Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 23. August 1951: Vermittlungsgespräch im Tarifkonflikt der hessischen Metallindustrie
    In Wiesbaden findet das vom hessischen Staatsminister für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) angeregte Vermittlungsgespräche zwischen den streitenden Parteien im Tarifkonflikt in der hessischen Metallindustrie statt. Fischer hatte am 20. August gegenüber der Industriegewerkschaft Metall und dem Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie eine ... »Details
  2. 25. - 26. August 1951: Erstes internationales Segelflieger-Treffen in Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkrieges
    Auf der Wasserkuppe in der Rhön findet am 25. und 26. August das erste Treffen deutscher und internationaler Segelflieger seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs statt. Die amerikanischen Behörden äußerten im Vorfeld Bedenken gegen dieses Treffen, da die Rhön nahe der Sperrzone zur DDR liegt. Dennoch wird das Treffen abgehalten und zieht etwa 40.000 Schaulustige an, die die Flugkünste der ... »Details
  3. 26. August 1951: Einweihung des ersten hessischen Dorfgemeinschaftshauses in Haldorf
    In der im Landkreis Fritzlar-Homberg gelegenen Gemeinde Haldorf wird das erste in Hessen errichtete Dorfgemeinschaftshaus feierlich eingeweiht. Das Gebäude, das nach nur fünfmonatiger Bauzeit fertiggestellt worden ist, beherbergt in seinem Obergeschoss eine Gastwirtschaft. Die allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Ortes zur Verfügung stehenden Gemeinschaftseinrichtungen umfassen zwei ... »Details
  4. 27. August 1951: Streik der hessischen Metallarbeiter
    In Hessen beginnt ein mehrwöchiger Arbeitsausstand der Metallarbeiter, nachdem die Metallarbeitgeber eine Forderung auf Erhöhung der Stundenlöhne um zwölf Pfennig auf 1,49 DM abgelehnt haben. In der Folge hatten die Mitglieder der Industriegewerkschaft Metall mit einem Abstimmungsergebnis von 88,5 Prozent den Streik befürwortet. Die Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG) beteiligt sich ... »Details
  5. 27. August 1951: Hessische Industrie- und Handelskammern gegen die Einrichtung paritätischer Wirtschaftskammern
    Die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern des Landes Hessen äußert ihre Bedenken gegen die Einrichtung paritätischer Wirtschaftskammern, wie sie von der hessischen Landesregierung in Erwägung gezogen wird. Diese neuen Kammern sollen anstelle oder neben den bisherigen Kammern agieren. Die Arbeitsgemeinschaft betont, dass der Gesetzentwurf die hessische Wirtschaftsordnung völlig ... »Details
  6. 27. August 1951: Urabstimmung der DAG-Mitglieder in der hessischen Metallindustrie
    Die Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG) führt in Zusammenhang mit dem Tarifstreit in der hessischen Metallindustrie und den von der IG Metall für die Arbeiterschaft in den Betrieben eingeleiteten Kampfmaßnahmen (Flächenstreik) eine vorsorgliche Urabstimmung durch. Die etwa 2.500 Mitglieder der Angestelltengewerkschaft in den hessischen Metallbetrieben sind aufgefordert, sich für oder ... »Details
  7. September 1951: Europäische Lehrmittelausstellung in Langen
    In Langen eröffnet Kultusminister Ludwig Metzger die Europäische Lehrmittelausstellung in Langen. Diese dauert bis zum 4. September. Verschiedene europäische Firmen stellen hier ihre Lehrmittel aus. Die Lehrmittelindustrie hofft durch eine Öffnung des Marktes eine bessere Geschäftslage zu erreichen. Deutschland leide besonders unter den hohen Ausfuhrzöllen.(MB) ... »Details
  8. 1.-4. September 1951: „Europäische Lehrmittelschau“ in Langen
    In Langen findet erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg die „Europäische Lehrmittelschau“ statt. Sie gibt einen Überblick über moderne Hilfsmittel für den Schulunterricht.(OV) ... »Details
  9. 2. September 1951: Zinn beginnt Schlichtungsverhandlungen im Metallarbeiterstreik
    Im Wiesbadener Metallarbeiterstreik wird Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) die Schlichtungsverhandlungen zwischen der Industriegewerkschaft Metall in Hessen und dem Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie vorsitzen. Während der Verhandlungen wird der Streik nicht weiter ausgedehnt, aber in den bereits bestreikten Gebieten fortgesetzt.(MB) ... »Details
  10. 3. September 1951: Hessisches Finanzministerium antwortet Bund der Steuerzahler
    Das hessische Finanzministerium antwortet durch ein Schreiben des Ministerialdirektors Dr. Herbert Lauffer (1900–1980) dem Bund der Steuerzahler in Hessen. In diesem wird hervorgehoben, dass Hessen keinesfalls zu viele Gelder Personal- und Dienstwagen ausgebe, sondern das der Bund der Steuerzahler falsche Summen berechnet habe. Zudem habe der Bericht die Vielfältigkeit der Aufgaben der ... »Details
  11. 6. September 1951: Ministerpräsident Zinn informiert über Ergebnisse der Metallstreikverhandlungen
    Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) gibt einen kurzen Stand über die Verhandlungen im Metallarbeiterstreik. Bislang sind die Verhandlungen zwischen der Industriegewerkschaft Metall und dem Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie gescheitert. Daher wird durch Zinn ein letzter Schlichtungsversuch unternommen. Zinn betont im Anschluss an das ... »Details
  12. 6. September 1951: Ausdehnung des Metallstreiks in Hessen
    Die Industriegewerkschaft Metall dehnt ihre Arbeitsniederlegungen auch auf die Stadt Kassel und die Opelwerke aus. Insgesamt sind in Kassel rund 16.000 Arbeiter im Ausstand. Besonders betroffen sind die Firmen Henschel, Wegmann sowie die Waggonfabrik Gredè. Ebenso treten die Arbeiter der Rüsselsheimer Opelwerke in den Streik.(MB) ... »Details
  13. 7. September 1951: Neue Schlichtungsordnung für Hessen
    Das hessische Arbeitsministerium berät über den Entwurf einer neuen Schlichtungsordnung für Hessen. Anlass sind die Streiks in der hessischen Metallindustrie.(MB) ... »Details
  14. 10. September 1951: Hessische Staatskanzlei greift nicht in Verfahren zur Schlichtungsordnung ein
    Die Hessische Staatskanzlei gibt nach Gesprächen des Ministerpräsidenten mit dem Minister für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft und mit Vertretern der Deutschen Angestelltengewerkschaft bekannt, dass die Regierung keine Maßnahmen zu einer staatlichen Schlichtung treffen werde. Vielmehr wolle man den Ausgang der Verhandlungen zwischen Arbeitsminister, Arbeitgebern und Gewerkschaften ... »Details
  15. 12. September 1951: Fortführung der Schlichtungsgespräche im Metallarbeiterstreik
    Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) gibt in einer Erklärung vor dem Hessischen Landtag bekannt, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften ihre Schlichtungsgespräche im Metallarbeiterstreik am morgigen Tag wieder aufnehmen werden. Verhandelt wird an einem neutralen Ort.(MB) ... »Details
  16. 12. September 1951: Hessen will Kohlenversorgung der Bevölkerung im Winter sichern
    Der Hessische Landtag billigt einstimmig einen Antrag der Fraktion des Blocks der Heimatvertriebenen, der die Versorgung der Bevölkerung mit Kohlen zum Inhalt hat. Da ein strenger Winter bevorsteht, soll die Kohlenversorgung für den Verbraucher sichergestellt sein.(MB) ... »Details
  17. 13. September 1951: Verschärfung im Metallarbeiterstreik
    Der Arbeitskampf in der Metallbranche verschärft sich. Bei den Opelwerken in Rüsselsheim und bei den MAN-Werken in Mainz-Gustavsburg kommt es zu Zwischenstößen zwischen den Streikenden, die die Werktore versperren, und der Polizei. Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) erscheint am Vormittag persönlich bei den MAN-Werken, um die Lage zu entschärfen. Erst nach stundenlangen ... »Details
  18. 16. September 1951: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Albert Schweitzer
    Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wird der erstmals vergebene Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an den Arzt und Theologen Albert Schweitzer (1875–1965) verliehen. Die Preisverleihung findet in der „bis auf den letzten Platz gefüllten“ Frankfurter Paulskirche statt. Die Laudatio hält Bundespräsident Theodor Heuss (1884–1963). ... »Details
  19. 19. September 1951: Erstes Verdienstkreuz in Hessen an einen Bergmann
    Als erstem Deutschen verleiht Bundespräsident Theodor Heuss (FDP; 1884–1963) dem Bergmann Franz Brandl (1926–2008) aus Sontra das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für die Rettung zweier Kollegen bei einem Bergwerksunglück.(OV) ... »Details
  20. 19. September 1951: Vermittlungsvorschlag im Metallarbeiterstreik fertiggestellt
    Im hessischen Metallarbeiterstreik stellt der Vermittlungsausschuss seinen Vermittlungsvorschlag fertig und übergibt diesen, nachdem er einstimmig im Ausschuss angenommen wurde, an Arbeitgeber und Gewerkschaften. Der Vorschlag beinhaltet eine Lohnerhöhung von drei Pfennig je Stunde für die Metallarbeiter, ferner eine Sozialbeihilfe von einem Pfennig je Familie und zwei Pfennig je Kind, sowie ... »Details
  21. 19. September 1951: Keine staatliche Sektkellerei auf Staatsdomäne im Rheingau
    Nach langen Verhandlungen zwischen der hessischen Regierung und deutschen Sektherstellern nimmt die hessische Landesregierung Abstand von ihrem Plan, auf der Staatsdomäne Rheingau eine staatliche Sektkellerei einzurichten. Die Trauben der Staatsdomäne gehen weiterhin an die Sektproduzenten.(MB) ... »Details
  22. 22. September 1951: Beendigung des Streiks der hessischen Metallarbeiter
    Der seit 27. August andauernde Streik der hessischen Metallarbeiter wird durch die Annahme eines am 19. September in Schönberg angenommenen Vermittlungsvorschlags beendet. Der Vermittlungsvorschlag sieht vor, dass die Tariflöhne der Metallarbeiter um durchschnittlich drei Pfennige pro Stunde erhöht werden. Als Sozialzulage sollen für den Hausstand ein Pfennig und für jedes Kind zwei Pfennige ... »Details
  23. 23. September 1951: Kommunisten rufen zur Fortsetzung des Metallarbeiterstreiks auf
    In der „Sozialistischen Volkszeitung“ rufen die hessischen Kommunisten zur Fortsetzung des Arbeitskampfes in der Metallbranche auf. Sie fordern eine Lohnerhöhung von zwölf Pfennig. Damit richtet sie sich direkt gegen das Schlichtungsergebnis aus Schönberg. Die Zeitung tritt mit dieser Forderung nach ihrem dreimonatigen Verbot erstmals wieder in Erscheinung.(MB) ... »Details
  24. 28. September 1951: Hausfrauenverband rät zur Einschränkung des Fleischverbrauchs
    Der Anstieg der Lebensmittelpreise und Jugendarbeitslosigkeit bestimmen die Diskussion. In Frankfurt am Main lädt der Hausfrauenverband zu einer öffentlichen Diskussion über die „Situation auf dem Fleischmarkt“ ein.(OV) ... »Details
  25. 8. Oktober 1951: Überschuss im hessischen Haushalt
    Das hessische Finanzministerium teilt mit, dass der Haushalt im September einen Überschuss von 61 Millionen DM aufweise. Einnahmen in Höhe von 169,3 Millionen DM, die aus unterschiedlichsten Steuern und Einnahmen stammen, stehen Ausgaben in Höhe von 108,3 Millionen DM gegenüber.(MB) ... »Details
  26. 10. Oktober 1951: Zweites hessisches Entnazifizierungsgesetz verabschiedet
    Der Hessische Landtag verabschiedet mit den Stimmen der SPD das zweite hessische Entnazifierungsgesetz. Die CDU-Fraktion enthält sich, BHE und FDP stimmen dagegen. Das Gesetz sieht vor, dass Personen der Gruppe I und II keinen Berufsbeschränkungen mehr unterliegen. Allerdings dürfen sie nicht als Lehrer, Prediger, Redakteur oder Rundfunkkommentator tätig sein.(MB) ... »Details
  27. 11. Oktober 1951: Zinnkann berichtet über hessische Bürger in ausländischer Gefangenschaft
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) gibt im Landtag bekannt, dass noch immer 245 hessische Bürger in ausländischer Haft sitzen. 183 von ihnen sitzen im Ausland,0=Diese verteilen sich wie folgt: 68 in der Tschechoslowakei, 36 in Polen, 35 in Frankreich und 34 in Jugoslawien. Die übrigen sind in der Niederlande (1), in Belgien, Norwegen und Dänemark (je zwei) sowie ... »Details
  28. 17. Oktober 1951: Amerikaner bewerten sechs Jahre Hessen
    Zum sechsten Jahrestag der ersten Ernennung einer hessischen Regierung spricht Landeskommissar James R. Newman (1902–1964) auf dem Staatsempfang. In seiner Rede kritisiert er die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, vor allem die gesunkene Produktivität und Löhne. Hingegen hob er die amerikanische Form des Kapitalismus positiv hervor, der den Lebensstandard erhöhe und dadurch eine gesunde ... »Details
  29. 21. Oktober 1951: Verleihung des Georg-Büchner-Preis an Gottfried Benn
    Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis an den Dichter und Essayist Gottfried Benn (1886–1956). ... »Details
  30. 24. Oktober 1951: Hessen wird im Bundesrat weiterhin Höchstpreise fordern
    Die hessischen Vertreter im Bundesrat werden dort auch weiterhin eine Festlegung von Höchstpreisen für Vieh, Fleisch und Lebensmittel fordern. Hessen will damit die finanziellen Belastungen für die Verbraucher eindämmen. Zudem sind zuvor ähnliche Maßnahmen für die Erzeuger der Lebensmittel und für die Viehhalter getroffen worden.(MB) ... »Details