Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 7. Oktober 1865: Ernst Leitz wird Teilhaber der optischen Werkstätte „C. Kellners Nachf: / Belthle & Leitz“ in Wetzlar
    Der junge Feinmechaniker Ernst Leitz (1843–1920) war Anfang 1864 in die von Carl Kellner (1826–1855) und Moritz Hensoldt (1821–1903) im Jahr 1849 gegründete und seit 1855 von Friedrich Belthle (1829–1869) geleitete optisch-mechanischen Werkstätte in Wetzlar eingetreten. Dort wurden hochwertige Mikroskope für biomedizinische Anwendungen und für industrielle Untersuchungen gefertigt.  ... »Details
  2. 1866: Erste Serie der „Bilder aus dem altjüdischen Familienleben“ erscheint in Frankfurt
    Auf Initiative des Verlegers Heinrich Keller erscheint 1866 in Frankfurt am Main die erste Lichtdruck-Serie der „Bilder aus dem altjüdischen Familienleben“ des vor allem für die Bankiersfamilie Rothschild tätigen Malers Moritz Daniel Oppenheim (1800–1882), der 1851 das Bürgerrecht in Frankfurt erhalten hatte. Als Vorlage dienten Grisaillen, die der Maler nach seinen Ölgemälden ... »Details
  3. 1866: Überlegungen Otto Bährs zur Annexion Kurhessens durch Preußen
    Otto Bähr (1817–1895) besuchte zunächst das Friedrichsgymnasium in Kassel, bevor er in Marburg, Göttingen und Heidelberg Rechts- und Staatswissenschaften studierte. Nach Abschluss des Studiums und des juristischen Vorbereitungsdienstes war er in Kassel zunächst als Richter auf Probe tätig, bevor er ab 1849 Obergerichtsrat wurde. Bähr war zudem Mitglied einer Kommission, deren Aufgabe es ... »Details
  4. 1866: Die Rolle des Großherzogtums Hessen im Deutschen Krieg
    Auf die Spannungen zwischen Österreich und Preußen, die schließlich zum Ausbruch des Einigungskrieges führten, wurde auch im Großherzogtum Hessen reagiert. Ministerpräsident Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk zu Lichtenfels (1802–1880) wollte das Land auf einen möglichen Kriegseintritt an der Seite Österreichs vorbereiten. Ein von der Regierung beantragter Kredit zur Finanzierung eines ... »Details
  5. 16. Februar 1866: Auflösung der bestehenden Zünfte in Hessen
    Am 16. Februar 1866 werden die zwölf noch bestehenden Zünfte im Großherzogtum Hessen aufgrund der angeordneten Aufhebung aller „Beschränkungen des freien Gewerbebetriebs“ aufgelöst. Das Zunftvermögen der 73 Metzgermeister wurde auf den privatrechtlichen „Metzgerverein“ übertragen, ähnlich den Schuhmachern im Rahmen einer genossenschaftlichen „Bruderschaftskasse“. Die ... »Details
  6. März 1866: Großherzog Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein bezieht das „Neue Palais“ am Wilhelminenplatz
    Nach der Hochzeit des späteren Großherzogs Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein (1837–1892) mit der englischen Prinzessin Alice von Großbritannien und Irland (1843–1878) bezogen diese 1862 zunächst das „Alte Palais“ am Luisenplatz in Darmstadt. Schon bald planten sie aber die Errichtung eines neuen Stadtpalais auf dem Gebiet des ehemaligen botanischen Gartens in Darmstadt im Bereich der ... »Details
  7. 24. März 1866: Tod des letzten Landgrafen von Hessen-Homburg
    Am 24. März 1866 verstirbt der Landgraf Ferdinand von Hessen-Homburg (1783–1866) erbenlos. Gemäß des 1864 geschlossenen Hausvertrages zwischen Hessen-Homburg und Hessen-Darmstadt fällt das Landgraftum an die Darmstädter Hauptlinie unter Großherzog Ludwig III. (1806–1877) heim. Darmstadt erhält auch die Saline in Bad Nauheim. Am 12. August 1866 verhindert Zar Alexander II. von Russland ... »Details
  8. Juni 1866: Die Annexion Kurhessens durch Preußen
    Ursache des Preußisch-Österreichischen Krieges, der auch als zweiter Deutscher Einigungskrieg bezeichnet wird, war die Konkurrenz der beiden Mächte Österreich und Preußen innerhalb des Deutschen Bundes. Preußen strebte eine Neugestaltung des Bundes als Bundesstaat an, was von Österreich abgelehnt wurde. Die Verschärfung der Spannungen zwischen Österreich und Preußen hatten bereits im ... »Details
  9. 19. Juni 1866: Preußische Soldaten rücken in Kassel ein
    Am 16. Juni 1866 besetzen preußische Truppen unter Generalleutnant Gustav von Beyer (1812–1889) Kurhessen von Wetzlar aus, rücken am 19. Juni 1866 in das unverteidigte Kassel ein, internieren Kurfürst Wilhelm I. (1802–1875) im Schloss Wilhelmshöhe und bringen ihn als Kriegsgefangenen am 23 Juni 1866 nach Stettin. Am 14. Juni 1866 folgt eine Bundesmobilmachung, nach einem Antrag ... »Details
  10. 23. Juni 1866: Kurfürst Friedrich Wilhelm wird als Kriegsgefangener abgeführt
    Am 23. Juni 1866 wird der hessische Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) nach Stettin abgeführt. Der Kasseler Kurfürst galt dabei als Kriegsgefangener.(StH) ... »Details