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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
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- 1980
- 1990
- 2000
- 6. November 1923: Auseinandersetzungen mit Separatisten in Idstein
Der Anführer der rheinischen Separatisten in Idstein, Karl Kaffine (Cafiné), bedroht den Druckereibesitzer Georg Grandpierre, weil sich dessen Söhne und Gehilfen nach wie vor weigern, für die Separatisten Notgeld zu drucken. Auf die Weigerung Grandpierres werden die Druckerei beschlagnahmt und alle Personen im Haus verhaftet. Grandpierre und ein Dutzend weiterer Personen werden unter ... »Details - 6. November 1923: Bewaffnete Auseinandersetzungen mit Separatisten in der „Schlacht bei Eschenhahn“
Separatisten versuchen als Vertreter der Rheinischen Republik, den Landwirt und Bürgermeister von Breithardt (Untertaunuskreis), Wilhelm Guckes (1877–1942), zu verhaften. Sie schießen dabei in die mit Knüppeln und Steinen bewaffneten Einwohner, die den Bürgermeister schützen wollen. Dabei wird der Wagnermeister Hermann von den Separatisten getötet und Eduard Schneider verletzt. ... »Details - 6. November 1923: Erklärung des Hessischen Landtags zu den Separatistenunruhen
Nach einem Bericht das Landtagspräsidenten Bernhard Adelung (1876–1943; SPD) zu den Ausschreitungen von Separatisten und dem Verhalten der französischen Besatzungsmacht verabschiedet der Landtag einstimmig eine Erklärung, der „mit Genugtuung auf die Reichstreue der rheinhessischen Bevölkerung hinweist“ und mit den Worten endet: „Die Vertreter des Landtages sowohl aus dem besetzten als ... »Details - 8.-9. November 1923: Völkische Kreise in Kassel erwarten den Hitlerputsch
Während des Hitlerputsches in München warten Nationalsozialisten und Anhänger anderer völkischer Gruppen an der Wirtschaft Schade in Kassel auf den Befehl aus München, loszuschlagen und den Putsch gegen die Reichsregierung auch in Kassel in Gang zu setzen. Ein Befehl wird jedoch nicht gegeben, sodass die geplante Besetzung der wichtigen Schaltstellen in der Stadt unterbleibt.(OV) ... »Details - 10. November 1923: Gründung der Horex-Fahrzeugbau AG in Bad Homburg
Fritz Kleemann (1901–1975) gründet zusammen mit seinem Vater, dem Kommerzienrat Friedrich Kleemann (1878–1948), in Bad Homburg v. d. Höhe die Horex-Fahrzeugbau AG. Ausgangspunkt für die Produktion motorisierter Zweiräder war der 68-cm³-Fahrrad-Hilfsmotor „Gnom“, der ab 1921 von der Columbus-Motorenbau AG produziert wurde. Friedrich Kleemann hatte 1920 die Aktienmehrheit dieses ... »Details - 15. November 1923: Ende der Inflation durch Einführung der Rentenmark
Im Rahmen einer Währungsreform wird eine neue Währung, die sogenannte Rentenmark ausgegeben. Damit wird die rapide Inflation der letzten Monate beendet. Der Umrechnungskurs ist so festgelegt, dass eine Billion Papiermark einer Rentenmark entspricht.(OV) ... »Details - 16. November 1923: Hessischer Landtag erteilt Ausschuss weitreichende Ermächtigung
Der Hessische Landtag überträgt „in einer Art Ermächtigungsgesetz seine Befugnisse einem Ausschuß von 18 Mitgliedern“, der für alle Maßnahmen zuständig sein soll, „die auf steuerlichem und wirtschaftlichem Gebiet in den nächsten Wochen notwendig sein werden“. Der Ausschuss soll außerdem mit der Regierung die Ernährungsfragen, die Erwerbslosenangelegenheiten und den Beamtenabbau ... »Details - 20. November 1923: Inflation verteuert auch Straßenbahnkarten auf Milliardenbeträge
Mit der erneuten Anhebung der Straßenbahntarife in Frankfurt am Main kostet der billigste Fahrschein die Summe von 90 Milliarden Mark (zugleich steigt der durchschnittliche Preis für ein Kilogramm Brot auf rund 233 Milliarden Mark). Die inflationsbedingte Teuerungsspirale führt bereits seit Beginn der 1920er Jahre reichsweit in immer kürzeren Abständen zu weiteren Fahrpreisanpassungen des ... »Details - Dezember 1923: Bildung eines Radioclubs in Offenbach
Nachdem der Hörfunk im Oktober 1923 den regelmäßigen Programmbetrieb in Deutschland aufgenommen hat, bildet sich im Dezember in Offenbach am Main eine Ortsgruppe des Südwestdeutschen Radioclubs. Die Gruppe von Radiofreunden, der bald 160 Mitglieder angehören, richtet in den Technischen Lehranstalten Offenbach eine Beratungsstelle für Interessierte und Bastler ein.(OV) ... »Details - 1. Dezember 1923: Martin Buber erhält Lehrauftrag in Frankfurt
Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber (1878–1965) erhält einen Lehrauftrag für jüdische Religionswissenschaft und Ethik an der Universität Frankfurt am Main.(OV) ... »Details - 12. Dezember 1923: Beginnender Beamtenabbau im Volksstaat Hessen
Ein Sonderausschuss des Hessischen Landtags stimmt der Adaption des am 27. Oktober 1923 erlassenen Reichsgesetzes zum Beamtenabbau in Hessen zu. Das entsprechende hessische Gesetz („Gesetz zur Herabminderung des öffentlichen Personalaufwands“ bzw. „Hessisches Personal-Abbau-Gesetz“) wird am 19. Dezember verabschiedet und im Regierungsblatt Nr. 49 vom 28. Dezember 1923 veröffentlicht. Der ... »Details - 12. Dezember 1923: Erste Quäkerspeisung von Kindern in Frankenberg und Marburg
In Frankenberg (Eder) wird an erste Kinder eine Quäkerspeisung ausgeteilt. Sie erhalten damit Unterstützung durch die humanitäre Aktion der amerikanischen Quäker, die sich in den Jahren 1919 bis 1926 vor allem an hungernde oder unterernährte Kinder und andere bedürftige Menschen in mehreren europäischen Ländern richtet. In Frankenberg wird 32 Kindern neun Wochen lang eine Speisung mit ... »Details - 22. Dezember 1923: Neueröffnung des Staatstheaters in Wiesbaden
Das nach dem Brand vom Frühjahr mit französischer Unterstützung wiederhergestellte Staatstheater in Wiesbaden wird mit Wagners „Lohengrin“ neueröffnet.(OV) ... »Details - Anfang 1924: Gründung des Völkisch-Sozialen Blocks in Kassel
In Kassel wird der Völkisch-Soziale Block (VSB) als rechtes Wahlbündnis mit antiparlamentarischen und republikfeindlichen Zielsetzungen gegründet. Dem Block schließen sich auch die Anhänger des Nationalsozialismus (Münchener Richtung) und völkisch-nationalistische Anhänger der sogenannten Berliner Richtung an. Reichsweit firmiert der Völkisch-Soziale Block auch unter dem Namen ... »Details - 1924: Hoch'sches Konservatorium wird von Stadt Frankfurt übernommen
Die Stadt Frankfurt am Main übernimmt das 1874 begründete „Dr. Hoch'sche Konservatorium“. ... »Details - 1924-1933: Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold
1924 gründete sich in Magdeburg das „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, das sich für den Schutz der Republik einsetzte. Ziel war, den demokratischen Einfluss in der Gesellschaft zu stärken und einen Gegenpol zu antirepublikanischen Wehrverbänden wie dem Stahlhelm und dem Jungdeutschen Orden zu bilden. Schon vorher entstandene kleinere republikanische Schutzgruppen wie der 1922 entstandene ... »Details - 1. Januar 1924: Beginn der Großproduktion von Insulin in Höchst
In den Höchster Farbwerken beginnt die Großproduktion von Insulin. Der erste klinisch wirksame Extrakt wurde bereits am 21. August 1923 produziert. ... »Details - 15. Januar 1924: Gründung der rechten Deutschen Partei (DP)
Nach einem Vorschlag des Vorsitzenden des Deutschen Kampfbundes zur Brechung der Zinsknechtschaft, Paul Kamke auf einer Versammlung der Nationalsozialisten wird die Deutsche Partei (DP) gegründet. Sie fungiert als Alternativorganisation zur verbotenen NSDAP. Obwohl das Programm der DP fast deckungsgleich mit dem der NSDAP ist, wird sie nicht verboten.(KR) ... »Details - 22. Januar 1924: Einsturz der Main-Notbrücke in Frankfurt
Die während des Neubaus der „Alten Brücke“ genutzte Notbrücke über den Mainfluss in Frankfurt am Main wird durch starken Eisgang weggerissen und stürzt ein. Bis zur Einweihung der neuen Brücken am 15. August 1925 wird ein Fährbetrieb eingerichtet. ... »Details - 4. Februar 1924: Finanzamt Rüdesheim als letzter Separatistenstützpunkt geräumt
Mit dem Finanzamt in Rüdesheim (Rheinstraße) wird der letzte Stützpunkt der zur Farce gewordenen Separatistenherrschaft im Rheingau geräumt. Die Finanzbehörde war am 25. Oktober 1923 besetzt worden, nachdem die Separatisten unter Führung des sich als „Bezirkskommissar“ der Putschisten bezeichnenden französischen Kreisdelegierten der Interalliierten Rheinklandkommission („Hoher ... »Details - 25. Februar 1924: Erste deutsche Wohlfahrtsmarken zeigen Motive aus dem Leben der Hl. Elisabeth
Die Reichspost gibt die Ersten Nothilfe-Briefmarken (Wohlfahrtsmarken) heraus. Die vier Marken zu 15, 10, 20 und 50 Pfennig (mit Zuschlägen von 5, 20, 60 und 150 Pfennig) zeigen Motive aus dem Leben der Heiligen Elisabeth (Die Hungrigen speisen, Die Durstigen tränken, Die Nackten kleiden, Die Kranken pflegen). Die Entwürfe stammen von E. Böhm.(OV) ... »Details - 18. März 1924: Eröffnung des 52. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
In Kassel tritt der – im Vergleich zum vorhergehenden Kommunallandtag – personell unveränderte 52. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Kassel zusammen und wird vom Landtagskommissar der preußischen Staatsregierung, dem Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau Dr. Rudolf Schwander (1868–1950) eröffnet. Als Alterspräsident wirkt der 69-Jährige Dr. Eduard Harnier (Hessische ... »Details - 1. April 1924: Der „Südwestdeutsche Rundfunkdienst“ (Radio Frankfurt) strahlt seine erste Sendung aus
Mit Beethovens Egmont-Ouvertüre eröffnet um 20:30 Uhr das Radio Frankfurt als vierter Sender des deutschen öffentlichen Rundfunks sein Rundfunkprogramm. Bereits am Vortag ist im Rahmen eines eigens zu diesem Zweck veranstalteten „Radio-Balls“ die „Übergabe des Frankfurter Senders an die Öffentlichkeit“ mit der ersten Vorführung des Frankfurter Senders mittels Lautsprecher (so die ... »Details - 4. April 1924: Erste Veranstaltung des Völkisch-Sozialen Blocks in Fulda
Nach dem reichsweiten Verbot von NSDAP und Deutsch-Völkischer Freiheitspartei bildet sich auch in Fulda eine Ortsgruppe des Völkisch-Sozialen Blocks unter Führung des Obersteuerinspektors Bruno Barner. Auf einer ersten öffentlichen Versammlung spricht Dr. Spieß aus Kassel unter anderem über die „Brechung der jüdischen Zinsknechtschaft“. Zur Veranstaltung der völkischen Gruppierung sind ... »Details - 6.-12. April 1924: Frankfurter Buchmesse mit angeschlossener Radio-Messe
Erstmals zeigt die vom 6. bis 12. April geöffnete Frankfurter Buchmesse (die begleitend zur internationalen Frankfurter Wirtschaftsmesse stattfindet) eine ihr angeschlossene Radio-Messe, auf der sich die Besucher einen Überblick über die Entwicklung und den Stand des Radio-Wesens verschaffen können. Eigens zu diesem Zweck sind eine eigene „Radio-Halle“ und ein „Radio-Tag“ für das neue ... »Details - 7.-10. April 1924: 9. Parteitag der KPD in Offenbach und Frankfurt
Die KPD hält ihren 9. Parteitag in Offenbach am Main und Frankfurt am Main. Der Parteitag beschließt eine Resolution über die nächsten Aufgaben der KPD mit einem Aktionsprogramm1=Dokumente und Materialien zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Band 8, Januar 1924-Oktober 1929, 1975, Nr. 19, S. 59-69., fasst einen Beschluss über die Arbeit der Kommunisten in den freien ... »Details - 11. April 1924: Antisemitische Hetzrede Roland Freislers in Fulda
Am 11. April 1924 hält der Kasseler Rechtsanwalt Roland Freisler (1893–1945) in Fulda eine Rede zum Thema „Klassenkampf und Rassenkampf“. Die Rede fällt in die Zeit des Wahlkampfes für die Wahlen zum Reichstag und den Kommunalwahlen in Kassel am 4. Mai 1924, bei denen Freisler als Kandidat für den Völkisch-sozialen Block antritt. ... »Details - Mai 1924: Beginn der Fließbandfertigung in den Rüsselsheimer Opel-Werken
Mit der Produktion des als „Laubfrosch“ bezeichneten Kleinwagens „4/12 PS“ beginnt in den Opel-Werken in Rüsselsheim die Fließbandfertigung. Opel ist damit der erste deutsche Hersteller, der die Fließbandproduktion einsetzt.(OV) ... »Details - 4. Mai 1924: Erfolge für Hitler-Anhänger bei den Reichstags- und Kommunalwahlen in Kassel
Das nach dem Münchener Hitler-Putsch (8./9. November 1923) gebildete rechtsradikale Wahlbündnis „Völkisch-Sozialer Block“ (VSB) erreicht bei den Wahlen zum 2. Reichstag der Weimarer Republik im Regierungsbezirk Kassel einen Stimmenanteil von 7,2 %. In Kassel erhält der VSB 7,8 % der Stimmen. Der spätere Präsident des Volksgerichtshofs, Dr. Roland Freisler (1893–1945), zieht am 28. Juni ... »Details - 4. Mai 1924: Hoher Zulauf für den Völkisch-Sozialen Block bei der Reichstagswahl in Marburg
Bei den Mai-Wahlen zum 2. Deutschen Reichstag der Weimarer Republik erhält die unter dem Namen „Völkisch-sozialer Block“ in einer Listenvereinigung angetretene Nationalsozialistische Freiheitspartei (NSFP) in der Universitätsstadt Marburg einen hohen Zulauf und erzielt das weit über dem Landesdurchschnitt liegende Ergebnis von knapp 18 % der abgegebenen Wählerstimmen. Das Gesamtergebnis ... »Details - 4. Mai 1924: Ergebnis der Reichstagswahl in den hessischen Wahlkreisen
Bei der Wahl zum Deutschen Reichstag ergibt sich im Wahlkreis 19 Hessen-Nassau folgendes Ergebnis: ... »Details - 11. Mai 1924: Gründung einer Wohnungsfürsorgegesellschaft für Hessen
Zur Bekämpfung der Wohnungsnot gründet die Landesregierung in Darmstadt eine „Wohnungsfürsorgegesellschaft für Hessen“.(OV) ... »Details - 11. Mai 1924: In Darmstadt wird das Schlossmuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
Das in den früheren Repräsentations- und Wohnräumen des ehemals als Wohnsitz der Großherzöge von Hessen-Darmstadt fungierenden Residenzschlosses in Darmstadt untergebrachte neue Schlossmuseum wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. ... »Details - 31. Mai 1924: „Deutscher Tag“
In den 1920er Jahren finden in Deutschland regelmäßig „Deutsche Tage“ statt, die in der Regel von nationalistischen und völkischen Verbänden veranstaltet werden. Dabei handelte es sich jeweils um Großveranstaltungen mit tausenden Besuchern. Die „Deutschen Tage“ waren oft mit Gedenkfeiern an siegreiche Schlachten verbunden. Mit Hilfe von Theateraufführungen, Konzerten und ... »Details - 2. Juni 1924: Parteiwechsel führender hessischer Mitglieder der Deutschen Partei
Wegen internen Streitigkeiten und finanzieller Schwierigkeiten treten die führenden hessischen Mitglieder der Deutschen Partei Jakob Sprenger (1884–1945) und Peter Gemeinder (1891–1931) von ihren Vorstandsfunktionen in der Deutschen Partei zurück und fordern die Mitglieder der Partei auf, der Nationalsozialistischen Freiheitspartei (NSFP) beizutreten.(OV) ... »Details - 6. Juni 1924: Einweihung des Technischen Verwaltungsgebäudes der Farbwerke Hoechst von Peter Behrens
Das von dem deutschen Architekten Peter Behrens (1868–1940) entworfene „Technische Verwaltungsgebäude“ der Farbwerke Hoechst AG vorm. Meister, Lucius & Brüning in Höchst am Main wird eingeweiht. Der monumentale Bürobaukomplex mit expressionistischer Formensprache, seit 1921 im Bau, besitzt eine 185 Meter lange Fassade und ist komplett in Backstein ausgeführt. Den Impuls zu seiner ... »Details - 6. Juni 1924: Veröffentlichung des Rheinland-Tagebuchs des US-Generals Henry Tureman Allen
In Berlin erscheint an heutigen Tag im Verlag von Reimar Hobbing (1874–1919) die 400 Seiten starke deutsche Übersetzung des Buches „Mein Rheinland-Tagebuch“ von Henry T. Allen (1859–1930). Allen war Kommandierender General der amerikanischen Besatzungstruppen am Rhein in den Jahren 1919 bis 1923. Er war am 2. Juli 1919 zum Oberkommandeur der amerikanischen Truppen in Deutschland ernannt ... »Details - 7. Juni - 21. Juli 1924: Streik der Portefeuiller in Offenbach
In Offenbach am Main kommt es zu einem Streik der Portefeuiller (Feintäschner) in der Lederindustrie, der vom 7. Juni bis 21. Juli dauert. Er wird mit einem für die Streikenden weniger günstiger Vermittlungsvorschlag beendet.(OV) ... »Details - 9. Juni 1924: Uraufführung der Oper „Der Sprung über den Schatten“ von Ernst Krenek in Frankfurt
Im Opernhaus in Frankfurt am Main wird die Komische Oper („Opéra comique“) „Der Sprung über den Schatten“ des in Wien geborenen Komponisten Ernst Krenek (1900–1991) uraufgeführt. ... »Details - 12. Juni 1924: Gründung einer Ortsgruppe der Nationalsozialistischen Freiheitspartei (NSFP) in Frankfurt
Die Mitglieder der auf Weisung Alfred Rosenbergs (1883–1946) am 2. Juni durch geschlossenen Rücktritt des Vorstands aufgelösten Deutschen Partei (DP) in Frankfurt am Main beschließen auf einer Delegiertentagung die Gründung einer Ortsgruppe der Nationalsozialistischen Freiheitspartei (NSFP), welche im Anschluss an die Niederschlagung des Hitlerputsches von Mitgliedern der Deutschvölkischen ... »Details - 16. Juni 1924: Haushaltsberatungen im Hessischen Landtag
Hauptgegenstand der Beratungen des Hessischen Landtags in seiner Sitzungsperiode ist der Haushalt (Staatsvoranschlag) für das Jahr 1924. Er umfasst Einnahmen von 81,3 Millionen und Ausgaben von 84,9 Millionen Reichsmark. Der Fehlbetrag beträgt 3,6 Millionen Reichsmark. Der Haushalt wird am 17. Juli gegen die Stimmen der Rechten und der Kommunisten angenommen.(OV) ... »Details - 16. Juni 1924: Antrag der Abg. Roth und Steinhäuser auf Streichung der §§ 218 und 219 StGB im Hessischen Landtag
Am 16. Juni 1924 wird in der 84. Sitzung des II. Hessischen Landtages der interfraktionelle Antrag der Abgeordneten Katharina Roth (1882–1967; KPD) und Margarethe Steinhäuser (1874–1955; SPD) zur Streichung der Paragraphen 218 und 219 des Strafgesetzbuches diskutiert. In der Debatte äußern sich neben den Antragsstellenden auch Maria Birnbaum (1872–1959; DVP) und drei männliche ... »Details - 22. Juni 1924: Einweihung des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird das mit der Universität verbundene Institut für Sozialforschung eingeweiht. Eingerichtet werden kann das Institut durch eine Stiftung des Kaufmanns und Mäzens Hermann Weil (1868–1927) und dessen Sohn Felix Weil (1898–1975). ... »Details - 6. Juli 1924: Tagung des Zentralvorstands der DVP in Frankfurt
Der Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei (DVP) tagt in Frankfurt am Main. Dr. Gustav Stresemann (1878–1929) wird zum ersten Vorsitzenden des Zentralvorstands und damit zum Parteivorsitzenden wiedergewählt. Vor dem Vorstand erstattet Stresemann einen ausführlichen Bericht über die Innen- und Außenpolitik. In der Aussprache wird dieser Bericht einmütig gebilligt.(OV) ... »Details - 19. Juli 1924: Dreitägige (Ersatz-)Olympiade in Frankfurt
Als Ersatz für den Ausschluss von den Olympischen Spielen in Paris findet in Frankfurt am Main eine dreitägige „Olympiade“ mit Sportlern aus Italien, Ungarn, Österreich, Estland, Finnland und den Niederlanden statt. ... »Details - 21. Juli 1924: Ende der viertägigen Deutschen Akademischen Olympiade in Marburg
In Marburg endet die viertägige „Deutsche Akademische Olympiade“. Mit einem Aufruf vom 15. April 1924 hatte das Deutsche Hochschulamt für Leibesübungen (DeHofL) die Studentenschaft der deutschen Hochschulen nach Marburg geladen: ... »Details - 2. August 1924: Jugendtreffen der Deutschen Turnerschaft in Marburg
Am Jugendtreffen der Deutschen Turnerschaft in Marburg nehmen 20.000 Menschen teil.(OV) ... »Details - 17. August 1924: Referat Paul Natorps über die Einheitsschule in Heppenheim
Auf einer Tagung zur Erneuerung des Bildungswesens referiert der Marburger Professor für Philosophie Paul Natorp (1854–1924) in Heppenheim über die Einheitsschule.(OV) ... »Details - 30. August 1924: In einer Währungsreform wird die Rentenmark durch die Reichsmark abgelöst
In einer Währungsreform wird die zur Beendigung der rapiden Inflation übergangsweise am 15. November 1923 eingeführte Rentenmark durch die Reichsmark abgelöst. ... »Details - 1. Oktober 1924: Eröffnung der Ausstellung „Die Form“ in Frankfurt
Im Kunstgewerbemuseum in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurt am Main wird die Ausstellung „Die Form“ des Deutschen Werkbundes eröffnet. ... »Details
