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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 4. April 1848: Politische Parteien in Wiesbaden
Anhänger der unterschiedlichen politischen Strömungen organisieren sich in Vereinen oder Gesellschaften und bilden damit die Vorgänger der Parteien im heutigen Sinn. Gegensätze bestanden vor allem zwischen den Republikanern, die für eine Abschaffung der Monarchie eintraten, und den Anhängern der Monarchie. In Wiesbaden entstand das „Comité der Republikanischen Gesellschaft“, das am 4. ... »Details - 9. April 1848: Die „Garde du Corps-Nacht“ in Kassel
In der Nacht vom 9. auf den 10. April 1848 kommt es zu blutigen Ausschreitungen in Kassel. Als dem Generaladjutanten Wilhelm Rüppel von Helmschwerdt (1791–1867) eine Katzenmusik – eine lärmende Musik, die als politische Demonstration galt – gebracht werden sollte, ging das Regiment Garde du Corps plötzlich mit gezogenen Degen auf die unbewaffneten Menschen los. Diese konnten die Angreifer ... »Details - 9. April 1848: Volksversammlung in Reisen
Am 9. April 1848 findet eine Volksversammlung in Reisen statt. Hintergrund sind Auseinandersetzungen zwischen radikalen Demokraten, die die Schaffung einer Republik wünschen, und liberalen Kräften, die für eine konstitutionelle Monarchie eintreten. Im Vorfeld der Versammlung machten Gerüchte die Runde, dass bewaffnete Republikaner aus Baden teilnehmen wollten, um mit Nachdruck ihre Position zu ... »Details - 12. April 1848: Volksversammlung in Langenselbold
Am 12. April 1848 findet in Langenselbold eine Volksversammlung statt, zu der sich zahlreiche Teilnehmer auch aus den umliegenden Orten treffen. Ähnliche Versammlungen gab es auch in Butzbach, Dillenburg, Frankfurt am Main, Ober-Laudenbach, Offenbach am Main und Reisen. Dass die Redner aus den größeren Städten kamen – in diesem Fall aus Hanau – war nicht außergewöhnlich, da es dort in ... »Details - 14. April 1848: Ausschreitungen in Arolsen
Am 14. April 1848 kommt es in Arolsen zu Ausschreitungen. Bereits für den Vortrag waren Demonstrationen in der Stadt angekündigt, weshalb Militär und Bürgerwehr in Bereitschaft standen. Am 14. April treffen bis zu 800 Bauern aus der Umgebung in der Stadt ein, am Nachmittag kommt es zu Angriffen auf Beamte und deren Häuser. Carl Wilhelm von Stockhausen (1804–1889), Direktor der waldeckischen ... »Details - 14. April 1848: Forderungen der Darmstädter Dienstmädchen
Neben politischen Vereinen wie dem republikanischen Verein in Gießen oder der Gesellschaft der reinen Republikaner in Marburg entstehen 1848 auch Vereine, die die Interessen einzelner Berufsgruppen vertreten. Dazu gehören auch die Dienstmädchen. Mit dem Datum vom 14. April 1848 erscheint in der „Darmstädter Zeitung“ ein Gedicht unter dem Titel „Erwiederung von Mädchen“, in dem diese ... »Details - 18. April 1848: Die Marburger Kandidaten für die Nationalversammlung
Die Wahlen zur Nationalversammlung finden im Kurfürstentum Hessen am 18. April 1848 statt (in Frankfurt am 25. April, im zum Großherzogtum Hessen gehörenden Alsfeld am 15. Mai). Aus dem Wahlkreis Marburg, der Marburg, Fronhausen, Treis an der Lumbda, Wetter, Frankenberg, Frankenau, Rosenthal, Kirchhain und Amöneburg umfasst, wird ein Kandidat nach Frankfurt geschickt. Es stellten sich ... »Details - 25. April 1848: Wahlen zur Nationalversammlung in Frankfurt
Die Wahlen zur Nationalversammlung fanden in den einzelnen deutschen Staaten im März und April 1848 auf der Grundlage eines neu geschaffenen Bundeswahlgesetzes statt. Wahlberechtigt war jeder männliche, volljährige und selbstständige Staatsangehörige. Die Durchführung der Wahlen lag in der Verantwortung der Einzelstaaten, die die Vorgaben des Wahlgesetzes unterschiedlich auslegten. Das ... »Details - Mai 1848 - Dezember 1848: Der Ruf nach Kolonien während der Revolution von 1848
In den 1840er Jahren führten Missernten zu großen Preissteigerungen und einem Anstieg der Armut. Das Kurfürstentum Hessen war von der Hungersnot 1846/47 besonders stark betroffen. Viele Menschen sahen in der Auswanderung eine Möglichkeit, den schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen zu entgehen, wie die Beispiele aus Wernings oder Hanau zeigen. Es kamen daher Stimmen auf, die eine staatliche ... »Details - 5. Mai 1848: Clothilde Koch-Gontard beginnt mit ihrem Tagebuch zur Nationalversammlung
Die aus der alteingesessenen Frankfurter Kaufmannsfamilie Gontard stammende, sehr gebildete und politisch interessierte Clothilde Koch-Gontard (1813–1869) beginnt am 5. Mai 1848 ihr Tagebuch, mit dem sie die politischen Ereignisse rund um die am 18. Mai 1848 eröffnete deutsche Nationalversammlung in Frankfurt protokolliert. Darin schildert sie insbesondere das Geschehen in der Paulskirche, ... »Details
