Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Seite von 7
  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 5. August 1816: Gründung der Freimaurerloge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“ in Darmstadt
    Die von den mittelalterlichen Bauhütten abgeleiteten geselligen Vereinigungen der Freimaurer hatten sich im 18. Jahrhundert auch in Deutschland verbreitet.|Nach einigen früheren Gründungen erhielt in Darmstadt vor allem die unter Beteiligung von Großherzog Ludewig I. (1753–1830), seinem Bruder Christian (1763–1830) und dem großherzoglichen seinem Leibarzt Georg von Wedekind (1761–1831) ... »Details
  2. 25. September 1816: Erhebung der Rothschild-Söhne in den Adelsstand
    Am 25. September 1816 werden die fünf Söhne des Frankfurter Bankiers Mayer Amschel Rothschild (1743–1812), die nach seinem Tod gemeinsam das international operierende Bankhaus „Mayer Amschel Rothschild & Söhne“ leiten, von Kaiser Franz II. von Österreich (1768–1835) in den erblichen Adelsstand erhoben. Der älteste der Brüder, Amschel Mayer (1773–1855), leitet seit 1812 das ... »Details
  3. 18. Oktober 1816: Die Freie Stadt Frankfurt erhält durch die „Konstitutionsergänzungsakte“ eine neue Verfassung
    Am 9. Juni 1815 dekretiert der Wiener Kongress in Artikel 46 der Kongressakte, dass die ehemalige Freie Reichsstadt, die seit 1806 dem Fürstentum Aschaffenburg und ab 1810 dem Großherzogtum Frankfurt angehört hatte, nunmehr eine Freie Stadt, ein völkerrechtlich selbstständiger Staat, werden sollte.|Eine Kommission unter der Leitung von Johann Büchner erarbeitete die neue Verfassung der ... »Details
  4. 19. Oktober 1816: Das Nassauische Armenpflegeedikt
    Im Herzogtum Nassau wird die Bekämpfung der Armut und Versorgung der Armen als Aufgabe für die Gemeinden festgelegt. Statt des Heimatprinzips (Geburtsort) gilt nun das Unterstützungswohnungsprinzip (Aufenthalts-, Wohnort). Damit verbunden ist der Versuch der Disziplinierung der Armenschicht durch die Einführung einer Arbeitspflicht in den Gemeinden und das Verbot des Bettelns. (RKr) ... »Details
  5. 24. November 1816: Gründung der „Frankfurtischen Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen Künste und der sie veredelnden Wissenschaften“ („Polytechnische Gesellschaft“)
    Am 24. November 1816 gründen 33 angesehene Bürger – darunter unter anderem der Bankier Simon Moritz von Bethmann (1768–1826), der Pädagoge Adolph Diesterweg (1790–1866), der Großkaufmann Georg Brentano (1775–1851), der Architekt Friedrich Hess (1785–1845) und der Mathematiker Johann Heinrich Poppe (1776–1854) – die „Frankfurtische Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen ... »Details
  6. 1817: Die Glockengießerei Rincker wird von Leun nach Sinn verlagert
    Die ursprünglich in Aßlar beheimatete Glockengießerfamilie Rincker ist schon seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland nachweisbar. Der Name Rincker bezeichnete schon seit früher Zeit einen Beruf beim Bronzeguss, den Ringgießer oder auch Rotgießer, genannt ‚Ringe‘.|1817 verlegte der erst 22-jährige Philipp Heinrich Rincker (1795–1868) die Gießerwerkstatt vom damals preußischen Leun an ... »Details
  7. 1817: Marianne von Rohden wird Ehrenmitglied der Kasseler Kunstakademie
    Die Künstlerin Marianne von Rohden (1785–1866), die auch nach ihrer Heirat mit dem vor allem für seine Porträts bekannten Maler Ludwig Hummel (1770–1840) weiterhin unter ihrem Mädchennamen bekannt war, wird 1817 zusammen mit ihrem Mann zum Ehrenmitglied der Kunstakademie in Kassel ernannt.|Ihre Ausbildung hatte sie vermutlich bei ihrem älteren Bruder, dem Landschaftsmaler Martin von ... »Details
  8. Frühjahr 1817: Erbprinzessin Wilhelmine veranlasst die Anlage der „Rosenhöhe“
    Im Frühjahr 1817 beginnen in Darmstadt die ersten Arbeiten zur Anlage eines Landschaftsgartens auf dem ehemals mit Wein bepflanzten Hügel „Busenberg“ vor den Toren der Stadt, ab 1818 auch „Rosenhöhe“ genannt. Erbprinzessin Wilhelmine von Hessen und bei Rhein (1788–1836) beauftragte den Schwetzinger Gartenbaudirektor Johann Michael Zeyher (1770–1843) mit der Gestaltung der ... »Details
  9. 24. März 1817: Nassauisches Schuledikt – Einführung der Nassauischen Simultanvolksschule
    Im Herzogtum Nassau wird eine grundlegende Schulreform durchgeführt. Die Elementarschule ist für alle Jungen und Mädchen ohne Unterscheidung nach Stand oder Religion die verpflichtende Schulform und muss ganzjährig vom sechsten bis zum 14. Lebensjahr besucht werden. Diese Simultanvolksschule gilt als gesetzliche Schulform für alle Konfessionen; fest gelegt wird ein gegliedertes Schulsystem ... »Details
  10. 17. Juli 1817: Hessen-Homburg tritt dem Deutschen Bund bei
    Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde die 1806 mediatisierte und dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt angeschlossene Landgrafschaft Hessen-Homburg wieder ein souveräner Staat. Damit wurde der Einsatz des Fürstenhauses in den Befreiungskriegen (sechs Söhne des Landgrafen dienten im österreichischen/preußischen Heer) honoriert. In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener ... »Details
  11. 27. September 1817: Gründung der evangelischen Union
    Im Jahr 1817 schließen sich die lutherischen und reformierten Kirchen zur evangelisch-christlichen Kirche im Herzogtum Nassau zusammen, um gemeinsam kirchliche Interessen gegenüber dem Staat zu vertreten. ... »Details
  12. 30. September 1817: Eröffnung des Lehrerausbildungsseminars in Friedberg für das Großherzogtum Hessen
    Anlässlich des 300. Jahrestages der Reformation ordnet Großherzog Ludewig I. von Hessen-Darmstadt (1753–1830) an, eine Lehrerausbildungseinrichtung in Friedberg zu eröffnen. Hier sollen angehende lutherische und reformierte Lehrer auf ihren Beruf vorbereitet werden. Wilhelm Friedrich Hesse (1789–1841) entwickelt den Ausbildungsplan, mit dem eine bessere Qualifikation des Lehrpersonals ... »Details
  13. 31. Oktober 1817: Herzogtum Nassau feiert 300-Jahr-Feier der Reformation und das Unions-Edikt
    In den evangelischen Gemeinden des Großherzogtums Nassau wird die 300-Jahr-Feier der Reformation festlich begangen. Gleichzeitig feiert man die durch das von Herzog Wilhelm (1792 -1839) erlassene Unions-Edikt vom 11. August 1817 vollzogene Vereinigung der lutherischen und reformierten Gemeinden zu einer „evangelisch christlichen“ Landeskirche.  ... »Details
  14. 22. November 1817: Gründung der „Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft“ in Frankfurt
    Am 22. November 1817 wird die „Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft“ in Frankfurt am Main gegründet. Die Bezugnahme auf den Frankfurter Arzt und Naturforscher Johann Christian Senckenberg (1707–1772) wird von der schon seit 1763 existierenden Senckenbergischen Stiftung ausdrücklich genehmigt. Einer der Hauptinitiatoren ist der Anatomielehrer der Stiftung Philipp Jacob Cretzschmar ... »Details
  15. Dezember 1817: Louis Spohr wird Kapellmeister am Stadttheater in Frankfurt
    Louis Spohr (1784–1859) war bereits ein international anerkannter Violinvirtuose, Dirigent und Komponist, als er im Dezember 1817 sein Amt als Leitender Kapellmeister am Stadttheater in Frankfurt am Main antritt und zugleich die Leitung des Orchesters des „Museums“, der späteren Frankfurter Museumsgesellschaft übernimmt. In dieser Funktion sorgte er für die regelmäßige Aufführung der ... »Details
  16. 1818: Mary Wollstonecraft Shelley veröffentlicht den Schauerroman „Frankenstein“
    Die englische Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley (1797–1851) veröffentlicht in England, zunächst anonym, den Roman „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“, einen Schauerroman im Stil der englischen Romantik, der auch durch Verfilmungen weltweit bekannt wurde. ... »Details
  17. 1818: Gründung von Landesbistümern im Deutschen Bund
    Die im Wiener Kongress von 1815 bestätigten hessischen Staaten organisieren für ihre Region Bistümer, um die kirchenrechtliche und religiöse Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen und zu beeinflussen. Für das Großherzogtum Hessen wird ein Bistum Mainz, für das Herzogtum Nassau ein neues Bistum Limburg und für das Kurfürstentum Hessen das Bistum Fulda installiert.(RKr) ... »Details
  18. 1818: Christian Friedrich Deiker wird Hofmaler des Landgrafen Friedrich V. von Hessen-Homburg
    Im Jahr 1818 beruft Landgraf Friedrich V. von Hessen-Homburg (1748–1820) den aus Hanau stammenden Christian Friedrich Deiker (1792–1843) zu seinem Hofmaler und erlaubte ihm gleichzeitig, eine private Zeichenschule in Homburg vor der Höhe zu eröffnen.|Der an der Zeichenakademie Hanau und der Kasseler Kunstakademie ausgebildete Künstler war vor allem als Zeichenlehrer tätig und unterrichtete ... »Details
  19. 1818-1833: Landsynagogen
    Ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung Hessens lebte auf dem Land. Da nicht jede Gemeinde ihre eigene Synagoge besaß, hielten die Gemeindemitglieder ihre Gottesdienste häufig in Privathäusern ab. Aufgrund wachsender Gemeinden wurden die Verhältnisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts oftmals zu eng und es entstand die Notwendigkeit, größere Bethäuser zu errichten. ... »Details
  20. 1. Januar 1818: Der Maler Friedrich Bury wird Ehrenmitglied der Kunstakademie Kassel
    Am 1. Januar 1818 wird der aus Hanau stammende Maler Friedrich Bury (1763–1823) wegen seiner „ausgezeichneten Kunstfertigkeit im Fache der Malerei“ zum Ehrenmitglied der Kasseler Kunstakademie ernannt. 0=Urkunde im Stadtarchiv Hanau, siehe Heinz a. a. O. S. 140, Abb. 2.  ... »Details
  21. 22. Januar 1818: Großherzog Ludewig I. erlässt Denkmalschutzverordnung
    Auf Betreiben von Oberbaurat Georg Moller (1784–1852) erlässt Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein (1753–1830) am 22. Januar 1818 in Darmstadt eine Verordnung zur „Erhaltung der Denkmäler der Baukunst und sonstiger Kunstwerke“ im Großherzogtum Hessen, eine der erste Denkmalschutzverordnungen auf deutschem Boden.|Der Architekt und Bauforscher Georg Moller, der 1814 an der ... »Details
  22. 17. Februar 1818: Regulativ des Kurfürsten von Hessen-Kassel zu den Schulen
    Mit dem Regulativ wird der Bildungsbereich in Kurhessen neu geordnet. Ein staatlicher Oberschulrat steht an der Spitze der Schulaufsicht, die weiter in den Händen der kirchlichen Institutionen verbleibt. Ihm sind alle Inspektionsberichte vorzulegen und mit ihm alle grundlegenden Schulfragen abzusprechen. Die Einführung des Lesebuches „Erstes Buch für Kinder“ von Adam Zeiß (1779–1870) ... »Details
  23. 24. März 1818: Allgemeine Schulordnung für die Volksschulen im Herzogtum Nassau
    Auf der Grundlage des Schulgesetzes von 1817 werden in der Allgemeinen Schulordnung des Herzogtums Nassau konkrete Fragen zum Schulalltag geregelt. Neben der Festlegung der Schulbezirke wird die Position des Lehrers, in einem weiteren Abschnitt die der Schüler rechtlich normiert. Alle für die Abhaltung von Unterricht notwendigen Fragen werden bedacht, Lehrpläne und Unterrichtsziele beschrieben. ... »Details
  24. 1. Juni 1818: Evangelische Synode beschließt Hanauer Kirchen-Union
    Ähnlich wie schon 1817 in Idstein für das Herzogtum Nassau kommt es im Jahr 1818 auch in Hanau zu einer evangelischen Kirchenunion der lutherischen und reformierten Gemeinden des ehemaligen Fürstentums Hanau. Die Vertreter der beiden Konsistorien unter Vorsitz des Hof- und Konsistorialrates Wilhelm Martin Reinhard Iber (1781–1851) beschließen in der Provinzialsynode am 1. Juni 1818 die ... »Details
  25. 24. Juli 1818: Gründung des späteren „Cäcilien-Vereins“ in Frankfurt
    Nach dem Vorbild von „Zelters Singakademie“ in Berlin wird auf Initiative des Sängers und Chorleiters Johann Nepomuk Schelble (1789–1837) am 24. Juli 1818 in Frankfurt am Main „Schelbles Frankfurter Musikakademie“, ein gemischter Chor aus Frankfurter Bürgern, gegründet. Gründungsmitglieder und eifrige Förderer waren unter anderem Marianne von Willemer (1784–1838), die auch als ... »Details
  26. 25. September 1818: Kurfürst Wilhelm I. trifft Zar Alexander
    Auf dem Weg zum Kongress der Heiligen Allianz in Aachen, bei dem die europäischen Großmächte über den Zustand in Deutschland nach dem Wiener Kongress beratschlagen wollten, trifft Zar Alexander I. von Russland (1777–1825) in Wilhelmsbad Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) zu einem „Arbeitsessen“.  ... »Details
  27. 15. November 1818: Eröffnung des „Herzoglich-Nassauischen Instituts der Landwirtschaft“
    Im Auftrag der nassauischen Regierung eröffnet der unter anderem bei Albrecht Thaer (1752–1828) ausgebildete Agrarwissenschaftler Wilhelm Albrecht (1785–1868) am 15. November 1818 in Idstein das „Herzoglich-Nassauische Institut der Landwirtschaft“ als höhere Bildungsanstalt für Landwirte. Bereits 1811 war im Hof Gassenbach im Auftrag der nassauischen Regierung eine Musterwirtschaft ... »Details
  28. 1819: Wilhelm Schulz verfasst literarische Kritik gegenüber politischer Lage in Deutschland
    In einer Petition fordern die 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung ist an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wird vom Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl (1793–1841) angeführt. Sie werden ... »Details
  29. 1819: Friedrich Christian Reinermann eröffnet eine Kunsthandlung in Frankfurt
    Der aus Wetzlar stammende Landschaftsmaler, Kupferstecher und Lithograf Friedrich Christian Reinermann (1764–1835) war auch sehr erfolgreich als Kunsthändler und Verleger tätig. Nachdem er 1818 eine Anstellung als Lehrer am neu begründeten Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main erhalten hatte, eröffnete er 1819 eine Kunsthandlung auf der Zeil, Ecke Hasengasse. Dort verkaufte er ... »Details
  30. 14. Februar 1819: Volksabgeordnete verfassen Petition an Ludewig I.
    In einer Petition fordern 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg auf einem „wilden Landtag“ eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung ist an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wird vom Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl ... »Details