Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 1950
- 1951
- 1952
- 1953
- 1954
- 1955
- 1956
- 1957
- 1958
- 1959
- 23. August 1951: Vermittlungsgespräch im Tarifkonflikt der hessischen Metallindustrie
In Wiesbaden findet das vom hessischen Staatsminister für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) angeregte Vermittlungsgespräche zwischen den streitenden Parteien im Tarifkonflikt in der hessischen Metallindustrie statt. Fischer hatte am 20. August gegenüber der Industriegewerkschaft Metall und dem Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie eine ... »Details - 25. - 26. August 1951: Erstes internationales Segelflieger-Treffen in Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkrieges
Auf der Wasserkuppe in der Rhön findet am 25. und 26. August das erste Treffen deutscher und internationaler Segelflieger seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs statt. Die amerikanischen Behörden äußerten im Vorfeld Bedenken gegen dieses Treffen, da die Rhön nahe der Sperrzone zur DDR liegt. Dennoch wird das Treffen abgehalten und zieht etwa 40.000 Schaulustige an, die die Flugkünste der ... »Details - 26. August 1951: Einweihung des ersten hessischen Dorfgemeinschaftshauses in Haldorf
In der im Landkreis Fritzlar-Homberg gelegenen Gemeinde Haldorf wird das erste in Hessen errichtete Dorfgemeinschaftshaus feierlich eingeweiht. Das Gebäude, das nach nur fünfmonatiger Bauzeit fertiggestellt worden ist, beherbergt in seinem Obergeschoss eine Gastwirtschaft. Die allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Ortes zur Verfügung stehenden Gemeinschaftseinrichtungen umfassen zwei ... »Details - 27. August 1951: Streik der hessischen Metallarbeiter
In Hessen beginnt ein mehrwöchiger Arbeitsausstand der Metallarbeiter, nachdem die Metallarbeitgeber eine Forderung auf Erhöhung der Stundenlöhne um zwölf Pfennig auf 1,49 DM abgelehnt haben. In der Folge hatten die Mitglieder der Industriegewerkschaft Metall mit einem Abstimmungsergebnis von 88,5 Prozent den Streik befürwortet. Die Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG) beteiligt sich ... »Details - 27. August 1951: Hessische Industrie- und Handelskammern gegen die Einrichtung paritätischer Wirtschaftskammern
Die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern des Landes Hessen äußert ihre Bedenken gegen die Einrichtung paritätischer Wirtschaftskammern, wie sie von der hessischen Landesregierung in Erwägung gezogen wird. Diese neuen Kammern sollen anstelle oder neben den bisherigen Kammern agieren. Die Arbeitsgemeinschaft betont, dass der Gesetzentwurf die hessische Wirtschaftsordnung völlig ... »Details - 27. August 1951: Urabstimmung der DAG-Mitglieder in der hessischen Metallindustrie
Die Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG) führt in Zusammenhang mit dem Tarifstreit in der hessischen Metallindustrie und den von der IG Metall für die Arbeiterschaft in den Betrieben eingeleiteten Kampfmaßnahmen (Flächenstreik) eine vorsorgliche Urabstimmung durch. Die etwa 2.500 Mitglieder der Angestelltengewerkschaft in den hessischen Metallbetrieben sind aufgefordert, sich für oder ... »Details - September 1951: Europäische Lehrmittelausstellung in Langen
In Langen eröffnet Kultusminister Ludwig Metzger die Europäische Lehrmittelausstellung in Langen. Diese dauert bis zum 4. September. Verschiedene europäische Firmen stellen hier ihre Lehrmittel aus. Die Lehrmittelindustrie hofft durch eine Öffnung des Marktes eine bessere Geschäftslage zu erreichen. Deutschland leide besonders unter den hohen Ausfuhrzöllen.(MB) ... »Details - 1.-4. September 1951: „Europäische Lehrmittelschau“ in Langen
In Langen findet erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg die „Europäische Lehrmittelschau“ statt. Sie gibt einen Überblick über moderne Hilfsmittel für den Schulunterricht.(OV) ... »Details - 2. September 1951: Zinn beginnt Schlichtungsverhandlungen im Metallarbeiterstreik
Im Wiesbadener Metallarbeiterstreik wird Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) die Schlichtungsverhandlungen zwischen der Industriegewerkschaft Metall in Hessen und dem Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie vorsitzen. Während der Verhandlungen wird der Streik nicht weiter ausgedehnt, aber in den bereits bestreikten Gebieten fortgesetzt.(MB) ... »Details - 3. September 1951: Hessisches Finanzministerium antwortet Bund der Steuerzahler
Das hessische Finanzministerium antwortet durch ein Schreiben des Ministerialdirektors Dr. Herbert Lauffer (1900–1980) dem Bund der Steuerzahler in Hessen. In diesem wird hervorgehoben, dass Hessen keinesfalls zu viele Gelder Personal- und Dienstwagen ausgebe, sondern das der Bund der Steuerzahler falsche Summen berechnet habe. Zudem habe der Bericht die Vielfältigkeit der Aufgaben der ... »Details - 6. September 1951: Ministerpräsident Zinn informiert über Ergebnisse der Metallstreikverhandlungen
Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) gibt einen kurzen Stand über die Verhandlungen im Metallarbeiterstreik. Bislang sind die Verhandlungen zwischen der Industriegewerkschaft Metall und dem Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie gescheitert. Daher wird durch Zinn ein letzter Schlichtungsversuch unternommen. Zinn betont im Anschluss an das ... »Details - 6. September 1951: Ausdehnung des Metallstreiks in Hessen
Die Industriegewerkschaft Metall dehnt ihre Arbeitsniederlegungen auch auf die Stadt Kassel und die Opelwerke aus. Insgesamt sind in Kassel rund 16.000 Arbeiter im Ausstand. Besonders betroffen sind die Firmen Henschel, Wegmann sowie die Waggonfabrik Gredè. Ebenso treten die Arbeiter der Rüsselsheimer Opelwerke in den Streik.(MB) ... »Details - 7. September 1951: Neue Schlichtungsordnung für Hessen
Das hessische Arbeitsministerium berät über den Entwurf einer neuen Schlichtungsordnung für Hessen. Anlass sind die Streiks in der hessischen Metallindustrie.(MB) ... »Details - 10. September 1951: Hessische Staatskanzlei greift nicht in Verfahren zur Schlichtungsordnung ein
Die Hessische Staatskanzlei gibt nach Gesprächen des Ministerpräsidenten mit dem Minister für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft und mit Vertretern der Deutschen Angestelltengewerkschaft bekannt, dass die Regierung keine Maßnahmen zu einer staatlichen Schlichtung treffen werde. Vielmehr wolle man den Ausgang der Verhandlungen zwischen Arbeitsminister, Arbeitgebern und Gewerkschaften ... »Details - 12. September 1951: Fortführung der Schlichtungsgespräche im Metallarbeiterstreik
Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) gibt in einer Erklärung vor dem Hessischen Landtag bekannt, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften ihre Schlichtungsgespräche im Metallarbeiterstreik am morgigen Tag wieder aufnehmen werden. Verhandelt wird an einem neutralen Ort.(MB) ... »Details - 12. September 1951: Hessen will Kohlenversorgung der Bevölkerung im Winter sichern
Der Hessische Landtag billigt einstimmig einen Antrag der Fraktion des Blocks der Heimatvertriebenen, der die Versorgung der Bevölkerung mit Kohlen zum Inhalt hat. Da ein strenger Winter bevorsteht, soll die Kohlenversorgung für den Verbraucher sichergestellt sein.(MB) ... »Details - 13. September 1951: Verschärfung im Metallarbeiterstreik
Der Arbeitskampf in der Metallbranche verschärft sich. Bei den Opelwerken in Rüsselsheim und bei den MAN-Werken in Mainz-Gustavsburg kommt es zu Zwischenstößen zwischen den Streikenden, die die Werktore versperren, und der Polizei. Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) erscheint am Vormittag persönlich bei den MAN-Werken, um die Lage zu entschärfen. Erst nach stundenlangen ... »Details - 16. September 1951: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Albert Schweitzer
Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wird der erstmals vergebene Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an den Arzt und Theologen Albert Schweitzer (1875–1965) verliehen. Die Preisverleihung findet in der „bis auf den letzten Platz gefüllten“ Frankfurter Paulskirche statt. Die Laudatio hält Bundespräsident Theodor Heuss (1884–1963). ... »Details - 19. September 1951: Erstes Verdienstkreuz in Hessen an einen Bergmann
Als erstem Deutschen verleiht Bundespräsident Theodor Heuss (FDP; 1884–1963) dem Bergmann Franz Brandl (1926–2008) aus Sontra das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für die Rettung zweier Kollegen bei einem Bergwerksunglück.(OV) ... »Details - 19. September 1951: Vermittlungsvorschlag im Metallarbeiterstreik fertiggestellt
Im hessischen Metallarbeiterstreik stellt der Vermittlungsausschuss seinen Vermittlungsvorschlag fertig und übergibt diesen, nachdem er einstimmig im Ausschuss angenommen wurde, an Arbeitgeber und Gewerkschaften. Der Vorschlag beinhaltet eine Lohnerhöhung von drei Pfennig je Stunde für die Metallarbeiter, ferner eine Sozialbeihilfe von einem Pfennig je Familie und zwei Pfennig je Kind, sowie ... »Details - 19. September 1951: Keine staatliche Sektkellerei auf Staatsdomäne im Rheingau
Nach langen Verhandlungen zwischen der hessischen Regierung und deutschen Sektherstellern nimmt die hessische Landesregierung Abstand von ihrem Plan, auf der Staatsdomäne Rheingau eine staatliche Sektkellerei einzurichten. Die Trauben der Staatsdomäne gehen weiterhin an die Sektproduzenten.(MB) ... »Details - 22. September 1951: Beendigung des Streiks der hessischen Metallarbeiter
Der seit 27. August andauernde Streik der hessischen Metallarbeiter wird durch die Annahme eines am 19. September in Schönberg angenommenen Vermittlungsvorschlags beendet. Der Vermittlungsvorschlag sieht vor, dass die Tariflöhne der Metallarbeiter um durchschnittlich drei Pfennige pro Stunde erhöht werden. Als Sozialzulage sollen für den Hausstand ein Pfennig und für jedes Kind zwei Pfennige ... »Details - 23. September 1951: Kommunisten rufen zur Fortsetzung des Metallarbeiterstreiks auf
In der „Sozialistischen Volkszeitung“ rufen die hessischen Kommunisten zur Fortsetzung des Arbeitskampfes in der Metallbranche auf. Sie fordern eine Lohnerhöhung von zwölf Pfennig. Damit richtet sie sich direkt gegen das Schlichtungsergebnis aus Schönberg. Die Zeitung tritt mit dieser Forderung nach ihrem dreimonatigen Verbot erstmals wieder in Erscheinung.(MB) ... »Details - 28. September 1951: Hausfrauenverband rät zur Einschränkung des Fleischverbrauchs
Der Anstieg der Lebensmittelpreise und Jugendarbeitslosigkeit bestimmen die Diskussion. In Frankfurt am Main lädt der Hausfrauenverband zu einer öffentlichen Diskussion über die „Situation auf dem Fleischmarkt“ ein.(OV) ... »Details - 8. Oktober 1951: Überschuss im hessischen Haushalt
Das hessische Finanzministerium teilt mit, dass der Haushalt im September einen Überschuss von 61 Millionen DM aufweise. Einnahmen in Höhe von 169,3 Millionen DM, die aus unterschiedlichsten Steuern und Einnahmen stammen, stehen Ausgaben in Höhe von 108,3 Millionen DM gegenüber.(MB) ... »Details - 10. Oktober 1951: Zweites hessisches Entnazifizierungsgesetz verabschiedet
Der Hessische Landtag verabschiedet mit den Stimmen der SPD das zweite hessische Entnazifierungsgesetz. Die CDU-Fraktion enthält sich, BHE und FDP stimmen dagegen. Das Gesetz sieht vor, dass Personen der Gruppe I und II keinen Berufsbeschränkungen mehr unterliegen. Allerdings dürfen sie nicht als Lehrer, Prediger, Redakteur oder Rundfunkkommentator tätig sein.(MB) ... »Details - 11. Oktober 1951: Zinnkann berichtet über hessische Bürger in ausländischer Gefangenschaft
Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) gibt im Landtag bekannt, dass noch immer 245 hessische Bürger in ausländischer Haft sitzen. 183 von ihnen sitzen im Ausland,0=Diese verteilen sich wie folgt: 68 in der Tschechoslowakei, 36 in Polen, 35 in Frankreich und 34 in Jugoslawien. Die übrigen sind in der Niederlande (1), in Belgien, Norwegen und Dänemark (je zwei) sowie ... »Details - 17. Oktober 1951: Amerikaner bewerten sechs Jahre Hessen
Zum sechsten Jahrestag der ersten Ernennung einer hessischen Regierung spricht Landeskommissar James R. Newman (1902–1964) auf dem Staatsempfang. In seiner Rede kritisiert er die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, vor allem die gesunkene Produktivität und Löhne. Hingegen hob er die amerikanische Form des Kapitalismus positiv hervor, der den Lebensstandard erhöhe und dadurch eine gesunde ... »Details - 21. Oktober 1951: Verleihung des Georg-Büchner-Preis an Gottfried Benn
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis an den Dichter und Essayist Gottfried Benn (1886–1956). ... »Details - 24. Oktober 1951: Hessen wird im Bundesrat weiterhin Höchstpreise fordern
Die hessischen Vertreter im Bundesrat werden dort auch weiterhin eine Festlegung von Höchstpreisen für Vieh, Fleisch und Lebensmittel fordern. Hessen will damit die finanziellen Belastungen für die Verbraucher eindämmen. Zudem sind zuvor ähnliche Maßnahmen für die Erzeuger der Lebensmittel und für die Viehhalter getroffen worden.(MB) ... »Details
