deutsche Nationalmannschaft in Frankfurt am Main austrägt, gelingt ein deutlicher Erfolg gegen Rumänien. Mit 9:3 Toren gewinnt die deutsche Mannschaft diesen Vergleich, in dem der spätere Weltmeister Fritz Walter (1920–2002; 1. FC Kaiserslautern) sein Debüt gibt und dabei sich als dreifacher Torschütze auszeichnen kann. Die übrigen Treffer ... »Details - 17. Juli 1940: Vorbereitungen für England-Invasion im Bunker-Hauptquartier „Adlerhorst“
Adolf Hitler befiehlt die Beteiligten an den Vorbereitungen für die geplante Invasion in England in sein kürzlich fertiggestelltes Bunker-Hauptquartier „Adlerhorst“ bei Schloss Ziegenberg.(OV) ... »Details - 18. Juli 1940: Bericht über die im Reich grassierenden Kettenbriefaktionen
In seinen geheimen Meldungen aus dem Reich behandelt der Sicherheitsdienst der SS unter dem Stichwort „Gegner“ das in allen Teilen des Reichs und selbst unter Frontsoldaten grassierende Kettenbriefunwesen. Es sei in allen Bevölkerungskreisen verbreitet, werde aber vor allem von Frauen sowie von Jugendlichen getragen. Auch wenn sich eine [aus der Sicht der Nationalsozialisten] gegnerische ... »Details - 22. Juli 1940: Zweiter britischer Bombenangriff auf Kassel
Die Stadt Kassel wird zum zweiten Mal Ziel eines Angriffs alliierter Luftstreitkräfte. Zwischen 0:29 und 2:35 Uhr bombardieren 16 zweimotorige Armstrong Whitworth A.W.38 Whitley-Bomber der britischen Royal Air Force (RAF) den Stadtteil Bettenhausen. Industrie und Wohngebiete werden dabei von insgesamt 60 500-Pfund- und 82 250-Pfund Sprengkörpern sowie etwa 480 Stabbrandbomben getroffen. Ziel des ... »Details - 11. August 1940: Protest der Fuldaer Bischofskonferenz gegen die Euthanasie
Der Vorsitzende der Fuldaer Bischofskonferenz, der Breslauer Erzbischof Adolf Bertram (1859–1945), protestiert in einem Brief an Staatssekretär Hans Heinrich Lammers (1879–1962) gegen das Euthanasieprogramm „Aktion T 4“.(OV) ... »Details - 11. August 1940: Erste Bombenabwürfe im Kreis Frankenberg
In der Nacht fallen in der Nähe von Viermünden an der Eder die ersten drei Bomben im Kreis Frankenberg. Im Sachsenberger Wald wird ein Blindgänger gefunden. Von 216 Brandbomben, die abgeworfen wurden, sind einige nicht explodiert.(OV) ... »Details - 13. August 1940: Erste Fliegerbombe auf Marburg
Eine erste einzelne Fliegerbombe wird über Marburg abgeworfen. Sie richtet an den Straßenbahnschienen in der Universitätsstraße nur Sachschaden an. In der einzigen Marburger Tageszeitung, der „Oberhessischen Zeitung“, wird der Vorfall verschwiegen.(OV) ... »Details - 16. - 17. August 1940: Schwere Schäden an Wohngebäuden und Todesopfer bei Angriff britischer Bomber auf Kassel
In der Nacht vom 16. auf den 17. August greifen 34 britische Bomber verschiedene Ziele im Reichsgebiet an. Eines der Kampfflugzeuge wirft zwei Fünf-Zentner-Bomben über der Kasseler Innenstadt ab, die die Häuser Nr. 2, 4 und 6 in der Gräfestraße im Stadtteil Wehlheiden (unmittelbar am Wehlheider Platz) stark beschädigen. Die Attacke kostet zwei Menschen das Leben (ein 61-jähriger Mann und ... »Details - 20. August 1940: Tagung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda
In Fulda tagt die Deutsche Bischofskonferenz. Es kommt wiederum zu Kontroversen wegen des sogenannten Geburtstagsbriefes an Adolf Hitler.(OV) ... »Details - 22. August 1940: Bericht über die „nachteilige Einflußnahme der katholischen Seelsorge auf die Gesamtstimmung“
In seinen geheimen Meldungen aus dem Reich behandelt der Sicherheitsdienst der SS erneut die nachteilige Einflußnahme der katholischen Seelsorge auf die Gesamtstimmung. Es sei festzustellen, dass in Predigten, Äußerungen und konfessionellen Zeitungen und Zeitschriften von katholischer Seite bestimmte inhaltsgleiche Parolen und Losungen immer wieder auftauchten. Die konfessionelle Propaganda ... »Details - 30. August 1940: Die Dichterin Agnes Miegel erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt
Die Schriftstellerin, Journalistin und Balladendichterin Agnes Miegel (1879–1964) erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Oberbürgermeister Friedrich Krebs (1894–1961) ehrt die Dichterin in seiner Festansprache für ihre Heimatdichtung, mit der sie ausdauernd das „großdeutsche Volksgefühl“ und den „preußischen Lebensraum“ beschwor und „stets für die Wiedergeburt ... »Details - 5. Oktober 1940: Siegesfeier für die Wehrmacht in Darmstadt
In feierlichem Stadtschmuck, mit Hakenkreuzfahnen und einem Triumphbogen begrüßt die Bevölkerung der Stadt Darmstadt die von ihrer Teilnahme am Westfeldzug aus Frankreich zurückkehrenden Regimenter der Wehrmacht. ... »Details - 14. Oktober 1940: Klagen über gestörten Rundfunkempfang
Der Sicherheitsdienst der SS gibt in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich Klagen über gestörten Rundfunkempfang aus verschiedenen Städten und Regionen wieder. Vor allem aus der letzten Woche lägen darüber zahlreiche Meldungen vor. In Darmstadt zum Beispiel seien die Besitzer von Kleinempfängern unzufrieden darüber, dass sie seit einiger Zeit die Ortssender Frankfurt am Main und Stuttgart ... »Details - 16. - 17. Oktober 1940: Luftangriff auf Kassel verursacht nur geringe Schäden
Ein in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober stattfindender Luftangriff britischer Militärflugzeuge auf die Stadt Kassel, bei dem insgesamt fünf Sprengbomben abgeworfen werden, verursacht nur kleinere Schäden. Einer der Sprengkörper trifft die städtischen Gärtnereibetriebe. (KU) ... »Details - 1. November 1940: Einrichtung der Euthanasieanlagen in Hadamar
Der Bezirksverband Nassau überlässt die Heil- und Pflegeanstalt Hadamar der „Gemeinnützigen Stiftung für Anstaltspflege“. Diese mit der „Euthanasie-Aktion“ beauftragte Institution richtet eine Gaskammer zur Massentötung von Geisteskranken ein. Anfang 1941 treffen die ersten Krankentransporte in Hadamar ein.(OV) ... »Details - 14. November 1940: Bericht über die Situation an den deutschen Hochschulen
Der SS-Sicherheitsdienst beschäftigt sich in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich unter anderem mit der Hochschullage im dritten Trimester 1940 (September bis Dezember 1940). Die Zahl der Studierenden sei durch den Zustrom von Erstsemestern und durch die Freigabe höherer Semester durch die Wehrmacht bis zum 15. April 1941 in den meisten Hochschulen angestiegen, so auch in Frankfurt am Main ... »Details - 16. November 1940: Uraufführung der Oper „Hille Bobbe“ von Hans Ebert in Darmstadt
In Nürnberg, Darmstadt und Königsberg wird gleichzeitig die Oper „Hille Bobbe“ des Komponisten Hans Ebert (1889–1952) uraufgeführt, die nach dem gleichnamigen Gemälde von Frans Hals entstanden ist. Das in den Jahren 1934 bis 1938 geschriebene, in weiten Teilen der Handlung als regimekritisch interpretierbare Stück ist die erste Oper in Eberts Œuvre und wird von der NS-Kritik als ... »Details - 3.-6. Dezember 1940: Erinnerungsfeier an Emil von Behring in Marburg
In Marburg findet anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Serumtherapie eine große Erinnerungsfeier für Emil von Behring (1854–1917) statt. Die Feierlichkeiten erstrecken sich über drei Tage (von Dienstag bis Freitag). Einen offiziellen Festvortrag „Zur Chemotherapie der bakteriellen Infektionen“ hält der Bakteriologe und spätere Nobelpreisträger Gerhard Domagk (1895–1964).(OV) ... »Details - 23. Dezember 1940: Verurteilung eines Beamten in Darmstadt wegen Bestechlichkeit gegenüber Juden
In Darmstadt wird ein Beamter zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er von einem jüdischen Arbeitskommando, das ihm unterstellt war, Bestechungszahlungen erpresst hatte. Die zwanzig wegen Bestechung mitangeklagten Juden kommen in Konzentrationslager.(OV) ... »Details - 30. Dezember 1940: Darmstädter Kulturpreis für Ludwig Habich für Plastik „Deutscher Gruß“
Für die umbenannte Plastik „Deutscher Gruß“ erhält der Bildhauer Ludwig Habich (1872–1949) den neugeschaffenen Kulturpreis der Stadt Darmstadt. Zur Gewinnung des Gussmaterials wurde die Bronzebüste des aus einer jüdischen Familie stammenden Liberalen August Metz (1818–1874) eingeschmolzen.(OV) ... »Details - 15. Januar 1941: Gastspiel der Städtischen Bühnen Frankfurt in Barcelona
Das Ensemble der Städtischen Bühnen Frankfurt gastiert wie schon im Vorjahr mit einem Wagner-Opernprogramm („Ring des Nibelungen“) am Gran Teatro del Liceo der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Die Besuche der Frankfurter Musiktheater-Künstler der Oper Frankfurt unter der Leitung ihres Intendanten Hans Meissner (1896–1958) finden seit 1939 Jahr für Jahr statt. Damals hatten die ... »Details - 19. Januar 1941: Uraufführung einer Tragödie von Friedrich Bethge in Darmstadt
Am Landestheater Darmstadt wird die Tragödie „Pfarr Peder“ von Friedrich Bethge (1891–1963) in der Neufassung uraufgeführt.(OV) ... »Details - 27. Januar 1941: Landrat in Frankenberg schlägt Schließung der jüdischen Friedhöfe vor
Nachdem der Regierungspräsident in Kassel schon am 16. Juni 1940 die Schließung der jüdischen Friedhöfe angekündigt hatte, schlägt der Landrat des Kreises Frankenberg, Heinrich Grunewald (1905–1975; NSDAP), dem Regierungspräsidenten vor, wegen der großen Abwanderung der Juden die jüdischen Friedhöfe im Kreis zu schließen. Der Regierungspräsident verfügt eine Woche später die ... »Details - 4. Februar 1941: Uraufführung der Lommers-Komödie „Das unterschlug Homer“ in Frankfurt
Die Komödie „Das unterschlug Homer“ von Horst Lommer (1904–1969) wird von den Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main uraufgeführt. In satirischer Weise erzählt das Stück in drei Akten von der Vorgeschichte des Kampfes um Troja und den Raub der schönen Helena durch den Sohn des trojanischen Königs Priamos, Paris. Gestrandet in Ägypten, verwickeln die beiden das dortige Herrscherhaus ... »Details - 25. Februar 1941: Produktionsbeginn in den Sprengstoffwerken in Allendorf
In den Sprengstoff-Werken in Allendorf bei Marburg (heute Stadtallendorf) beginnt die großangelegte Sprengstoffproduktion durch die Dynamit Nobel AG, bei der vorrangig Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene eingesetzt werden.(OV) ... »Details - 1. März 1941: Jahrestagung der deutschen Chemiker in Wiesbaden
In Wiesbaden beginnt die diesjährige Tagung des Vereins Deutscher Chemiker. Während der Tagung wird vor allem die Bedeutung der Elektronenmikroskopie für die Chemie diskutiert.(OV) ... »Details - 6. März 1941: Bericht über angebliche Proteste gegen Swingorchester in Frankfurt
Der Bericht des SS-Sicherheitsdienstes vom 6. März fasst die Meldungen „zur Lage auf dem Gebiet der Unterhaltungsmusik“ zusammen. In den letzten Monaten häuften sich die Berichte aus verschiedenen Teilen des Reiches, dass Unterhaltungskapellen in zunehmendem Maße verjazzte Musik nach Art der jüdischen Jazzmusik der Systemzeit [der Weimarer Republik] bringen. Es seien vor allem ... »Details - 14. März 1941: „Kraft durch Freunde“ beginnt Buchreihe „Wiesbadener Volksbücher“
Die NS-Organisation „Kraft durch Freunde“ eröffnet eine neue Buchreihe unter dem Titel „Wiesbadener Volksbücher“ mit Schriften zeitgenössischer Autoren.(OV) ... »Details - 25. März 1941: Meldungen über schlechte Versorgung mit Schuhen und dadurch bedingte Arbeitsausfälle
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich über spürbare Mängel in der Versorgung mit Schuhen. So gebe es beispielsweise aus Aachen, Braunschweig und Frankfurt am Main Meldungen über eine katastrophal schlechte Versorgungslage, die teilweise zu größerer Mißstimmung unter der Bevölkerung geführt habe. Es fehlten vor allem Kinderschuhe und feste ... »Details - 26. März 1941: Eröffnung eines NS-Instituts für die Erforschung der Judenfrage in Frankfurt
Der Reichsleiter der NSDAP, Alfred Rosenberg (1893–1946), eröffnet in Frankfurt am Main ein „Institut für die Erforschung der Judenfrage“. Der umfangreiche Buchbestand des Instituts stammt vor allem aus beschlagnahmten Archiven und Bibliotheken.(OV) ... »Details - 11. April 1941: Konstituierende Sitzung des „Air Attack on Dams Committee“ in Großbritannien
Das „Air Attack on Dams Committee“, das die Pläne zur Bombardierung von sechs deutschen Talsperren in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 („Operation Chastise“) ausarbeitet, tritt erstmals zusammen. Die konstituierende Sitzung der Kommission, die die praktische Umsetzung von Ideen des britischen Ingenieurs Barnes Neville Wallis (1887–1979) diskutiert, findet unter dem Vorsitz von Sir ... »Details - 29. April 1941: Uraufführung der Komödie „Zweimal klopfen“ von Hans Caninenberg am Stadttheater Gießen
Am Stadttheater in Gießen findet die Uraufführung der Komödie „Zweimal klopfen“ von Hans Caninenberg (1913–2008) statt. Caninenberg selbst bezeichnet das Lustspiel mehr als zwanzig Jahre nach seiner Premiere als „furchtbares Stück“ und distanziert sich von seiner, nach eigenen Worten, „Jugendsünde“.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9.4.1960, S. 51: Ein Schauspieler-Ehepaar ... »Details - 8. Mai 1941: Abwürfe „feindlicher“ Flugblätter bei Frankfurt
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich, in der Zeit vom 25. April bis 6. Mai sei in Schleswig-Holstein, Hamburg, Augsburg und in Frankfurt am Main ein neues Flugblatt mit der Überschrift Nicht Euer Kind und der Kennnummer 498 abgeworfen worden. Das Flugblatt zeige ein schwerverletztes totes Kind und den Text: ... »Details - 29. Mai 1941: Erlass zur baulichen Neugestaltung von Frankfurt
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) ordnet in einem Erlass „für die Stadt des deutschen Handwerks Frankfurt am Main ... die Durchführung der von mir bestimmten besonderen städtebaulichen Maßnahmen an“. Mit der Durchführung beauftragt er den Gauleiters des Gaus Hessen-Nassau, Jakob Sprenger (1884–1945), der seine Maßnahmen auch außerhalb des Stadtkreises Frankfurt ... »Details - 22. Juni 1941: Beginn des Feldzugs gegen die Sowjetunion
Die deutsche Wehrmacht beginnt ihren Feldzug gegen die Sowjetunion.(OV) ... »Details - 5. Juli 1941: Uraufführung eines musikalischen Schwanks in Frankfurt
An den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main wird der musikalische Schwank „Ein toller Fall“ uraufgeführt. Der Text stammt von Toni Impekoven (1881–1947) und Carl Mathern (1881–1960), die Musik komponierte Peter Igelhoff (1904–1978).(OV) ... »Details - 10. Juli 1941: Berichte über Schwierigkeiten und Konflikte bei der Gemüseversorgung
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich über Missstände bei der Gemüseversorgung. In zahlreichen Städten (unter anderem in Frankfurt am Main und Darmstadt) seien durch die mangelhafte Versorgung der Bevölkerung mit Obst und Gemüse auf den Wochenmärkten und in den Gemüsegeschäften Zustände zu Tage getreten die sich mit ihren Begleiterscheinungen ... »Details - 1. August 1941: Heeresmusikschule für Schüler in Frankfurt
Das Oberkommando des Heeres errichtet in Frankfurt am Main eine Heeresmusikschule für 14- bis 16-jährige Schüler.(OV) ... »Details - 13. August 1941: Limburger Bischof protestiert gegen Euthanasie in Hadamar
Der Limburger Bischof Antonius Hilfrich (1873–1947) richtet sich in einem Protestschreiben an den Reichsjustizminister Franz Schlegelberger (1876–1970) gegen das himmelschreiende Unrecht der „Euthanasie“-Aktion.(OV) ... »Details - 24. August 1941: „Euthanasie“-Aktion in Hadamar wird offiziell eingestellt
Auf mündliche Weisung von Adolf Hitler (1889–1945) beenden die Beauftragten für die „Euthanasie“-Tötungen der „Aktion T4“ Karl Brandt (1904–1948) und Philipp Bouhler (1899–1945) die systematische Ermordung von Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen. Damit wird auch das Ende der ersten „offiziellen“ Phase der Ermordung von Menschen mit Behinderungen und ... »Details - 28. August 1941: Der Schriftsteller Wilhelm Schäfer erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt
Der deutsche Erzähler, Dramatiker und Redakteur Wilhelm Schäfer (1868–1952) erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Schäfer, der besonders aufgrund des Erfolgs seines 1922 erschienenen Werks „Dreizehn Bücher der deutschen Seele“ (DNB) als einer der populärsten völkisch-nationalen Autoren der Weimarer Republik und der NS-Zeit gilt0=Vgl. dazu Sabine Brenner, „Das Rheinland ... »Details
