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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 24. September 1830: In Hanau stürmen Bürger das Zoll- und Lizenzamt
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft bemühen sich die verschiedenen Fürstentümer des Deutschen Bundes um die Beseitigung der vielfältigen Zoll- und Handelsschranken. Am 24. September 1828 trat Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) dem Mitteldeutschen Handelsverein bei, der sich als Konkurrenz zum preußischen Zollverein verstand. Diesem gehörte das Großherzogtum Hessen an, weshalb ... »Details - 30. September 1830: Aufgrund eskalierender Unruhen verkündet Ludwig II. militärische Standrechte
Der Darmstädter Gesandte August Hofmann (1776–1841) unterzeichnet am 12. Februar 1828 mit preußischem Finanzminister Friedrich von Motz (1775–1830) die Zollunion zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen in Berlin. Nach den gescheiterten süddeutschen Zollplänen von Finanzminister Karl du Bos du Thil (1777–1859) entschied er sich – mit Blick auf die Getreide- und Weinexporte – ... »Details - 16. Oktober 1830: Der kurhessische Landtag tritt in Kassel zusammen
Am 16. Oktober 1830 finden sich die 29 Deputierten der kurhessischen Landstände unter Vorsitz des Erbmarschalls August Riedesel Freiherr zu Eisenbach (1779–1843) im Schloß Bellevue in Kassel zusammen, um Vorschläge für eine neue, liberale Verfassung zu erarbeiten.|Bis Ende Dezember tagte der kurhessische Landtag und der Verfassungsausschuss unter dem Vorsitz des Marburger Staatsrechtlers ... »Details - 27. November 1830: Gründung der katholisch-theologischen Fakultät an der Universität Gießen
Am 27. November 1830 findet die feierliche Eröffnung der katholisch-theologischen Fakultät an der großherzoglichen Landesuniversität in Gießen statt. Seit den 1830er Jahren werden somit katholische Priester in Gießen ausgebildet. Einen ersten Entwurf für einen Studienplan gibt es im Februar 1831, im Oktober desselben Jahres wird der Gießener Stadtpfarrer als bischöflicher ... »Details - 1831: Umzug des Ludwig-Georgs-Gymnasiums in Darmstadt in das ehemalige Waisenhaus
Da das alte Pädagog, die zwischen 1627 und 1629 errichtete Höhere Schule in Darmstadt, aufgrund der hohen Schülerzahlen nicht mehr ausreicht, setzt der Direktor Johann Georg Zimmermann (1754–1829), der die Schule zu einem humanistischen Gymnasium umgestalten wollte, 1822 zunächst die Gründung einer separaten Realschule durch. Zudem konnte 1831 das nahgelegene, ehemalige barocke Waisenhaus ... »Details - 1831: Gründung des „Lesemuseums“ in Kassel
Im Jahr 1831 wird in Kassel, vermutlich auf Initiative des kritischen Publizisten Friedrich Murhard (1778–1853), das „Lesemuseum“ gegründet, eine bürgerliche Vereinigung in der Tradition der im 18. Jahrhundert sich rasant verbreitenden Lesegesellschaften.|In dem Kasseler Debattierklub mit oppositionell-liberaler Prägung treffen sich vor allem Angehörige akademischer Berufe, pensionierte ... »Details - 1831/1832: Erste hessische Dampfmaschine in Darmstadt in Betrieb
Die erste hessische Dampfmaschine wird in Darmstadt für das Prägewerk der von Georg Moller (1784–1852) und Franz Heger (1792–1836) ab 1831 erbauten Großherzoglichen Münze in Betrieb genommen. Hofmechanikus und Münzmeister Johann Hector Rössler (1779-1863) hatte sie 1830 in der eigenen Werkstätte gebaut. ... »Details - 5. Januar 1831: Kurfürst Wilhelm II. unterzeichnet liberale Verfassung
Nachdem der kurhessische Landtag seit Oktober 1830 in Kassel getagt und Ende Dezember einen Verfassungsentwurf vorgelegt hatte, unterzeichnet am 5. Januar 1831 Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) die von dem Marburger Staatsrechtler Sylvester Jordan (1792–1861) maßgeblich mitentworfene liberale Verfassung. Am 8. Januar wurde das Ereignis in Kassel mit ausgedehnten Feierlichkeiten begangen. ... »Details - 5. Januar 1831: Schulpolitische Ziele in der Verfassung für das Kurfürstentum Hessen-Kassel
Am 5. Januar 1831 genehmigt Kurfürst Wilhelm II. von Hessen die neue Verfassung für Kurhessen. In ihr wird in Abschnitt 10, § 137 und 138 eine Fürsorgepflicht des Staates gegenüber dem Bildungsbereich festgelegt; ein Unterrichtsgesetz wird in Aussicht gestellt, um die katastrophale Situation in den Schulen, besonders den Volksschulen, zu verbessern.(RKr) ... »Details - 25. Januar 1831: Heinrich Wilhelm Pabst wird ständiger Sekretär in Darmstadt
Im Großherzogtum Hessen bildet sich ein neuer Landwirtschaftsverein (die „Landwirtschaftliche Zentralstelle“) mit Heinrich Wilhelm Pabst (1798–1868) als ständigem Sekretär, der nicht nur ein landwirtschaftliches Institut auf dem Hofgut Kranichstein bei Darmstadt führt, sondern auch Herausgeber der „Landwirtschaftlichen Zeitschrift“ ist.(StH) ... »Details
