Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 1930
- 1931
- 1932
- 1933
- 1934
- 1935
- 1936
- 1937
- 1938
- 1939
- 8. Mai 1933: Erste Bücherverbrennung „undeutscher Literatur“ in Gießen
In der Universitätsstadt Gießen verbrennen mit dem nationalsozialistischen Regime sympathisierende Hochschulangehörige öffentlich Werke der von ihnen verfemten Autoren sowie sozialdemokratische und kommunistische Zeitungen. Die Verbrennung „zersetzenden Schrifttums“ ist Höhepunkt eines Aufmarschs der Gießener Korporationen und NS-Studenten.0=Vgl. Peter Chroust, Die bürokratische ... »Details - 10. Mai 1933: Bücherverbrennung auf dem Marburger Kämpfrasen
Auf dem Marburger Kämpfrasen findet eine Bücherverbrennung statt. Die „Oberhessische Zeitung“ berichtet unter der Überschrift: „Scheiterhaufen auf dem Kämpfrasen – Wider den undeutschen Geist!“, dass am Vortrag, wie an allen Hochschulen im Reich, auch in Marburg Kundgebungen wider den undeutschen Geist stattgefunden haben, die mit großen Fackelzügen eingeleitet worden seien: ... »Details - 13. Mai 1933: Aufbau von Arbeitsdienst-Stammabteilungen im Regierungsbezirk Kassel
Es wird bekanntgegeben, dass bis zum 1. Januar 1934 im Regierungsbezirk Kassel insgesamt 27 Stammabteilungen des Arbeitsdienstes zu je 218 Mann aufgebaut werden sollen. Dafür geeignete Orte liegen eher auf dem Land, während größere Städte nicht in Frage kommen. „Die Unterbringung muß kasernenmäßig erfolgen um die Geschlossenheit des Stammes zu gewährleisten“ (Wissemann). Die 27 ... »Details - 16. Mai 1933: Einziges Zusammentreten des neu gebildeten 7. Hessischen Landtags
Der nach dem Gleichschaltungsgesetz neu gebildete 7. Landtag des Volksstaats Hessen tritt zu seiner einzigen Sitzung zusammen. Von einer freien Sitzung eines demokratisch gewählten Parlaments kann nicht mehr die Rede sein. Die Parlamentssitzung gerät zu einer von den Nationalsozialisten inszenierten politischen Farce.(OV) ... »Details - 19. Mai 1933: Bücherverbrennung auf dem Friedrichsplatz in Kassel
Auf dem Friedrichsplatz in Kassel verbrennen nationalsozialistische Studenten „undeutsche“ Bücher.(OV) ... »Details - 22. Mai 1933: Erste Musterungen nach dem neuen Wehrgesetz
Nach dem am Vortag von Reichskabinett beschlossenen Wehrgesetz,0=Wehrgesetz vom 21. Mai 1935, veröffentlicht in: Reichsgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 1935, Berlin 1935, S. 609-614. das die Wehrpflicht offiziell wieder einführt, werden die jungen Männer der Geburtsjahrgänge 1914 und 1915 zur Musterung aufgerufen. Dies gilt reichsweit, also auch in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und im ... »Details - 23. Mai 1933: Starke Zunahme der Belegschaft bei den Opel-Werken
Nach Mitteilung der Adam Opel AG wurde die Belegschaft allein des Rüsselsheimer Werks um 46 % erhöht. Dazu hat man 2.767 Arbeitslose eingestellt.(OV) ... »Details - 23. Mai 1933: Frankfurter Universitäts-Rektor fordert gleichgeschaltete Dozentenakademie
Der neu eingesetzte Rektor der Universität in Frankfurt am Main, Professor Ernst Krieck (1882–1947), fordert in seiner Rektoratsrede eine Dozentenakademie zu schaffen, „die die Dozenten und den Nachwuchs auf Form und gemeinsame Richtung zu bringen vermag.“ Ernst Krieck wurde 1928 an die Pädagogische Akademie Frankfurt berufen, seit 1931 war er Mitglied des völkisch gesinnten ... »Details - 23. Mai 1933: Gleichschaltung von Vereinen auch in Frankenberg
Im Rahmen der Gleichschaltung von Vereinen und Verbänden werden bisher selbstständige Vereine gezielt in nationalsozialistische Organisationen eingegliedert. In Frankenberg lädt der Frankenberger Turnverein e. V. zu einer außerordentlichen Vollversammlung am 23. Mai. Als erster Tagesordnungspunkt wird die „Gleichschaltung gemäß der neuen Anordnung der deutschen Turnerschaft“ behandelt. ... »Details - 24. Mai 1933: Kolb und Hilferding schildern in Paris die Grausamkeit des Nationalsozialismus
Die Schriftstellerin und Pazifistin Annette Kolb (1870–1967) und der sozialdemokratische Publizist und Politiker Rudolf Hilferding (1877–1941) beschreiben deutschen Emigranten in Paris „die dekadente Grausamkeit“, mit der die Nationalsozialisten im Reich ihre Opfer quälen. „Die Methode erinnere sie an den Düsseldorfer Mörder Kürten0=Der deutsche Serienmörder Peter Kürten ... »Details
