Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 8. Juli 1874: Gründung des Diakoniewerkes Bethanien
    Die evangelisch-methodistische Kirche gründet in Bornheim das Bethanien-Krankenhaus. Es wird getragen durch das Diakoniewerk Bethanien e. V., das hier sein großes Mutterhaus aufbaut. Als Schwesternstationen werden im Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Ausgabe 1954 eine Vielzahl an Wirkungsstätten der Diakonissen (christliche Kräfte) aufgeführt.(RKr) ... »Details
  2. 12. - 14. Juli 1874: Deutscher Feuerwehrtag in Kassel
    Vom 12. bis 14. Juli 1874 findet in Kassel der 9. Deutsche Feuwehrtag. Insgesamt besuchen 780 Vertreter aus 170 Vereinen, darunter auch Vereine aus Russland und Österreich, die Veranstaltung. Im Fokus stehen Neuerungen in Löschtechniken und Ausrüstung. Neben dem Fachpublikum kann auch die Öffentlichkeit die ausgestellten Geräte besichtigen.(MB) ... »Details
  3. 22. Juli 1874: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Unterlahnkreis
    Im Wahlkreis Wiesbaden 7: Unterlahnkreis findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details
  4. Oktober 1874: Wilhelm II. wird Schüler des Kasseler Friedrichsgymnasiums
    Auf Empfehlung des Prinzenerziehers Dr. Georg Hinzpeter (1827–1907) besucht der spätere deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) ab Oktober 1874 das Königliche Lyceum Fridericianum in Kassel. Der Besuch einer öffentlichen Schule durch einen Prinzen aus einem regierenden Haus war ein bis dahin nicht gekanntes Ereignis im Deutschen Reich. Neben dem Schulunterricht erhielt er noch zusätzliche ... »Details
  5. 1. November 1874: Streckeneröffnung der Kronberger Bahn
    Die Idee einer Bahnverbindung zwischen Frankfurt am Main und dem Luftkurort Kronberg im Taunus reicht bis ins Jahr 1853 zurück, als Edmund Heusinger von Waldegg (1817–1886) eine Zweigstrecke zur Homburger Bahn entwarf. 1869 fanden sich schließlich unter Führung des Frankfurter Kaufmanns Jaques Reiss (1807–1887) private Finanziers zusammen, die eine eigene Bahngesellschaft zum Bau der ... »Details
  6. 3. November 1874: Ersatzwahl zum Reichstag im Wahlkreis Wittgenstein – Siegen – Hinterlandkreis
    Im Reichstagswahlkreis Arnsberg 1: Wittgenstein – Siegen – Hinterlandkreis, an dem auch der ehemals Großherzoglich Hessische Landkreis Biedenkopf Anteil hat, findet eine Ersatzwahl statt. Im ersten Wahlgang erhalten dabei|Dr. phil. Louis Ernst (1839–1900; Nationalliberale Partei) 4.266 StimmenWilhelm Klein sen. (1811–1894; Deutsche Reichspartei) 3.400 StimmenEduard Heinrich Brasse ... »Details
  7. 12. November 1874: Durchsetzung der Schulpflicht in Preußen
    Um die allgemeine Schulpflicht nach einheitlichen Regeln durchzusetzen, wird in den Verfügungen der Abteilung für Kirchen- und Schulwesen der preußischen Regierung in Kassel festgelegt, dass die Lehrer eine Schulversäumnisliste führen müssen. Diese muss am Ende jedes Monats in Kopie durch jeden Lehrer an den Lokalschulinspektor und die jeweilige Polizeibehörde übergeben werden. Neben dem ... »Details
  8. 1. Dezember 1874: Güterzugunglück bei Gunterhausen
    Nahe Gunterhausen entgleist am 1. Dezember ein Güterzug auf der Main-Weser-Bahn. 22 Wagen werden bei dem Unglück vollständig oder schwer beschädigt. Personen kommen nicht zu Schaden.(MB) ... »Details
  9. 17. Dezember 1874: Schließung des Fuldaer Priesterseminars
    Das Fuldaer Priesterseminar wird per Gesetz geschlossen.(StH) ... »Details
  10. 22. Dezember 1874: Bootsunglück auf der Fulda
    Auf der Fulda ereignet sich am 22. Dezember bei Dittershausen ein Bootsunglück mit elf Beteiligten. Zwei Frauen ertrinken vor Ort, ein dritte erliegt später ihren Verletzungen. (MB) ... »Details
  11. 24. Dezember 1874: Erste Ausgabe der „Neuen Offenbacher Zeitung“
    Die erste sozialdemokratische Parteizeitung im Großherzogtum Hessen erscheint erstmals am 24. Dezember 1874 in Offenbach am Main unter dem Titel „Neue Offenbacher Zeitung“. Nach der „Offenbacher Zeitung“ ist es die zweite Zeitung in der Stadt.(StH) ... »Details
  12. 1875: Bundesratsbeschluss zur Führung von Statistiken in Krankenhäusern – Ausbau der Krankenversorgung
    Seit der Reichsgründung wird die medizinische Versorgung der Bevölkerung als zentrale Aufgabe des Staates gesehen. Für die vielen neu entstandenen privaten und öffentlichen Krankenhäuser sollen vereinheitlichte Standards eingeführt werden. Als Grundlage beschließt der Bundesrat die Führung von Statistiken nach einem einheitlichen Muster. Man stellt sich somit die Aufgabe, die Bevölkerung ... »Details
  13. 1875: Neubauten in der Siedlung am Höchster Seeacker
    Die Farbwerke beginnen im Jahr 1875 mit der Errichtung von Arbeiterhäusern in Höchst am Main, genauer in der Siedlung am Seeacker.(StH) ... »Details
  14. 1875: Neue Kaserne in Wehlheiden bezogen
    In Wehlheiden wird die neugebaute Kaseren bezogen. Bis dahin waren die Soldaten in der zentral gelegenen Infanteriekaserne untergebracht.(MB) ... »Details
  15. um 1880: Arbeitsbedingungen in Nagelschmieden
    In der 1883 erschienenen Abhandlung „Fünf Dorfgemeinden auf dem Hohen Taunus“ befasste sich Gottlieb Schnapper-Arndt (1846-1904) ausführlich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen in den verarmten Dörfern Seelenberg, Ober- und Niederreifenberg, Schmitten und Arnoldshain im Taunus. Die Lektüre von Karl Marx‘ (1818-1883) Schriften hatte ihn angeregt, einen „Blick in die Wirklichkeit“ ... »Details
  16. um 1880: Ernährung in den Taunusdörfern
    Im Rahmen seiner Forschungen in Seelenberg, Ober- und Niederreifenberg, Schmitten und Arnoldshain beschrieb Gottlieb Schnapper-Arndt (1846-1904) die Ernährungsgewohnheiten in den Dörfern um 1880. Üblich waren fünf Mahlzeiten am Tag: erstes und zweites Frühstück, Mittagessen, Vesperimbiss und Abendbrot. Das Essen war nur wenig abwechslungsreich. Kartoffeln dominierten den Speiseplan und ... »Details
  17. um 1880: Die Filetstrickerei im Taunus
    Die Missernte des Jahres 1851 nahm der Frankfurter Jurist und Historiker Friedrich Scharff (1812–1881) zum Anlass, ein „Comité zur Unterstützung der Feldbergdörfer“ zu gründen, das zum Ziel hatte, die betroffenen Orte im Taunus mit dem Kauf von Saatkartoffeln und der Schaffung neuer Erwerbszweige zu unterstützen. Daneben strebte das Komitee an, für die Frauen und Kinder Beschäftigung ... »Details
  18. um 1880: Wohn- und Lebensverhältnisse in den Taunusdörfern
    Die Bevölkerung in den Taunusdörfern Arnoldshain, Schmitten, Nieder- und Oberreifenberg und Seelenberg, die sich ihren Lebensunterhalt durch die Herstellung von Nägeln, Filetstrickerei oder als Tagelöhner verdiente, lebte in ausgesprochen einfachen Verhältnissen. Die meisten Häuser besaßen nur eine beheizbare Stube, in der die ganze Familie leben, schlafen und oftmals arbeiten musste. ... »Details
  19. 1875-1890: Unfallverhütung am Arbeitsplatz
    Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es zunehmend Maßnahmen, die Erkrankungen und Unfälle am Arbeitsplatz verhindern sollten. 1884 wurde die Unfallversicherung eingeführt, um Arbeiter bei Arbeitsunfällen abzusichern. Die Betriebe erhielten zudem Vorgaben, die der Verhütung von Unfällen dienen sollten. Dazu gehörte zum Beispiel das Tragen von Schutzmasken oder die Anweisung, ... »Details
  20. 6. Januar 1875: Ehemaliger Kurfürst Friedrich Wilhelm I. verstirbt in Prag
    Am 6. Januar 1875 verstirbt Friedrich Wilhelm I. (1802–1875), Mitregent in Kassel seit 1831 und als Kurfürst regierend von 1847 bis 1866, im ehemaligen Palais Windischgrätz in Prag. Im Juli 1867 hatte er sich mit seiner Familie dorthin ins Exil begeben, nachdem er zunächst 1866 als Kriegsgefangener nach Stettin abgeführt worden und nach der Unterzeichnung des Stettiner Vertrags am 17. ... »Details