Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 2. August 1847: Louis Anton erhält ein Patent für Streichzündhölzer
    In Darmstadt erhält Louis Anton (1809–1866) & Comp. (auch Ludwig Anton) am 2. August 1847 das Patent für phosphorfreie Streichzündhölzer für fünf Jahre. In der in Aschbach bei Wald-Michelbach angesiedelten Fabrik produziert der gelernte Mechaniker die Streichhölzer mit einer mit drei Wasserrädern konstruierten Spezial-Hobelmaschine bereits seit März 1846. Die Späne und Schachteln ... »Details
  2. 18. September 1847: Einweihung des Weilburger Schifffahrtstunnels
    Der Weilburger Schifffahrtstunnel ist der älteste und mit 195 m längste heute noch befahrbare Schiffstunnel in Deutschland. Er verläuft geradlinig durch den Mühlberg, auf dem sich die Stadt Weilburg befindet, und umgeht so einen etwa zwei Kilometer langen Bogen der Lahn mit zwei Wehren.|Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann die nassauische Regierung, die Lahn auch an ihrem Oberlauf schiffbar ... »Details
  3. 10. Oktober 1847: Liberale Parlamentarier entwickeln in Heppenheim ein gemeinsames Programm
    Am 10. Oktober 1847 finden sich 18 führende liberale Parlamentarier der Opposition, zum Beispiel Heinrich von Gagern (1799–1880) aus Darmstadt und August Hergenhahn (1804–1874) aus Wiesbaden, im Gasthof „Zum Halben Mond“ in Heppenheim ein, um ein Programm gegen die Forderungen der radikalen Demokraten im badischen Offenburg zu entwickeln, welches in der „Deutschen Zeitung“ von Georg ... »Details
  4. 1848: Bahnhof in Hofgeismar fertiggestellt
    Die Bade- und Garnisonsstadt Hofgeismar, 24 km nördlich von Kassel gelegen, erhielt 1848 ein großes, repräsentatives Empfangsgebäude im Rahmen des Ausbaus der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn.|Der kurhessische Eisenbahndirektor Julius Eugen Ruhl (1796–1871) plante den Bahnhof inmitten einer Parklandschaft, 1,5 km vom historischen Stadtkern entfernt. Das langgestreckte Gebäude besaß neben dem ... »Details
  5. 1848: Die Revolution in Hersfeld
    Über die revolutionären Geschehnisse in Hersfeld informieren die 1888 erschienenen „Denkwürdigkeiten von Hersfeld“. Der Autor Julius Carl Vigelius war Postdirektor in Hersfeld. Da von kaiserlichen Postämtern verlangt wurde, eine Chronik und Beschreibung des Postorts zu führen, setzte auch Vigelius diese Vorschrift um. Er griff dabei auf eine bereits 1829 erschienene Chronik Karl Piderits ... »Details
  6. 1848: Streit um die Nutzung des Waldes in Langendiebach
    Im Zuge der Revolution von 1848 kam in vielen ländlichen Gemeinden der Wunsch auf, die Nutzung des Waldes neu zu regeln. Häufig wartete die Bevölkerung nicht auf offizielle Entscheidungen oder missachtete diese und schlug Holz, um es für eigene Zwecke zu nutzen. Teilweise wurden ganze Wälder abgeholzt, gegen diejenigen, die sich nicht an der Tat nicht beteiligen wollten, wurde Druck ... »Details
  7. 1848: Die Gesellschaft der reinen Republikaner
    Politisch Gleichgesinnte schlossen sich oft in Vereinen zusammen, wie beispielsweise in Gießen oder Wiesbaden. Einer der kleineren politischen Vereine, die im Laufe des Jahres 1848 in Marburg entstanden, war die „Gesellschaft der reinen Republikaner“, die von dem Mediziner Leopold Eichelberg (1804–1879) gegründet wurde. Eichelberg war 1837 zu einer Festungsstrafe wegen der Verbreitung ... »Details
  8. 1848/1849: Bürgergarde und Vereine in Hofgeismar
    Im Februar 1848 erreichten erste Nachrichten von der Revolution in Paris Hofgeismar. Auch die Hanauer Forderungen und das Hanauer Ultimatum waren Gesprächsstoff in der Stadt. Um für Sicherheit und Ordnung sorgen zu können, wurde eine Bürgergarde aufgestellt (wie es sie beispielsweise auch in Camberg und Gießen gab), die in der Folgezeit bei größeren und kleineren Ausschreitungen häufig zum ... »Details
  9. 1848-1850: Pläne für eine Kolonie in Palästina
    1848 entstand in Frankfurt der „Verein zu Frankfurt am Main für eine deutsche Kolonie im Gelobten Lande“. Ziel des Vereins war, eine evangelische Mission in Palästina aufzubauen, wo es bisher nur wenige evangelische Missionsbestrebungen gab. Dies änderte sich 1841 mit der Gründung eines protestantischen Bistums, das von Preußen und England gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Zudem hatte ... »Details
  10. 1848-1852: Der „Langsdorfer Judenkrawall“
    Im Zuge der Revolution von 1848 verabschiedete das Großherzogtum Hessen im August 1848 ein Gesetz, das Religionsfreiheit zusagte und zudem festschrieb, dass das Bekenntnis keinerlei Auswirkungen auf die bürgerlichen oder politischen Rechte hatte. Auch im Kurfürstentum Hessen und im Herzogtum Nassau gab es vergleichbare Gesetze. Die damit einhergehende rechtliche Gleichstellung der Juden stieß ... »Details