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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 6. Dezember 1954: Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Gesamtdeutschen Block
In Wiesbaden treffen sich Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) und Vertreter des Gesamtdeutschen Blocks, um über eine mögliche Koalition in Hessen zu verhandeln. Der Block soll zwei Ministerposten erhalten, darunter auch den des neu zu schaffenden Flüchtlingsministers. Die Gespräche zwischen den beiden Parteien seien aussichtsreich, dennoch reden zeitgleich SPD und CDU über ... »Details - 7.-8. Dezember 1954: Zinn lädt CDU zu Gespräch ein
Ministerpräsident Georg August Zinn lädt nach dem Landtagswahl Vertreter der CDU zu einem informatorischen Gespräch ein. Vom geschäftsführenden Vorstand der Union wird diese Einladung am 8. Dezember angenommen. Stattfinden wird das Gespräch Freitag in Wiesbaden. Nicht zu dem Gespräch geladen sind Vertreter der FDP.(MB) ... »Details - 8. Dezember 1954: Gesamtdeutscher Block berät über Koalitionsmöglichkeiten
Der in den Hessischen Landtag gewählte Gesamtdeutsche Block berät fraktionsintern seine Koalitionsmöglichkeiten in Hessen. Der Block hat Gespräche mit der SPD, CDU und FDP geführt. In der Landeshauptstadt wird berichtet, die Entscheidung sei, auch ohne formelle Abstimmung, einstimmig zugunsten der Sozialdemokraten ausgefallen.(MB) ... »Details - 10. Dezember 1954: SPD und CDU beraten mögliche Regierungsbildung
In Wiesbaden treffen sich Vertreter der SPD und der CDU, um über eine mögliche Große Koalition in Hessen zu beraten. Nach dem dreistündigen Treffen gehen die Parteien ergebnislos auseinander, vereinbaren aber weitere Gespräche. Allerdings gibt der Vertreter der CDU, Dr. Erich Großkopf (1903–1977), wenig später bekannt, dass sich seine Partei in der Oppositionsrolle sehe.(MB) ... »Details - 1955: Gründung deutsch-amerikanischer Institute in Darmstadt und Marburg
In Darmstadt und Marburg werden die ersten deutsch-amerikanischen Institute gegründet.(OV) ... »Details - 1955: Hessen wird zum Geberland im Länderfinanzausgleich
Hessen wird im Länderfinanzausgleich der Bundesrepublik zum Geberland.(OV) ... »Details - 1955: Wiedereröffnung des Darmstädter Landesmuseums
Zehn Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs und nach geglücktem Wiederaufbau des vom Darmstädter Architekten Alfred Messel konzipierten und 1944 im Bombenhagel bis auf die Grundmauern niedergebrannten Gebäudes, wird das Darmstädter Landesmuseum im Jahr 1955 unter Erich Wiese wiedereröffnet. Die während des Krieges ausgelagerten Sammlungsbestände, die nicht Plünderungen und Diebstahl ... »Details - Januar 1955: Hessischer Forschungsrat geplant
Die Landtagsfraktion der CDU regt die Gründung eines hessischen Forschungsrates an. Vorsitzen soll diesem der Ministerpräsident. Aufgabe des Rates ist es, die Forschungsarbeit an Hochschulen und in der Wirtschaft zu koordinieren. Weitere Mitglieder sollen die zuständigen Ressortminister, die Rektoren der Hochschulen, ausgewählten Hochschulprofessoren, Forschungsexperten der hessischen ... »Details - 3. Januar 1955: Amerikanische Ausstellung „Atome für den Frieden“ propagiert zivile Atomkraftnutzung
Der US-amerikanische Generalkonsul Montagu Pigott eröffnet in Frankfurt am Main die bis Ende des Monats dauernde Ausstellung „Atome für den Frieden“, die den Besuchern die gewinnbringenden Möglichkeiten der friedlichen Nutzung der Atomenergie verdeutlichen soll.(OV) ... »Details - 5. Januar 1955: Streitigkeiten beim Reichsbund der Kriegs- und Zivilgeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen
Der Reichsbund der Kriegs- und Zivilgeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen weist für seinen hessischen Verband den Vorwurf finanzieller Unregelmäßigkeiten entschieden zurück. Der zweite Bundesvorsitzende, Hugo Rasch (1913–1960; SPD), erhebt diese Vorwürfe gegen den beurlaubten Landesgeschäftsführer des Reichsbundes in Hessen, Hermann Recke. Bei einer Kassenprüfung durch einen ... »Details - 5. Januar 1955: Hessische CDU berät weiteres Vorgehen nach der Landtagswahl
Die hessische Union diskutiert nach dem Ausgang der Landtagswahl ihr weiteres Vorgehen. Strittig ist die Frage, ob die Partei zusammen mit der SPD in die Regierung gehen soll, hatte sie doch vor der Wahl das Bündnis mit der FDP ausgerufen. Für den Bundestagsabgeordneten der CDU, Eduard Platner (1894–1980), wäre ein Zusammengehen mit der SPD und dem Gesamtdeutschen Block ein klarer Wortbruch ... »Details - 6. Januar 1955: Personalvorschläge des Gesamtdeutschen Blocks
Der Gesamtdeutsche Block schlägt den Juristen Dr. Walter Preißler (1915–2005) aus Wetzlar als Staatssekretär des Innenministeriums mit dem Ressort für Geschädigtenfragen, das Landesausgleichsamt und das Landesflüchtlingsamt vor. Darauf einigten sich Landesvorstände und die Landtagsfraktion nach zweitägiger Sitzung. Auch Josef Walter (1893–1966) und Klaus Stein (1890–1974) standen in ... »Details - 6. Januar 1955: Bund der Steuerzahler gegen höhere Kirchensteuer
Der Bund der Steuerzahler in Hessen spricht sich gegen die Erhöhung der Kirchensteuer von acht auf zehn Prozent aus. Diese Erhöhung hatte das Kultusministerium mit Wirkung zum 1. Januar ausgesprochen. Der Bund der Steuerzahler erklärt, dass durch die Senkung der Einkommenssteuer, dem Anstieg des Sozialprodukts und der Abschaffung vieler Vergünstigungen, für 1955 mit einem ähnliche ... »Details - 8. Januar 1955: Politische Bildung für Lehrer
In Hessen werden rund fünfzig Lehrer vom normalen Lehrbetrieb freigestellt und besuchen an der Universität Frankfurt am Main für zehn Wochen Kurse zur politischen Bildung. Ursprünglich als zweitägiger Kurs geplant, fand die Aktion derart großen Anklang bei den Lehrern, dass diese sich eine Vertiefung der Materie wünschten. Ermöglicht wird dieser Kurs durch Zusammenarbeit des Frankfurter ... »Details - 11. Januar 1955: Landtagsfraktion der SPD billigt Zinns Kabinett
Die Landtagsfraktion der SPD billigt die von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976) vorlegten Vorschläge für die Besetzung der Ministerposten. Dr. Heinrich Troeger (1901–1975) wird weiterhin das Finanzministerium führen, ebenso wie Arno Hennig (1897–1963) das Kultus- und Heinrich Schneider (1905–1980) das Innenministerium. Gotthard Franke (1912–1975) und Gustav Hacker ... »Details - 14. Januar 1955: CDU berät Kurs in der Opposition
Nach den gescheiterten Koalitionsverhandlungen mit der SPD und dem Gesamtdeutschen Block in Hessen beraten der Landesvorstand und der Landesausschuss der Partei in Kassel ihr weiteres Vorgehen. Dr. Erich Großkopf (1903–1977) und Dr. Karl Kanka (1904–1974) befürworten eine produktive Mitarbeit der Union an der Landespolitik. Dagegen steht die Meinung, unter anderem vertreten vom ... »Details - 16. Januar 1955: Einweihung der Feldberg-Bobbahn
Die Feldberg-Bobbahn wird mit den Hessischen Bobmeisterschaften eingeweiht. Die Bahn befindet sich am Nordwesthang des Feldbergs und die ersten Rodler werden aus dem Frankfurter Bobclub Taunus stammen. Für die Präparierung der Bahn war die Wetterlage der letzten Tage mit Schnee, Regen und Frost äußerst günstig.(MB) ... »Details - 19. Januar 1955: Vereidigung des zweiten Kabinetts von Ministerpräsident Georg August Zinn
Als Ergebnis der Landtagswahlen muss Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) eine Koalitionsregierung bilden und dem Gesamtdeutschen Block / Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (GB/BHE) zwei Ministerien einräumen. Zinn setzt diese Koalition bis 1967 fort. Bei der Vorstellung des Kabinett spricht sich der Hessischen Landtag mit 50 Stimmen von SPD und GB gegen 44 Stimmen ... »Details - 29. Januar 1955: Sozialdemokraten unterzeichnen „Deutsches Manifest“ gegen Wiederbewaffnung
Bei einer Protestkundgebung in der Frankfurter Paulskirche gegen den Abschluss der Pariser Verträge unterzeichnen Helmut Gollwitzer (1908–1993), Erich Ollenhauer (1901–1963), Gustav Heinemann (1899–1976) und Georg August Zinn (1901–1976) das „Deutsche Manifest“. Sie fordern Vorrang für die Wiedervereinigung Deutschlands als Ziel der Politik gegenüber militärischer Blockbildung ... »Details - 29. Januar 1955: Ablehnung der Pariser Verträge im „Deutschen Manifest“
Oppositionspolitiker, Gewerkschaftsmitglieder und Theologen lehnen im „Deutschen Manifest“ in der Frankfurter Paulskirche die „Pariser Verträge“ von 1954 ab. (hdg)(OV) ... »Details
