Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 29. März 1951: Hessischer Gemeindetag warnt vor schlechter Finanzlage der hessischen Kommunen
    Der hessische Gemeindetag warnt auf seiner Arbeitstagung in Eppstein vor der schlechten Finanzlage der hessischen Kommunen, die in den Verhandlungen über den Finanzausgleich zwischen den Staat und Gemeinden deutlich wurde. Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) kündigt an, die Mittel aus dem Finanzausgleich für die Gemeinden zu kürzen. Solche Kürzungen haben jedoch erhebliche ... »Details
  2. April 1951: Fahrt des Hessischen Fußballverbandes zum Länderspiel Deutschland gegen die Schweiz
    Der Hessische Fußballverband organisiert eine Reise von Frankfurt am Main nach Zürich, um dort das Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz zu besuchen. Noch sind Restkarten für Fahrt und Spiel bei der Zentrale des Hessischen Fußballverbandes bzw. bei der Deutschen Touring-Gesellschaft zu erwerben.(MB) ... »Details
  3. April 1951: Hockeyjunioren schlagen finnische Auswahl
    Die Hockeyauswahl Finnlands, die sich zu Trainingszwecken in Deutschland aufhält, wird vom deutschen Hockeynachwuchs mit 8:2 (5:0) geschlagen.(MB) ... »Details
  4. April 1951: Frauen- und Männer-Landesauswahl für Länder-Schwimmwettkämpfe benannt
    Für die Länder-Schwimmwettkämpfe wurden u.a. Minnich, Karoß, beide vom 1. Frankfurter SC, Commichau aus Wiesbaden und Dilfer vom KSV Hessen Kassel nominiert. Sie werden am 14. und 15. April in Neuwied gegen Rheinland und Südbaden antreten. Bei den Frauen dominieren Sportlerinnen vom DSV Frankfurt die Auswahl, die gegen das Rheinland antritt.(MB) ... »Details
  5. April 1951: Hessischer Staatsgerichtshof verhandelt über Artikel 41 der Hessischen Verfassung
    Vor dem Hessischen Staatsgerichtshof wird über Artikel 41 der Hessischen Landesverfassung verhandelt. Zu klären ist, ob die bereits 1946 vorgenommenen Enteignungen der Grundstoffindustrie, deren Besitz in Gemeineigentum überführt worden ist, unmittelbar aus Artikel 41 hergeleitet werden konnten, oder ob hierzu noch Ausführungsgesetze hätte erlassen werden müssen. Derartige ... »Details
  6. April 1951: Antrag auf Auflösung des Hessischen Ruderverbandes wird zurückgenommen
    Die vom Eschweger Ruderverein geforderte Auflösung des Hessischen Ruderverbandes wird auf dem Tag der hessischen Ruderer zurückgenommen, nachdem die Eschweger ihre sachlich falsche Begründung des Antrages eingesehen hatten. Der bisherige Vorsitzende Dr. August Robert Lingnau aus Frankfurt am Main wird in seinem Amt bestätigt.(MB) ... »Details
  7. 1. April 1951: Gründung des Instituts für Wissenschaftliche Politik an der Universität Marburg
    An der Philipps-Universität Marburg wird das bisherige Institut für Auslandskunde und internationale Beziehungen in ein „Institut für wissenschaftliche Politik“ umgewandelt. Direktor wird der Jurist und Politologe Wolfgang Abendroth (1906–1985). Abendroth war zuvor ordentlicher Professor für öffentliches Recht und Politik an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in ... »Details
  8. 1. April 1951: Hessen erhebt Einspruch gegen die Verlegung der Frankfurter Außenhandelsstelle nach Köln
    Die Hessische Landesregierung erhebt Einspruch gegen die vom Ministerialdirektor Carl Krautwig (1904–1981) angekündigte Verlegung der Frankfurter Außenhandelsstelle nach Köln. Aus dem Ministerpräsidium ist zu vernehmen, dass diese Plan den vorherigen Entscheidungen des Bundestages und den Bundesrates widerspreche. Daher versucht Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) gegen ... »Details
  9. 1. April 1951-31. Mai 1951: Hessen führt 1. Heimkehrerlotterie durch
    Zwischen dem 1. April und dem 31. Mai 1951 wird in ganz Hessen die Erste Hessische Heimkehrer-Lotterie durchgeführt. Die Erträge dieser Veranstaltung sollen die Not der aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen Soldaten lindern. Veranstalter ist die Landesarbeitsgemeinschaft für Kriegsgefangenenfragen. Ein Los kosten 50 Pfennig. Insgesamt stehen 24.000 Gewinne mit sofortigem Gewinnentscheid ... »Details
  10. 2. April 1951: Französische Besatzungstruppen in Marburg
    Die bisherige amerikanische Garnison in Marburg wird durch französische Besatzungseinheiten abgelöst, die erst am 26. November 1956 wieder aus Marburg abziehen.(OV) ... »Details
  11. 4. April 1951: Das Land Hessen agiert ohne Haushalt
    Das hessische Finanzministerium gibt bekannt, dass Hessen im Moment ohne Haushalt arbeiten muss. Da die Regierung erst in den nächsten Monaten den Haushalt verabschieden kann, muss zunächst ein Überleitungsgesetz erarbeitet werden. Daher werden zur Zeit nur Zahlungen vom Staat übernommen, für die ein Rechtsanspruch besteht. Bauvorhaben, sofern sie nicht aus Vorjahres-Geldern finanziert ... »Details
  12. 5. April 1951: Hessisches Innenministerium interveniert im Fall Hübenthals
    Das Hessische Innenministerium befürwortet im Auslieferungsfall des Schuhmachermeisters Hübenthal0=Hübenthal wird beschuldigt, sich eines Kriegsverbrechens an einem französischen Bürger schuldig gemacht zu haben. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.2.1951, S. 3: Der Fall Hübenthal / Zinnkann verwendet sich für ihn. aus Eschwege den 4. April. Das Land hatte zunächst die Entscheidung der ... »Details
  13. 5. April 1951: Staatsgerichtshof wird Verfassungsmäßigkeit der Sozialisierungsbestimmungen prüfen
    Am 20. April wird der Hessische Staatsgerichtshof prüfen, ob die Sozialisierungsbestimmungen im Einklang mit Artikel 41 der hessischen Verfassung stehen. Von Seiten der CDU und der FDP sowie von Privatpersonen wird diese Verfassungsmäßigkeit in Frage gestellt.(MB) ... »Details
  14. 5. April 1951: Wahlbündnis zwischen SPD und Heimatvertriebenen in Hessen
    Im Wahlkreis Hofgeismar kommt es bei der Nachwahl zur Bundestag zu einem Wahlbündnis zwischen der SPD und dem Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE). Die Heimatvertriebenen zogen die Kandidatur ihres Kandidaten zurück, nachdem sich auch Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) in die Verhandlungen eingeschaltet hatte. Von Seiten der Regierung wie auch der ... »Details
  15. 10. April 1951: Hessen überprüft gezahlte Haftentschädigungen an Personen in Bayern
    Von den hessischen Justizbehörden werden die als Vorschüsse gezahlten Haftentschädigungen, die nach Bayern gezahlt worden sind, überprüft. Diese gingen an verschleppte Personen, die vermeintlich aus Hessen nach Bayern gebracht worden. Insgesamt handelt es sich um eine Summe von 100.000 DM. Sollten diese Zahlungen, die aufgrund einer Weisung des ehemaligen Präsidenten Auerbach von der ... »Details
  16. 10. April 1951: General Eisenhower in Wiesbaden
    Während seiner Deutschlandreise besucht der Oberkommandierende der NATO-Streitkräfte in Europa, General Dwight D. Eisenhower (1890–1969), Wiesbaden. Dort traf er stellvertretenden amerikanischen Landeskommissar Francis E. Sheehan, den hessischen Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) und den Oberbürgermeister von Wiesbaden, Hans Heinrich Redlhammer (1891–1980; CDU).(MB) ... »Details
  17. 11. April 1951: Angespannte Haushaltslage Hessens Gegenstand der Debatte im Landtag
    Im Hessischen Landtag wird der Landeshaushalt beraten. Bislang steht die Verabschiedung des Haushalts für das zweite Halbjahr 1951 noch aus. Daher soll die Landesregierung ermächtigt werden, nach den Regeln des vorjährigen Haushaltsplans zu arbeiten. Sie darf damit monatlich über ein Zwölftel der Ausgaben von 1950 verfügen. Der Haushalt 1950 schloss mit einem Defizit von 41 Millionen DM ab, ... »Details
  18. 12. April 1951: Lampertheimer stellt Geschwindigkeitsrekord für Motorräder auf
    Auf dem Schlussstück der Autobahnstrecke München-Ingolstadt bricht der deutsche Motorradrennfahrer Wilhelm Herz (1912–1998) aus Lampertheim (Kreis Bergstraße) mit 290 km/h auf einem für speziell für Rekordversuche konstruierten Motorrad der NSU Motorenwerke „Delphin I“ den absoluten Schnelligkeitsrekord für Motorräder. Damit fällt der Spitzenplatz des bisherigen Rekordhalters Ernst ... »Details
  19. 13. April 1951: Hessen will bei Entflechtungsverhandlungen der IG-Industrie angehört werden
    Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) erhebt in einem Schreiben an den Bundeskanzler Einspruch gegen die bisherige Nicht-Anhörung des Landes bei den Entflechtungsverhandlungen der IG-Industrie. Das Land Hessen, das hier wirtschaftliche Interesse hat, tritt für die Verschmelzung der Marburger Behring-Werke mit den Farbwerken Höchst ein. (MB) ... »Details
  20. 19. April 1951: Erste Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt
    Die erste Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) nach dem Zweiten Weltkrieg wird in Frankfurt am Main von Bundespräsident Theodor Heuss (1884–1963; FDP) eröffnet. Die Leistungsschau der Automobilwirtschaft, die erstmals in den Messehallen Frankfurt stattfindet, präsentiert die Produkte von 518 Firmen auf 68.500 Quadratmetern und lockt bis zum 29. April insgesamt rund 570.000 Gäste in die ... »Details
  21. 24. April 1951: Hessische FDP lehnt die Einrichtung einer staatlichen Sektkelterei in Eberbach ab
    Die hessische FDP fordert die Landesregierung auf, den Beschluss zur Einrichtung einer staatlichen Sektkelterei in der Staatsdomäne Kloster Eberbach zurückzunehmen.(MB) ... »Details
  22. 24. April 1951: Hessische Landesregierung verteilt Bundesmittel für den Ersatzwohnungsbau
    Die Hessische Landesregierung erhält vom Bundesfinanzministerium aus dem Ersatzwohnungsbauprogramm für Altbesatzungsverdrängte Mittel in Höhe von 3,15 Millionen DM. Mit diesen Geldern können ca. 400 neue Wohnungen geschaffen werden. In Frankfurt am Main werden 178, in Wiesbaden 90 und in Kassel 20 Wohnungen gebaut werden. Die übrigen Wohnungen verteilen sich auf verschiedene hessische ... »Details
  23. 26. April 1951: Hessischer Innenminister verbietet Volksbefragung über Remilitarisierung
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) verbietet die Volksbefragung über die Remilitarisierung Hessens. Regierungspräsidenten, Oberbürgermeister und Landräte werden vom Innenminister in einem Schreiben daran erinnert, dass in der Hessischen Verfassung der Landtag und das Volk unmittelbar über Volksbegehren und Volksentscheid die Gesetzgebung ausüben können. Andere ... »Details
  24. 26. April 1951: Landesverband der Heimkehrer ruft Tag der Kriegsgefangenen aus
    Die Kreis- und Ortsverbände der Heimkehrer in Hessen werden vom Landesverband der Heimkehrer angehalten den 4. Mai als „Tag der Kriegsgefangenen – Tag der Treue“ zu begehen.(MB) ... »Details
  25. 26. April 1951: Unverständnis über den Plan der Einrichtung einer hessichen Staatssektkelterei
    Obwohl die deutschen und damit auch die hessischen Sektkeltereien noch immer unter 75-prozentiger Kriegssteuer zu leiden haben, die auch weiterhin auf ihre Erzeugnisse erhoben werden und damit den Aufbau neuer Keltereien im Wege stehen, hat das hessische Kabinett beschlossen, der staatlichen Weinbaudomäne eine Staatssektkelterei anzugliedern. Grundlage hierfür ist nach Auskunft der staatlichen ... »Details
  26. 28. April 1951: Zinn fordert Freigabe konfiszierter Fabrikräume
    Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) fordert vom amerikanischen Oberkommissar die Freigabe von beschlagnahmten Fabrikräumen, damit diese wieder für die Produktion genutzt werden können. Es handelt sich hierbei um Räumlichkeiten in acht Fabriken. Eine der Fabriken droht mit dem Abzug aus Hessen, sollte die Freigabe der Räume nicht erfolgen.(MB) ... »Details
  27. 29. April 1951: Eintracht Frankfurt hessischer Meister im Frauenhandball
    Mit einem ungefährdeten Sieg über die Frauenhandballmannschaft des SV 98 Darmstadt sicherten sich die Frauen von Eintracht Frankfurt die Hessen-Meisterschaft im Frauenhandball.(MB) ... »Details
  28. 29. April 1951: Volksbefragung zur Zugehörigkeit von Bad Wimpfen
    Bei einer informatorischen Volksbefragung durch die Stadtverwaltung der früheren hessischen Exklave Bad Wimpfen entscheiden sich 57,8 % der Einwohner für den Verbleib der Stadt bei Württemberg-Baden. ... »Details
  29. 30. April 1951: Sitzung des Koordinierungsausschusses hessischer Kammern und Verbände in Frankfurt
    In Frankfurt am Main findet die Sitzung des Koordinierungsausschusses hessischer Kammern und Verbände statt, in der über Preis- und Kostenfragen gesprochen wird. Den Vorsitz hat Dr. Riffel aus Wiesbaden. Die Wirtschaftsverbände werten die Preisselbstkontrollen positiv, hierdurch die Kostenexplosion in Handel und Industrie gebremst werden konnte. Zudem haben rückläufige Produktnachfragen dazu ... »Details
  30. Mai 1951: Auftakt zum Hessen-Pokal
    In Hessen beginnt im Mai 1951 der Hessen-Pokal im Fußball. Insgesamt nehmen rund 500 Vereine an diesem Wettbewerb teil. Der 1. FC Hanau 93 tritt als Titelverteidiger an.(MB) ... »Details