Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

  • 1900
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  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 7. September 1942: Künstler wegen „Rundfunkverbrechens“ zum Tode verurteilt
    Mit dem Gießener Schriftsteller Alfred Kaufmann (1868–1946), der später begnadigt wird, verurteilt der Volksgerichtshof in Frankfurt am Main den Kunstmaler Heinrich Will (1895–1943) wegen „Rundfunkverbrechens“ zum Tode.(OV) ... »Details
  2. 7. September 1942: Deportation von 755 Juden aus dem Regierungsbezirk Kassel nach Theresienstadt
    Mit einem Sonderzug mit der Zugnummer „Da 511“ werden 755 Juden aus dem Regierungsbezirk Kassel nach Theresienstadt deportiert. Die Menschen waren vorher in der Turnhalle der Bürgerschulen an der Kasseler Schillerstraße (in der Nähe des Hauptbahnhofs) zusammengeführt worden. Von den Deportierten kommen 323 aus Kassel selbst, vor allem aus den Altersheimen Mombachstraße und Große ... »Details
  3. 9. September 1942: Bombenangriff auf Rüsselsheim, Frankfurt und Mainz
    In der Nacht vom 8. auf den 9. September unternehmen britische Bomber einen Angriff auf Rüsselsheim, der in der Stadt 26 Menschen das Leben kostet. Der südhessische Industriestandort und die dort beheimateten Opel-Werke sind damit zum ersten Mal im Zweiten Weltkrieg Ziel alliierter Bombenangriffe. Bei der Attacke trifft eine Luftmine das direkt neben dem Opel-Werksgelände liegende ... »Details
  4. 15. September 1942: Deportation von etwa 1378 Juden von Frankfurt nach Theresienstadt
    Ein Sonderzug mit der Zugnummer „Da 515“ bringt etwa 1366 bis 1378 Menschen von Frankfurt am Main aus nach Theresienstadt, darunter viele Waisenkinder. Damit ist der größte Teil der in Frankfurt lebenden Juden deportiert worden.(OV) ... »Details
  5. 17. September 1942: Hinrichtung von Arbeitern in Preungesheim wegen Hochverrats
    In der Strafanstalt Frankfurt-Preungesheim werden sieben Todesurteile gegen Arbeiter vollstreckt, die des „Hochverrats“ beschuldigt wurden.(OV) ... »Details
  6. 24. September 1942: Deportation von 237 Juden aus Frankfurt nach Raasiku
    Mit einem Sonderzug werden in einer letzten Massendeportation aus Frankfurt am Main 237 Juden nach Raasiku (heute Estland) verbracht. Darunter sind auch die Krankenschwestern, Ärzte, Heimleiterinnen und Angestellten der ehemaligen Jüdischen Gemeinde Frankfurt. Der Zug hält am 26. September auf dem Güterbahnhof Berlin-Moabit, wo er mit einem Transportzug mit 812 Berliner Juden verbunden wird. ... »Details
  7. 27. September 1942: Deportation von 1.288 Juden aus Südhessen über Darmstadt nach Theresienstadt
    Mit dem Sonderzug „Da 520“ wird der letzte Großtransport von Juden nach Theresienstadt in Darmstadt abgefertigt. Zu den Deportierten (470 Männer und 818 Frauen) gehören vor allem ältere Menschen aus dem ehemaligen Volksstaat Hessen, darunter Personen aus Alzey, Worms, Bad Nauheim, Friedberg, Offenbach am Main, Gräfenhausen, Mainz, Neu-Isenburg, Reichelsheim, Seligenstadt, Viernheim, ... »Details
  8. 30. September 1942: Deportation von 883 Juden von Mainz und Darmstadt nach Treblinka
    Mit dem Transport „Da 84“ werden von Darmstadt aus 883 Menschen0=Nach Angaben von Monica Kingreen wurden mit diesem Transport 925 Menschen deportiert. Vgl. Kingreen, Die Deportation der Juden aus Hessen 1940 bis 1945. Selbstzeugnisse, Fotos, Dokumente, Wiesbaden 2023, Übersicht über die Deportationen [o.S.]. aus dem ehemaligen Volksstaat Hessen deportiert, während etwa zeitgleich (am 27. ... »Details
  9. 7. Oktober 1942: Uraufführung der Oper „Odysseus“ in Frankfurt
    Im Opernhaus in Frankfurt am Main wird die Choroper „Odysseus“ von Hermann Reutter (1900–1985; Musik) und Rudolf Bach (1901–1957; Libretto) uraufgeführt. Dirigent der Aufführung des dreiaktigen, 1942 entstandenen Werkes ist der Musikdirektor und musikalischer Leiter der Frankfurter Oper Franz Konwitschny (1901–1962), die Inszenierung stammt von Hans Meissner (1896–1958) und Helmut ... »Details
  10. 9. Oktober 1942: NSDAP-Kanzlei informiert Gau- und Kreisleiter über „Endlösung der Judenfrage“
    Die Parteikanzlei der NSDAP informiert alle Gau- und Kreisleiter der Partei vertraulich über die „Endlösung der Judenfrage“ und gibt ihnen dabei zur Kenntnis, „daß alle Juden aus dem Reichsgebiet und den übrigen, in die Endlösung einbezogenen europäischen Ländern“ laufend nach dem Osten, in große, zum Teil vorhandene, zum Teil noch zu errichtende Lager, transportiert werden. „Es ... »Details