Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 18. Januar 1952: Weine der Staatsweingüter erzielen guten Preis
    Die Weine des Jahrgangs 1950 der Vereinigung Rheingauer Weingüter in Eltville und Kloster Eberbach erzielen während der dreitägigen Versteigerung sehr gut Preise. Der Direktor der Staatsweingüter ist überrascht, dass die 1950er Weißweine am ersten Tag im Durchschnitt 2.200 DM pro Halbstück, am zweiten 1.950 DM und am dritten 1.890 DM; die 1949er kosten am ersten Tag im Durchschnitt 2.010 ... »Details
  2. 20. Januar 1952: Staatsgerichtshof lehnt Antrag der FDP-Fraktion ab
    Der Staatsgerichtshof lehnt den Antrag der FDP-Fraktion ab, das Verfahren um Artikel 41 (den sogenannten Sozialisierungsartikel) der Hessischen Verfassung wieder aufzunehmen.(MB) ... »Details
  3. 22. Januar 1952: Ministerpräsident Zinn erkrankt
    Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) erkrankt an einer Venenentzündung. Daher muss er eine 14-tägige Pause einhalten, aufgrund derer der Ältestenrat des Hessischen Landtages die für den 24. Januar angesetzte Sonderverhandlung zu Fragen der Flüchtlingsunterbringung, dem Sonne-Plan, ausgesetzt hat.(MB) ... »Details
  4. 23. Januar 1952: Vereidigung der neuen Mitglieder des Staatsgerichtshof im Landtag
    Im Hessischen Landtag werden zu Beginn der 19. Plenarsitzung die Mitglieder des Staatsgerichtshof vereidigt. Landgerichtspräsident Dr. Erich Lewinski (1899–1956) aus Kassel wurde wieder zum Vizepräsidenten und Landgerichtsdirektor Dr. Otto Nickel (geb. 1898) aus Wiesbaden zum Richter des Staatsgerichtshof wieder gewählt. Die Vereidigung führt der Präsident des Staatsgerichtshofes, Dr. Karl ... »Details
  5. 23. Januar 1952: Hessischer Landtag verabschiedet Gesetzentwurf über Landkreisgrenzenänderung
    Der Hessische Landtag verabschiedet nach der dritten Lesung den Gesetzentwurf über die Änderung der Grenzen in den Landkreisen Melsungen und Fritzlar-Homberg im Kasseler Regierungsbezirk.(MB) ... »Details
  6. 23. Januar 1952: Landtag überweist Gesetzentwurf über Familienstiftungen an Ausschuss
    Im Hessischen Landtag wird der Gesetzentwurf über Familienstiftungen an den zuständigen Rechtsausschuss überwiesen.(MB) ... »Details
  7. 23. Januar 1952: Landtag überweist Gesetzentwurf über hessisches Ortsgerichtsgesetz an Ausschuss
    Der Hessische Landtag überweist den Gesetzentwurf über ein hessisches Ortsgerichtsgesetz an den zuständigen Rechtsausschuss.(MB) ... »Details
  8. 23. Januar 1952: Landtag überweist Gesetzentwurf über hessisches Bergrecht an Ausschuss
    Vom Hessischen Landtag wird der Gesetzentwurf zu einem hessischen Bergrecht an den zuständigen Rechtsausschuss übergeben.(MB) ... »Details
  9. 23. Januar 1952: Antrag der CDU-Fraktion zum Schulwesen
    Von der CDU-Landtagsfraktion wird ein Antrag eingereicht, der die Erlasse des Kultusministeriums zur Förderung des ländlichen Schulwesens einschränken will. Der Erlass sieht vor, dass sogenannte Zwergschulen (Einklassenschulen) zugunsten von Zentralschulen abgeschafft werden. Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) betont, dass die Pläne der Regierung im Sinne der Verbesserung der ... »Details
  10. 23. Januar 1952: Antrag des Bundes der Heimatvertriebenen und Entrechteten zum Holzpreis
    Der Bund der Heimtavertriebenen und Entrechteten stellt im Hessischen Landtag den Antrag, dass die Landesregierung Maßnahmen gegen das Ansteigen des Holzpreises treffen soll. Die Holzpreise seien zu hoch und daher „Wucher“.0=So der Abgeordnete Anton Jatsch#6820: Ein Ansteigen der Holzpreise zum Beispiel bei Nadelschnittholz von 140 bis 160 DM auf 245 bis 265 DM und mehr je Kubikmeter oder bei ... »Details
  11. 25. Januar 1952: Neue Landkreisordnung für Hessen verabschiedet
    Der Kommunalpolitische Ausschuss des Hessischen Landtags hat die Beratungen über die neue hessische Landkreisordnung beendet. Von der SPD wurde die neue Ordnung, die durch den Ausschuss verändert worden ist, angenommen. CDU und FDP lehnten die Vorlage ab und der Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten enthielt sich seiner Stimme. Die neue Ordnung sieht vor, dass der Landrat künftig ... »Details
  12. 29. Januar 1952: Hessen will beim Bundesverfassungsgericht gegen Verteidigungsbeitrag klagen
    Das hessische Kabinett beschließt, dass das Land beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen den deutschen Verteidigungsbeitrag einreichen wird, da die Bundesregierung diesen durch ein einfaches Bundesgesetz beschließen will. Dieser Beschluss wird auch mit Blick auf die Regierungserklärung von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) vom 10. Januar 1951 gefasst.(MB) ... »Details
  13. 30. Januar 1952: Hessischer Elternbeirat reicht Klage gegen den hessischen Kultusminister ein
    Gegen den hessischen Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) wird von der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Elternbeiräte vor dem Verwaltungsgericht des Landes Klage eingereicht. Die zentrale Forderung der Eltern ist die Aussetzung des „Sexta-Erlasses“. Bis zum 18. Januar 1952 hatten die Eltern die Änderung des Erlasses gefordert. Sie sehen durch diesen Erlass Artikel 2 des ... »Details
  14. 31. Januar 1952: Polizei durchsucht Wohnungen kommunistischer Funktionäre
    In ganz Hessen werden im Rahmen einer Polizeiaktion auch die Privatwohnungen kommunistischer Funktionäre durchsucht. Der stellvertretende Innenminister Dr. Erich Schuster (geb. 1898) begründet diese Maßnahme mit Verweis darauf, dass die Wohnungen als „Nebenräume der kommunistischen Landesleitung“ anzusehen sind. In diesen sei auch „verdächtiges Material“ gelagert worden. Zudem habe ... »Details
  15. Februar 1952: Stellungnahme des Kultusministers zum FDP-Antrag bezüglich des Sexta-Erlaßes
    Im Wiesbadener Landtag nimmt Kultusminister Ludwig Metzger Stellung zum Dringlichkeitsantrag der FDP, der den Sexta-Erlaß der Regierung zum Inhalt hatte. Metzger stellt heraus, dass das Ministerium an diesem Erlass festhalten werde und kritisiert, dass von allen Seiten gegen diesen Erlass gehetzt werden würde. Die Note von 2,5 sei als Aufnahmekriterium für die höhere Schule unerlässlich, da ... »Details
  16. Februar 1952: Ministerium veröffentlicht Kommentar zur Lernmittelfreiheit
    Das hessische Ministerium für Erziehung und Volksbildung gibt in seinem Amtsblatt einen offiziellen Kommentar zur Lernmittelfreiheit. Die Veröffentlichung des Ministeriums ist vermutlich als Reaktion auf die Kritik der Eltern zu sehen, dass die von der Verfassung garantierte Lernmittelfreiheit bisher nicht vollständig verwirklicht worden ist. Allerdings sieht das Ministerium Artikel 59, Satz 2 ... »Details
  17. 1. Februar 1952: Hessisches Kabinett beschließt Ausführungsbestimmungen für Sozialisierung
    Das hessische Kabinett beschließt Ausführungsbestimmungen – das Überleitungs-und Entschädigungsgesetz – für die Artikel 39 bis 41 der hessischen Verfassung. Diese Artikel haben die Sozialisierung von Eigentum zum Gegenstand. Das Gesetz sieht vor, dass Sozial- oder Landesgemeinschaften, Gemeinden und Gemeindeverbände oder juristische Personen des privaten bzw. des öffentlichen Rechts, an ... »Details
  18. 5. Februar 1952: Wirtschaftsmininsterium fordert die komplette Enteignung von Buderus in Wetzlar
    Aufgrund der Ausführungsbestimmungen, die vom Hessischen Kabinett bezüglich der Sozialisierungsartikel der hessischen Verfassung gefasst worden sind, fordert der Ministerialdirektor des Wiesbadener Wirtschaftsministeriums, dass die Buderus-Werke in Wetzlar sozialisiert werden müssen. Bislang befindet sich nur ein Teil des Betriebes in Gemeineigentum. Sollten sich die Landesregierung und die ... »Details
  19. 6. Februar 1952: Hessische Landesregierung richtet Protestschreiben an den Bundesrat
    Im Namen der hessischen Landesregierung richtet der Bevollmächtigte des Landes beim Bundesrat ein Protestschreiben an diesen. Anlass des Schreiben war das Bulletin des Bundespresseamtes, dass eine einstimmige Annahme des Schuman-Planes im Bundesrat verkündete; auch die SPD-geführten Länder würden dem Plan zustimmen. Die hessische Landesregierung kritisiert in ihrem Schreiben diese Nachricht: ... »Details
  20. 6. Februar 1952: Wirtschaftsministerium gibt Pressekonferenz wegen Richtigstellung des Buderus-Plans
    Das Hessische Wirtschaftsministerium gibt aufgrund der Meldungen, die Regierung plane aufgrund des Artikel 41 der Verfassung die Sozialisierung der Buderus-Werke, eine Pressekonferenz. Hierbei wird richtig gestellt, dass die Pläne der Regierung nicht auf die gesamten Buderus-Werke bezogen waren, sondern nur auf den bereits sozialisierten Teil. Nur bei diesem solle eine Prüfungen erfolgen, welche ... »Details
  21. 13. Februar 1952: Innerkirchliche Kritik an der Moskaureise Pastor Niemöllers
    Auf einer Tagung der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau kritisiert der Synodale Siegfried Erbslöh (1888–1968) die Moskaureise und die Reden von Kirchenpräsident Martin Niemöller (1892–1984) scharf. Er beantragt, die Synode solle Niemöller auffordern, die Entschließung der Synode vom November 1951 zu beachten, als Amtsträger der Kirche politische Äußerungen zu ... »Details
  22. 14. Februar 1952: Kommunalpolitischer Ausschuss beschließt neue Gemeinde- und Kreisordnung
    Mit den Stimmen der SPD hat der Kommunalpolitische Ausschuss des Hessischen Landtags die neue Gemeinde- und Kreisordnung, die allerdings beide abgeändert wurden, beschlossen. CDU und FDP stimmten gegen beide Ordnungen, der Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten enthielt sich der Stimme.(MB) ... »Details
  23. 14. Februar 1952: Kommunalpolitischer Ausschuss beschließt Sonderregelung für Bad Homburger Bürgermeister
    Der Kommunalpoltische Ausschuss des Hessischen Landtags räumt der Stadt Bad Homburg eine Sonderregelung ein. Der Beschluss sieht vor, dass der oberste Gemeindebeamte der Stadt aus historischen Gründen die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister führen soll, obwohl dieser erst in Gemeinden ab 30.000 Einwohnern geführt werden darf. Gestellt wurde der Antrag von der FDP.(MB) ... »Details
  24. 14. Februar 1952: Frankfurter AStA lädt zu Debatte über deutschen Verteidigungsbeitrag
    Der Frankfurter Allgemeine Studierenden-Ausschuss lädt den Marburger Professor Wolfgang Abendroth (1906–1985) sowie den Referenten Axel von dem Bussche (1919–1993) aus der „Dienststelle Blank“0=Die Dienststelle Blank war von 1950 bis 1955 Vorgängerinstitution des Bundesministeriums der Verteidigung. Ihren Namen erhielt sie nach dem ersten Behördenleiter Theodor Blank (1905–1972), der ... »Details
  25. 15. Februar 1952: FDP bezieht Stellung gegen die Ausführungsbestimmungen zur Sozialisierung
    Die hessische FDP bezieht in einer Erklärung Stellung gegen die von der sozialdemokratisch geführten Regierung vorgestellten Ausführungsbestimmungen zu Artikel 41 der hessischen Verfassung. Besonders kritisiert die Partei, dass in diesem rasch zusammengestellten Bestimmungen nicht eindeutig festgehalten sei, welche Objekte in Gemeingut übergehen sollen. Diese müsse nach Meinung der FDP ... »Details
  26. 21. Februar 1952: Landtag stimmt Gesetzentwurf zu Familienstiftungen zu
    Der Hessische Landtag nimmt einstimmig den Gesetzentwurf zu Familienstiftungen an. Nach dem neuen Gesetz ist der Verkauf von land- und forstwirtschaftlichem Besitz aus Fideikommissen bis zum 31. Dezember 1954 möglich.(MB) ... »Details
  27. 21. Februar 1952: CDU beantragt Unterhaltszuschüsse für Referendare
    Die CDU beantragt im Hessischen Landtag die Gewährung von Unterhaltszuschüssen für Referendare. Begründet wird der Antrag durch den Abgeordneten Hans Wagner (1915–1996; CDU), an der Debatte beteiligen sich die Abgeordneten Fritz Czermak (1894–1966; BHE), Fritz Geißler (1903–1960; FDP), Eitel Oskar Höhne (1922–1998; SPD) und Albert Wagner (1885–1974; SPD) sowie für die ... »Details
  28. 22. Februar 1952: Länderinnenmininster fordern Neuregelungen der Autokennzeichen
    Die Innenminister der Länder lehnen das von der Bundesregierung vorgelegte Konzept zur Vergabe von Autokennzeichen ab und stellen ein eigenes Konzept vor. Hierbei sollen verschiedene Bezirke eines Landes eine zweistellig Buchstabennummer erhalten. Der erste Buchstabe soll im jeweiligen Bundesland einheitlich sein. Ebenso sind für jede Fahrzeugart besondere Kennziffern geplant. Jedes Kennzeichen ... »Details
  29. 25. Februar 1952: Neue Gemeinde- und Landkreisordnung
    Die neue Gemeinde- und Landkreisordnung ersetzt mit dem Grundsatz der konsequenten kommunalen Selbstverwaltung die provisorischen Ordnungen von 1945/46.(OV) ... »Details
  30. 28. Februar 1952: Haushaltsausschuss billigt die Anrechnung des Kriegsdienstes auf Besoldungsalter
    Der Haushaltsausschuss des Hessischen Landtages billigt die Anrechnung des Kriegsdienstes auf das Diätendienst- und das Besoldungsalter. Damit soll eine Benachteiligung der Frontsoldaten ausgeschlossen werden. Bislang wurde diese Anrechnung durch das Gesetz 34 der Militärregierung verhindert.(MB) ... »Details
  31. 29. Februar 1952: Zinn tritt Erholungsurlaub an
    Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) tritt nach seiner Venenerkrankung einen dreiwöchigen Erholungsurlaub im Schwarzwald an. Ende März wird er die Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Dann soll die Klage Hessens gegen die Regelung des deutschen Verteidigungsbeitrages durch einfaches Bundesgesetz beim Bundesverfassungsgericht eingereicht werden.(MB) ... »Details
  32. März 1952: Kein Verbot von Veit Harlan-Filmen in Hessen
    Die hessische Regierung gibt bekannt, dass es kein generelles Verbot der Filme Veit Harlans in Hessen geben wird. Sofern für die öffentliche Ruhe und Ordnung keine Gefährdung entstehe, können die Filme aufgeführt werden. Ein Verbot könnte zudem auch Schadensersatzklagen nach sich ziehen.(MB) ... »Details
  33. März 1952: Erste Lesung der Ausführungsbestimmungen zu Artikel 41 der hessischen Verfassung
    Im Hessischen Landtag findet die erste Lesung über die von der Regierung vorgelegten Ausführungsbestimmungen zu Artikel 41 der hessischen Verfassung statt. Wirtschaftsminister Heinrich Fischer (1895–1973) erläutert in Grundzügen die Bestimmungen. Da er seine Ausführung mit Die Sozialdemokratie... beginnt, entsteht wirft die CDU die Frage auf, ob er aus Sicht der Regierung oder aus Sicht ... »Details
  34. 4. März 1952: Hausfrauenvereine fordern Vereinheitlichung der Ausbildung von Haushaltshilfen
    Der Landesverband der hessischen Hausfrauenvereine bildet am Ende einer zweitägigen Tagung eine Kommission, die die Vereinheitlichung der Haushaltshilfenausbildung erarbeiten soll. Eine einheitliche Berufsbezeichnung, ein einheitlicher Abschluss sowie die Vergabe einheitlicher Zeugnisse stehen hierbei im im Vordergrund. Bislang werden in Hessen in Marburg und Lauterbach hauswirtschaftliche Lehre ... »Details
  35. 5. März 1952: Neuer Fraktionsvorstand der SPD gewählt
    Die SPD-Fraktion des Hessischen Landtages wählt die Abgeordneten Ludwig Bodenbender (1891–1962), Willi Wittrock (1898–1966), Hans Sudheimer (1920–1987) und Minister a.D. Albert Wagner (1885–1974) in den Fraktionsvorstand. Bodenbender ist der neue Vorsitzende. Nicht mehr dem Fraktionsvorstand gehört der frühere Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967) an.(MB) ... »Details
  36. 8. März 1952: Erster hessischer Landesparteitag der „Deutschen Partei“ in Frankfurt
    In Frankfurt am Main findet der erste Landesparteitag des 1951 gegründeten hessischen Landesverbands der nationalkonservativ ausgerichteten Deutschen Partei (DP) statt. ... »Details
  37. 12. März 1952: Landtagsdebatte über Ausführungsbestimmungen zu Sozialisierungsartikeln
    Im Hessischen Landtag steht erneut die Sozialisierung im Fokus. Gegenstand der Debatte sind die von Regierung vorgelegten Ausführungsbestimmungen zu den Sozialisierungsartikeln 39 bis 41 der hessischen Verfassung. Wirtschaftsminister Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) weist daraufhin, dass die Bestimmungen große wirtschaftliche Machtballungen verhindern und damit den Frieden sichern. Zudem ... »Details
  38. 13. März 1952: Kabinett verabschiedet Haushalt für das Rechnungsjahr 1952/53
    Dem Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1952/52 des hessischen Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) stimmt das Kabinett zu. 1,39 Milliarden DM sind an Einnahmen und Ausgaben vorgesehen, wobei dem ordentlichen Haushalt 1,3 Milliarden DM und dem außerordentlichen Haushalt 75 Millionen DM zugeschlagen werden. Aus dem ordentlichen Haushalt sollen 53 Millionen DM zu Deckung der ... »Details
  39. 13. März 1952: Landtag gewährt Privatschulen weiterhin Unterichts- und Lernmittelfreiheit
    Nach der ersten, zweiten und dritten Lesung verabschiedet der Hessische Landtag einstimmig das Zweite Gesetz zur Änderung des Gesetzes über Unterrichtsgeld- und Lernmittelfreiheit an Privatschulen. Damit bleibt die Befreiung von diesen Geldern an den betroffenen Privatschulen in Hessen über den 31. März 1952 heraus unbefristet bestehen.(MB) ... »Details
  40. 13. März 1952: Erste Lesung der Änderungen des Gesetzes zur Trümmerbeseitigung im Hessischen Landtag
    Im Hessischen Landtag findet die Erste Lesung der Änderungen des Gesetzes zur Trümmerbeseitigung statt. Das bestehende Trümmerbeseitigungsgesetz stammt vom 21. Dezember 1949. Das neue Gesetz sieht vor, dass Mehrkosten bei der Trümmerbeseitigung auf Grundbesitzer umgelegt werden. Der Frankfurter Oberbürgermeister Dr. h.c. Walter Kolb (1902–1956; SPD) verteidigt diese Änderung im Landtag und ... »Details
  41. 13. März 1952: Hessisches Kultusministerium will für bessere Lehrerbesoldung eintreten
    Im Hessischen Landtag werden die Anträge der CDU und der FDP beraten, die eine Verbesserung der Lehrerbesoldung zum Inhalt haben. Der Ministerialdirektor des hessischen Kultusministeriums kündigt an, dass Hessen bei Ständigen Konferenz der Bundesminister auf eine neue einheitliche Lehrerbesoldung für das gesamte Bundesgebiet eintreten werde. Zudem werde Hessen versuchen, die Lehrerbesoldung zu ... »Details
  42. 13. März 1952: Landtag tritt für Rhein-Main Flughafen als Luftverkehrszentrum ein
    Der Hessische Landtag fordert von der Landesregierung, sich für den Rhein-Main Flughafen als zentrales Luftverkehrszentrum der Republik einzusetzen. Das ergebe sich schon aus seiner geografischen und verkehrspolitischen Lage. Auch der Frankfurter Oberbürgermeister Walter Kolb (1902–1956; SPD) betont, dass der Frankfurter Flughafen, verglichen mit den anderen Flughäfen deutscher Großstädte, ... »Details
  43. 13. März 1952: Hessischer Landtag verabschiedet Besoldungs-Anpassungsgesetz
    Der Hessische Landtag verabschiedet ein neues Besoldungs-Anpassungsgesetz. Der Block der Heimatvertriebenen stimmte im Gegensatz zu den übrigen Parteien gegen das Gesetz. Mit dem Gesetz wird die bereits angewandte 20 % Erhöhung der Grundgehälter rechtens. Ebenso wird für die Gewährung einer Pension nun eine Dienstzeit von zehn Jahren angesetzt. Ausgenommen von dieser Regelung sind ... »Details
  44. 18. März 1952: FDP beantragt Wiederaufnahme des Verfahrens um Artikel 41 beim Staatsgerichtshof
    Die FDP beantragt beim Hessischen Staatsgerichtshof die Wiederaufnahme des Verfahrens um Artikel 41 der Verfassung. Die Partei begründet ihren abermaligen Vorstoß beim Staatsgerichtshof mit den Stenographischen Protokollen des Verfassungsausschusses. Zudem benennt die Zeugen, die bestreiten, dass der im Volksentscheid genannte Wortlaut des Artikel 41 jemals in der Verfassungberatenden ... »Details
  45. 19. März 1952: Hessische Landesregierung hält Wehrklage für zulässig
    Die hessische Landesregierung hält die Feststellungsklage zum beabsichtigten Wehrgesetz für zulässig. Das Bundesverfassungsgericht hatte an alle Landesregierungen die Klage zugeleitet, mir der Bitte um Antwort über die jeweilige Regierungshaltung zur Klage.(MB) ... »Details
  46. 22. März 1952: Absturz eines Passagierflugzeugs der niederländischen KLM über dem Frankfurter Stadtwald
    Gegen 10:50 Uhr stürzt eine viermotorige Propeller-Maschine vom Typ Douglas DC 6 der Königlich-Niederländischen Luftverkehrsgesellschaft (KLM) in den Frankfurter Stadtwald. Bei dem Unglück kommen 45 Menschen ums Leben, 36 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder. Die Unglücksstelle liegt nur etwa acht Kilometer vom Frankfurter Stadtzentrum entfernt. Eine holländische Stewardess und eine ... »Details
  47. 28. März 1952: Pressefahrt durch Nordhessen soll wirtschaftliche Lage der Region zeigen
    Die nordhessische Region leidet unter hoher Arbeitslosigkeit. Besonders der Kreis Frankenberg hat aufgrund großer Flüchtlingszahlen eine hohe Arbeitslosigkeit. Allerdings finden sich erste Ansätze für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage durch gezielte Unternehmensansiedlungen. Diese guten Beispiele werden der Presse während einer Tour durch die nordhessische Landschaft gezeigt. ... »Details
  48. 1. April 1952: Einrichtung eines Pädogogischen Seminars an der Universität Marburg
    An der Philosophischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg wird ein Seminar für Pädagogik eingerichtet. Direktorin wird Elisabeth Blochmann (1892–1972), eine Schülerin des Marburger Philosophen und Pädagogen Paul Natorp (1854–1924). Elisabeth Blochmann ist mit ihrer Ernennung die erste Pädagogik-Professorin in Deutschland.(MB) ... »Details
  49. 2. April 1952: Hessischer Haushalt im Landtag vorgestellt
    Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) legt dem Parlament den Haushalt für 1952 vor. 1,317 Milliarden DM sind an Einnahmen und Ausgaben vorgesehen. Der außerordentliche Haushalt beträgt 75,6 Millionen DM. 52,4 Millionen DM des ordentlichen Haushalts sind für die Teildeckung der Fehlbeträge aus den Jahren 1945 und 1950 vorgesehen. Der größte Teil der Ausgaben, rund 182,2 ... »Details
  50. 2. April 1952: Hessischer Staatsgerichtshof weist Wiederaufnahmeantrag der FDP ab
    Der hessische Staatsgerichtshof weist die Verfassungsklage der FDP ab. Die neu vorgelegten Beweise der FDP rechtfertigen keine Wiederaufnahme des Verfahrens. Damit ist das Urteil aus dem Jahr 1951 bestätigt. Der Präsident des Staatsgerichtshof, Dr. Karl Lehr (1881–1962), verkündet dieses Urteil. Insgesamt werden zwölf Gutachten zur Gültigkeit des Artikels zur Rate gezogen, von denen sieben ... »Details