Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 28. November 1897: Einweihung der neu erbauten Lutherkirche in Kassel
    Am 28. November 1897 (erster Advent) wird die Lutherkirche am Rande der Altstadt in Kassel festlich eingeweiht. Als Tochterkirche der stark angewachsenen lutherischen Gemeindekirche am Graben wurde sie auf dem seit 1843 aufgelassenen Altstädter Friedhof errichtet, den die Gemeinde 1889 der Stadt Kassel abgekauft hatte. Einige Grabsteine des ehemaligen Friedhofs mussten zu Gunsten des Kirchenbaus ... »Details
  2. 1898: Bau einer Arbeitersiedlung (Cramer-Klett-Siedlung) in Gustavsburg
    Zwischen 1896 und 1898 wird in Gustavsburg eine von dem Darmstädter Oberbaurat Karl Hofmann (1856–1933) konzipierte Siedlung für die Arbeiter der Brückenbauabteilung der Firma MAN – entstanden aus der Firma „Klett & Co.“, die 1859 bis 1862 die Mainzer Südbrücke errichtet hatte – erbaut. Der noch heute verwendete Name Cramer-Klett-Siedlung würdigt den Gründer der MAN Theodor von ... »Details
  3. 1898: Beschäftigung von Arbeiterinnen und Jugendlichen in Ziegeleien
    Die Gewerbeordnung für den Norddeutschen Bund von 1869 regelte unter anderem die Arbeitsbedingungen für Arbeiterinnen und Arbeiter, aber auch für Kinder und Jugendliche. Seit dem preußischen „Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in Fabriken“ aus dem Jahr 1839 wurde das Mindestalter für die Aufnahme einer Beschäftigung immer weiter hochgesetzt, von neun auf 13 Jahre. ... »Details
  4. 1898: Die gewerbliche Beschäftigung von Schulkindern in Kassel
    Seit 1871 durften Kinder unter 13 Jahren nicht in Fabriken beschäftigt werden, da sie bis dahin noch schulpflichtig waren. In mehreren Umfragen, die die Stadt Kassel in den 1890er Jahren an den dortigen Schulen durchführte, konnte festgestellt werden, dass zu diesem Zeitpunkt tatsächlich keine Kinder mehr in Fabriken arbeiteten, aber circa 10 Prozent dennoch gewerblich tätig waren, in dem sie ... »Details
  5. 1898: Antisemitische Postkarten
    Das Frankfurter Hotel „Kölner Hof“ erlangte nach 1895 überregionale Bekanntschaft, in dem es damit warb, das einzige „judenfreie“ Hotel der Stadt zu sein. Der Inhaber Hermann Laass (1866–1936) ließ „Freifahrtkarten nach Jerusalem“ verteilen und bot seinen Gästen antisemitische Postkarten an. Bier ließ er aus Krügen mit der Aufschrift „Kauft nicht bei Juden“ ausschenken. Die ... »Details
  6. 21. März 1898: Eröffnung des 32. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
    In Wiesbaden wird um 12 Uhr im Saal der Königlichen Regierung der 32. Kommunallandtag des Regierungsbezirks durch eine Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, dem Oberpräsidenten Eduard Magdeburg (1844–1932) eröffnet:|Geehrte Herren!Da die Stelle des Regierungs-Präsidenten in Wiesbaden zur Zeit unbesetzt und mithin meine Vertretung in den Geschäften des Königlichen ... »Details
  7. 10. Mai 1898: Einweihung des „Wimmel-Denkmals“ in Kassel
    Das sogenannte Wimmel-Denkmal in Kassel entsteht aufgrund einer Stiftung der Brüder Heinrich (1830–1881) und Johannes Wimmel (1823–1892), die gemeinsam ein Maler- und Weißbindergeschäft in Kassel betrieben. Einen Teil ihres in der Stiftung verwalteten Nachlasses, der dem Wohnungsbau und der Krankenpflege gewidmet werden sollte, hatten sie für ein „Denkmal zur Verherrlichung der Einigung ... »Details
  8. 16. Juni 1898: Wahl zum Deutschen Reichstag
    Gewählte Abgeordnete ... »Details
  9. 16. Juli 1898: Kuraufenthalt von Kaiserin Elisabeth von Österreich in Bad Nauheim
    Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich das Thermalsolebad Bad Nauheim als Kurort von Weltrang etabliert. Die vor allem im Sommer beliebte Badekur diente dabei oft nicht nur gesundheitlichen Zwecken, sondern auch der Geselligkeit mit internationaler Prominenz.|Zu den illustren Gästen zählte unter anderem Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837–1898), die am 16. Juli 1898 eine Badekur zu ... »Details
  10. 27. August 1898: Einweihung der neuen Synagoge in Schlüchtern
    Nachdem die alte Synagoge am Obertor, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts umgebaut worden war, für die gewachsene Zahl der Gemeindemitglieder zu eng wurde, beschloss die israelitische Gemeinde in Schlüchtern, den Wiesbadener Architekten Joseph Beitscher (geb. 1862) mit dem Bau einer neuen Synagoge zu beauftragen. Diese wird am 26. August 1898 feierlich eingeweiht. Die Weiherede hielt der ... »Details
  11. 17. September 1898: Eröffnung des Volksbades in Gießen
    Am 17. September 1898 wird das „Volksbad“ in Gießen eröffnet, welches durch den im Jahr 1896 gegründeten „Gießener Volksbad“-Verein mit einem Aktienkapital von 180.000 Mark gefördert wurde. In diesem wurden Brause-, Dampf-, Wannenbäder und eine Schwimmhalle vereint. Geöffnet war die Badeanlage von 6 bis 21 Uhr, im Winter von 8 bis 19 Uhr zu einem Preis von 40 Pfennig – Zuschauer ... »Details
  12. 20. September 1898: Erste Kunst- und Kunstgewerbeausstellung in Darmstadt eröffnet
    Auf Initiative des Verlegers Alexander Koch (1860–1939) wird am 20. September 1898 in der 1889 von Hermann Müller (1841–1934) errichteten Kunsthalle am Rheintor in Darmstadt die vom Darmstädter Kunstverein und der 1898 neu gegründeten „Freien Vereinigung Darmstädter Künstler“ veranstaltete „Erste Darmstädter Kunst- und Kunstgewerbeausstellung“ eröffnet. Diese erste Ausstellung ... »Details
  13. 9. Oktober 1898: Einweihung des Bismarck-Denkmals in Wiesbaden
    Die ab 1868 in Deutschland in großer Zahl entstandenen Bismarck-Denkmäler waren sichtbarer und Ausdruck der Verehrung des ersten deutschen Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck (1815–1898) im Kaiserreich.|Das Bismarck-Denkmal in Wiesbaden wurde auf dem Wilhelmsplatz (später Bismarckplatz) errichtet und am 9. Oktober 1898 festlich eingeweiht. Die überlebensgroße Bronzeskulptur hatte der ... »Details
  14. 25. Oktober 1898: Preußischer Ministerialerlass zur Nutzung von Turnhallen
    Der Erlass legt fest, dass die Raumtemperatur in Turnhallen bei 12 bis 15 Grad Celsius liegen soll. Dies wird für den Sport als besonders sinnvoll angesehen. Die Hallen müssen an jedem Tag gereinigt werden, nicht nur die Fußböden, sondern auch Fenster, Wände und Geräte. Als Begründung wird auf die Verpflichtung am Sportunterricht teilzunehmen hingewiesen und dass „daher auch für minder ... »Details
  15. 27. Oktober 1898: Wahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus
    Bei der Wahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus legen die Konservativen leicht zu und bleiben mit 145 von 433 Mandaten stärkste Kraft (1893: 143). Zweitstärkste Kraft bleibt die katholische Zentrumspartei, die sechs Sitze hinzugewinnt und nun genau 100 Abgeordnete stellt – das sind zwei mehr als bei ihrem bisherigen Bestwert mit 98 Mandaten bei den Wahlen von 1885. Die Nationalliberalen ... »Details
  16. 1. November 1898: In Darmstadt wird das Gewerbemuseum eröffnet
    Seit 1891/1892 wurde in Darmstadt ein Neubau für die 1867 aus dem „Gewerbeverein für das Großherzogtum Hessen“ entwickelte „Zentralstelle für die Gewerbe“ geplant, der auch ein Gewerbemuseum mit der stetig angewachsenen Sammlung des Vereins enthalten sollte. Die Lehrsammlung für die Gewerbetreibenden und -schulen wurde unsystematisch ergänzt, worüber das „Gewerbeblatt für das ... »Details
  17. 25. November 1898: Enthüllung des Reiterstandbilds von Großherzog Ludwig IV. auf dem Paradeplatz in Darmstadt
    Am 25. November 1898 wird das Reiterdenkmal für Großherzog Ludwig IV. (1837–1892) auf dem Paradeplatz (heute Friedensplatz) vor dem 1897 begonnnen Neubau des Landesmuseums in Darmstadt enthüllt. Die von dem Berliner Bildhauer Fritz Schaper (1841–1919) entworfene bronzene Reiterstatue auf einem roten Granitsockel zeigt den Fürsten als Kommandeur der hessischen Division im ... »Details
  18. 1. Dezember 1898: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Obertaunuskreis – Frankfurt am Main-Land
    In Homburg vor der Höhe findet für den Wahlkreis Wiesbaden 10: Obertaunuskreis – Frankfurt am Main-Land eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details
  19. 14. Dezember 1898: Erwerb des ehemaligen Wilhelmitenkloster in Witzenhausen für die Deutsche Kolonialschule
    Die Idee einer Deutschen Kolonialschule hatte ihre Wurzeln zum einen in den Missionsgesellschaften und zum anderen im kolonialistisch-imperialistischen Gedankengut des deutschen Kaiserreiches. Im Mai 1898 wurde unter der Schirmherrschaft des Fürsten Wilhelm zu Wied (1845–1907) der Verein „Deutsche Kolonialschule für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe GmbH“ auf dem Neuwieder Schloss ... »Details
  20. 1899: Gründung eines Golfclubs in Homburg vor der Höhe
    Im Kontrast zu den Fußballvereinen im Deutschen Reich wird in Homburg vor der Höhe ein Golfclub für den britischen Nobelsport gegründet sowie ein entsprechender Platz in den Jahren 1890/91 angelegt.(StH) ... »Details
  21. 1899: Boykottaufruf der Maurer
    Streit um Löhne führte immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Dabei setzten die Arbeiter nicht nur Streik als Mittel des Arbeitskampfes ein, auch Boykotte waren eine Möglichkeit, um Unternehmen unter Druck zu setzen. ... »Details
  22. 1899: Die Deutsche Kolonialschule in Witzenhausen
    Es gab im deutschen Reich keine Ausbildungsstätte für Personal, das in den Kolonien eingesetzt werden sollte. Erst mit der Errichtung der „Deutschen Kolonialschule“ im ehemaligen Wilhelmitenkloster in Witzenhausen wurde 1899 eine Möglichkeit geschaffen, junge Männer für die „praktische Kolonialarbeit“ auszubilden. Zwischen 1908 und 1910 bestand zudem für kurze Zeit in Witzenhausen ... »Details
  23. 1. Januar 1899: Hellmut von Gerlach Herausgeber der „Hessischen Landeszeitung“
    Der Publizist und Politiker Hellmut von Gerlach (1866–1935) übernimmt die Herausgeberschaft der „Hessischen Landeszeitung“ in Marburg. Von Gerlach wird später, zwischen Juni 1903 und Januar 1907 den Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Kassel 5 (Marburg-Frankenberg-Kirchhain) im Deutschen Reichstag vertreten. 1918 war er Mitbegründer der Deutschen Friedensgesellschaft.(LV) ... »Details
  24. 1. Januar 1899: Frankfurter Arbeitersekretatiat nimmt die Arbeit auf
    Am 1. Januar 1899 beginnt das Frankfurter gewerkschaftliche Arbeitersekretariat mit der Arbeit. In Darmstadt folgte ein solches im April desselben Jahres.(StH) ... »Details
  25. Februar 1899: Arbeitsschutz in Zigarrenfabriken
    Seit den 1880er Jahren gab es verstärkt Maßnahmen zum Arbeitsschutz von Angestellten in Betrieben. Neben der Einführung der Kranken- und Unfallversicherung gehörten dazu auch gesetzliche Vorschriften für bestimmte Branchen. Im Mai 1888 wurde die „Bekanntmachung, betreffend die Einrichtung und den Betrieb der zur Anfertigung von Cigarren bestimmten Anlagen“ verabschiedet, die unter anderem ... »Details
  26. 20. Februar 1899: Eröffnung des 24. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Kassel
    Im Kasseler Ständehaus wird der 24. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, des Oberpräsidenten Robert Graf von Zedlitz und Trützschler (1837–1914), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache aus:|Geehrte Herren! Die Gegenstände, welche Ihnen für die bevorstehende Tagung zur Berathung und Beschlußfassung ... »Details
  27. 21. März 1899: Eröffnung des 33. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
    In Wiesbaden wird um 12 Uhr im Saal der Königlichen Regierung der 33. Kommunallandtag des Regierungsbezirks durch eine Ansprache des stellvertretenden Königlichen Landtagskommissars, dem Regierungspräsidenten Dr. Richard Wentzel (1850–1916) eröffnet:|Geehrte Herren!Nachdem Seine Majestät der Kaiser und König die Zusammenberufung des Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden zum ... »Details
  28. Frühjahr 1899: Erster patentierter Motorwagen von Adam Opel in Rüsselsheim
    Im Frühjahr 1899 baut Adam Opel (1837–1895) in Rüsselsheim den ersten patentierten Motorwagen, „System Lutzmann“. Das Unternehmen wurde seit 1895 von Sophie Opel (1840–1913) geleitet, welche 1898 die Motorwagenfabrik Lutzmann in Dessau kaufte und die Produktion mit Konstruktionszeichnungen und Patent nach Rüsselsheim verlegt. Den Durchbruch bringt die Zusammenarbeit mit Louis Renault ... »Details
  29. Frühjahr 1899: Arbeitskampf im Frankfurter Braugewerbe
    Im März 1899 wandten sich die Arbeiter einiger Frankfurter Brauereien an ihre Arbeitgeber und verlangten unter anderem eine Erhöhung des Mindestlohns von 24 auf 27 Mark pro Woche, einen Zehnstundentag sowie arbeitsfreie Sonntage. Sie begründeten ihre Forderungen damit, dass die Brauereien in den letzten Jahren die Gewinne steigern konnten, während die Beschäftigten mit steigenden ... »Details
  30. 1. April 1899: Kassel wird zur Großstadt
    Aufgrund der Eingemeindung von Wehlheiden am 1. April 1899 wird Kassel zur Großstadt. Im Jahr 1861 zählte Kassel noch ca. 40.000 Einwohner.(StH) ... »Details
  31. 16. April 1899: Landesausschuss des „Deutschen Flottenvereins“ in Darmstadt
    In Darmstadt wird ein hessischer Landesausschuss des „Deutschen Flottenvereins“ gegründet, der unter dem Patronat von Großherzog Ernst Ludwig (1868–1937) im Februar 1900 eine Marine-Ausstellung im Prinz-Karl-Palais in der Wilhelminenstraße zeigt. Der Schwager des Großherzogs, Prinz Heinrich von Preußen, ist Admiral der Reichskriegsflotte.(StH) ... »Details
  32. 10. Juli 1899: Großherzog Ernst Ludwig beruft Joseph Maria Olbrich an die Darmstadter Künstlerkolonie
    In den Sommermonaten des Jahres 1899 ruft Großherzog Ernst Ludwig (1868–1937) auf Anregung des Verlegers Alexander Koch (1860–1939) die Künstlerkolonie in Darmstadt ins Leben. Damit will er nicht nur die Residenzstadt zu einem Zentrum der damals aktuellen Kunstgewerbebewegung machen, sondern verfolgt gleichzeitig auch wirtschaftliche Interessen. ... »Details
  33. 26. Juli 1899: Neue Straßenbahn in Homburg vor der Höhe
    Am 26. Juli 1899 erhält Homburg vor der Höhe eine elektrische Straßenbahn.(StH) ... »Details
  34. 11. August 1899: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Oberlahnkreis – Usingen
    In Weilburg findet für den Wahlkreis Wiesbaden 6: Oberlahnkreis – Usingen eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details
  35. 8. Oktober 1899: Einweihung der „Russischen Kapelle“ auf der Mathildenhöhe in Darmstadt
    Auf der Mathildenhöhe in Darmstadt wird am 8. Oktober 1899 in Anwesenheit des russischen Zarenpaars Nikolaj II. (1868–1918) und Alexandra Fjodorowna (1872–1918) die russisch-orthodoxe Kapelle St. Maria Magdalena eingeweiht. Das Grundstück war von Großherzog Ernst Ludwig (1868–1937) zur Verfügung gestellt worden, während die Zarenfamilie, die verwandtschaftlich eng mit Darmstadt ... »Details
  36. 23. Oktober 1899: Weihe der katholischen Pfarrkirche Sankt Familia in Kassel
    In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts wuchs die Einwohnerzahl der Stadt Kassel, da die ehemalige Residenzstadt preußische Provinzhauptstadt wurde, die Industrialisierung im großen Maßstab einsetzte und man zudem den Garnisonsstandort vergrößerte. Damit wuchs auch die Zahl katholischer Einwohner an, weshalb die 1777 geweihte Hofkirche Sankt Elisabeth am Friedrichsplatz für die ... »Details
  37. 1900: Rathauserweiterung in Frankfurt
    Um Platz für den Rathaus-Neubau zu schaffen, werden in Frankfurt am Main die mittelalterlichen Häuser Viole, Schwarzenfels und Frauenrode abgebrochen. Schon 1896/97 ist die spätmittelalterliche Front des Römer zum Römerberg mit seinen drei Giebeln umgestaltet worden und dabei auf der Schauseite mit Kaiserfiguren ausgestattet worden. Für den anschließenden Rathausneubau sind die Bauräte ... »Details
  38. 1900: Erwartungen zu Beginn des neuen Jahrhunderts
    Zu Beginn des neuen Jahrhunderts äußern öffentliche Kommentare den „berechtigten Stolz“ auf die Machtstellung der Nation und verbinden ihn mit der Hoffnung auf Frieden.  ... »Details
  39. 1900: Verkauf des Besitzes des Fürsten von Isenburg-Birstein in Offenbach
    Wegen finanzieller Schwierigkeiten des Fürsten von Isenburg-Birstein wird dessen Besitz in und bei Offenbach am Main verkauft. Für 7.491.000 Reichsmark erwirbt der hessische Staat das Offenbacher Schloss mit den Gebäuden auf dem Schlossplatz, das fürstliche Palais an der Frankfurter Straße / Kaiserstraße, Grundstücke in der Gemarkung Offenbach und das Forstrevier südlich der Stadt.(OV) ... »Details
  40. 1900/1901: Bau des Gästehauses in der Künstlerkolonie Kleinsassen
    Der Maler Julius von Kreyfelt (1867–1943) lässt in der Künstlerkolonie im Dorf Kleinsassen in der Rhön ein Haus für Gäste, das sich bald neben den Malerkolonien in Willingshausen in der Schwalm und in Kronberg im Taunus zur einer Stätte der Begegnung von Künstlern aus ganz Deutschland entwickelt.(OV) ... »Details
  41. Januar-Februar 1900: Betriebseinstellung in Hanauer Diamantschleifereien
    Der Regierungspräsident in Kassel hält in seinem Zeitungsbericht an den Kaiser fest, dass die Diamantschleifereien in Hanau Arbeiter entlassen mussten, weil es wegen des Krieges in Südafrika (dem Zweiten Burenkrieges zwischen den Buren und Großbritannien) an Rohmaterial mangelt. Drei Schleifereien hätten kürzlich ihren Betrieb vollständig einstellen müssen.(OV) ... »Details
  42. Januar-Februar 1900: Erfolgreiche Bohrungen nach Kalisalzen im Kreis Fulda und in Heringen
    Nach dem Zeitungsbericht des Regierungspräsidenten in Kassel an den Kaiser vom 27. März lassen die günstigen Ergebnisse der Bohrungen auf Kalisalze im Kreis Fulda eine gute Entwicklung des Kalibergbaus erhoffen. Im Kalibergwerk Wintershall in Heringen soll im April mit dem Abteufen eines Schachtes begonnen werden.(OV) ... »Details
  43. Januar - Februar 1900: Grippewelle in Wiesbaden und Umgebung
    Der Wiesbadener Regierungspräsident Dr. Richard Wentzel (1850–1916) berichtet am 3. April 1900 an den Kaiser, im Januar sei die Influenza aufgetreten und habe sich langsam aber stetig ausgebreitet. In ihrem Gefolge hätten sich in vielen Fällen andere schwerere Krankheiten eingestellt, die vor allem bei älteren Menschen häufig einen tödlichen Verlauf genommen hätten. Einen besonders ... »Details
  44. Januar - Februar 1900: Ende des Arbeitskampfes der organisierten Maurer in Frankfurt
    Der Regierungspräsident in Wiesbaden, Dr. Richard Wentzel (1850–1916), berichtet dem Kaiser in seinem Zeitungsbericht für die Monate Dezember 1899 bis Februar 1900, die Aussperrung der organisierten Maurer durch den Bauunternehmerverband halte an. Am 6. November 1899 sind, wie aus dem vorangegangenen Bericht Wentzels vom 3. Februar 1900 hervorgeht, etwa 1.200 Maurer, die der Organisation der ... »Details
  45. Januar - Februar 1900: Günstige Entwicklung im nassauischen Bergbau und in den Hüttenwerken
    Nach dem Bericht des Kasseler Regierungspräsidenten Wentzel ist die wirtschaftliche Lage des Eisenerzbergbaus weiterhin günstig. Schon jetzt würden die Hütten die Förderung des Jahres 1901 aufkaufen. Nachdem vom Eisensteinsyndikat Siegen die Preise für zehn Tonnen rohen Spateisenstein um 25 Mark und für gerösteten Spateisenstein um 35 Mark erhöht worden seien, hätten auch die ... »Details
  46. Januar - Februar 1900: Lebhafter Fremdenverkehr in der Kurstadt Wiesbaden
    Nach dem Bericht des Wiesbadener Regierungspräsidenten Dr. Richard Wentzel (1850–1916) ist der Fremdenverkehr in der Kurstadt Wiesbaden im Winter 1899 / 1900 recht lebhaft. Die Fremdenliste der Kurverwaltung weise für die Monate Dezember 1899 bis Februar 1900 13.416 Kurgäste auf, während es im Vergleichszeitraum des Vorjahres nur 11.328 Personen gewesen seien.(OV) ... »Details
  47. 2. Januar 1900: Krankenkasse in Offenbach
    In Offenbach am Main nimmt die Allgemeine Ortskrankenkasse ihre Arbeit auf.(LV) ... »Details
  48. 18. Januar 1900: „Allgemeiner Deutscher Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Ausland“ tagt in Wiesbaden
    Aus Anlass der Reichsgründungsfeier0=Alljährlich wird der Reichsgründungstag in Erinnerung an die Kaiserproklamation im Spiegelsaal des von deutschen Bundestruppen besetzten Schlosses Versailles am 18. Januar 1871 gefeiert. findet in Wiesbaden eine Versammlung des „Allgemeinen Deutschen Schulvereins zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande“ statt, die aus allen Schichten der Bevölkerung ... »Details
  49. 19. Januar 1900: Erlass des preußischen Kultusministers zum Züchtigungsrecht der Lehrer
    Der preußische Kultusminister Heinrich Konrad von Studt (1838–1921) gibt einen Erlass an die Regierungen der Provinzen über das Züchtigungsrecht der Lehrer heraus, wodurch frühere Erlasse vom 1. Mai 1899 und vom 27. Juli 1899 ungültig werden. Beim Züchtigungsrecht der Lehrer bleibt es damit bei den gesetzlichen Bestimmungen und den Erlassen vom 3. April und 22. Oktober 1888. Der Minister ... »Details
  50. 1. Februar 1900: Verwaltungsstelle des Verbands christlicher Maurer in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird eine Verwaltungsstelle des Verbandes christlicher Maurer und Berufsgenossen Deutschlands eingerichtet. Die Bildung dieser Einrichtung steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Streik und der Aussperrung der Frankfurter Maurer (vgl. Ende des Arbeitskampfes der organisierten Maurer in Frankfurt, Januar – Februar 1900).(OV) ... »Details