Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 22. September 1954: CDU kritisiert Landeskredit für die SPD
    Der hessische Fraktionsvorsitzende der CDU, Dr. Erich Großkopf (1903–1977), kritisiert erneut die Vergabe eines Landeskredits an die SPD. Ein derartiges Handeln einer Regierungspartei sei verfassungs- und haushaltsrechtlich bedenklich. Auch der hessische Rechnungshof kommt in seinem Gutachten in der Sache zum selben Ergebnis. Es lägen eklatante Verstöße gegen die Verfassung und das ... »Details
  2. 24. September 1954: Kundgebung mit Bundeskanzler Konrad Adenauer in Offenbach
    Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) spricht in der überfüllten Werkshalle der Firma Lavis in Offenbach am Main vor mehr als 10.000 Zuhörern.(OV) ... »Details
  3. 28. September 1954: „Bruderhilfe Ost“ wieder in Hessen tätig
    Die „Bruderhilfe Ost“ darf in Hessen wieder ihre Arbeit aufnehmen. Der Organisation, die Lebensmittelpakte in die DDR schickt und an Besucher aus selbiger in der Bundesrepublik verteilt, war kurzzeitig die Arbeit untersagt worden, nachdem Unregelmäßigkeiten in den Geschäftsbüchern entdeckt worden waren. Voraussetzung für die neue Arbeitserlaubnis ist, dass ein neuer Geschäftsführer ... »Details
  4. 28. September 1954: Hessen erhöht Fürsorgesatz
    Im Hessischen Landtag beschließt die sozialdemokratische Mehrheit, den Fürsorgesatz zwischen Oktober 1954 und März 1955 pro Kopf monatlich um bis zu drei DM zu erhöhen. Der Gesamtbetrag soll noch dieses Jahr ausgezahlt werden.(MB) ... »Details
  5. 29. September 1954: Stellvertrender Justizminister in Wartestand versetzt
    Der stellvertretende hessische Justizminister, Dr. Bruno Kant (1908–1963), wird in den Wartestand versetzt. Aufgrund einer Alkoholfahrt mit Unfallfolge war er zu einer vierwöchigen Gefängnisstrafe verurteilt worden.(MB) ... »Details
  6. 30. September 1954: Arbeitslosenzahlen in Hessen vorübergehend auf Rekord-Niedrigstand
    Die Arbeitslosenzahlen in Hessen erreichen mit 72.100 Erwerbslosen den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Bundesweit sind offiziell 1.410.717 Menschen ohne Beschäftigung (Quote 7,6 %). Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 7. August belief sich die Zahl der registrierten Arbeitslosen in Hessen Ende des Monats Juli noch auf 85.800 Personen, davon 54.200 Männer und ... »Details
  7. 30. September 1954: CDU prüft erneut Entschädigungszahlungen des Landes an SPD
    Die hessische CDU will erneut prüfen, ob die Entschädigungszahlungen an die SPD in Höhe von 2,5 Millionen DM rechtlich konformgehe und ob sich daraus eventuell Entschädigungsansprüche für alle Heimatvertriebenen ergeben, die mittels eines zinslosen Darlehens finanziert werden müssten. Hintergrund ist die nur mithilfe der Stimmen der SPD beschlossene Rückerstattung des 1933 eingezogenen ... »Details
  8. Oktober 1954: Finanzministerum listet Kapitalbeteiligung Hessens auf
    Das hessische Finanzministerium veröffentlicht eine Liste, die die Kapitalbeteiligungen des Landes aufführt. Das Land ist mit rund 60 Millionen DM an 50 Unternehmen in Form von Aktien oder Geschäftsanteilen beteiligt. Rund 600 Millionen DM beträgt das Gesamtkapital dieser Unternehmen. Vier dieser Unternehmen gehören dem Land komplett, bei 13 ist das Land mit über 50 Prozent beteiligt, bei ... »Details
  9. 6. Oktober 1954: Landtag bewilligt Vorausleihe an die SPD
    Der Hessische Landtag beschließt mit den Stimmen der SPD und eines Teils der CDU, dem SPD-Bundesvorstand eine Vorausleihe in Höhe von zwei Millionen DM zu gewähren. Die SPD erhebt Wiedergutmachungsansprüche für die von den Nationalsozialisten entschädigungslos enteigneten SPD-Institutionen und Unternehmungen (wie zum Beispiel die Union-Druckerei GmbH in Frankfurt am Main, die Kasseler ... »Details
  10. 6. Oktober 1954: Landesregierung erhält keine Einladung zur Kanzlerrede
    Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) erklärt in einer Fragestunde des Hessischen Landtages, dass die Landesregierung keine offizielle Einladung zur Rede des Bundeskanzlers auf einer Wirtschaftsveranstaltung in Offenbach am Main erhalten habe. Nur er selbst und der Minister für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr, Heinrich Fischer (1895–1973; SPD), haben eine persönliche ... »Details
  11. 6. Oktober 1954: Hessen verlängert Betriebsratsgesetz
    Einstimmig beschließt der Hessische Landtag ein Gesetz, das die Amtszeit der Betriebsräte in der Verwaltung und den öffentlichen Betrieben des Landes und der Gemeinden bis zum 31. Oktober 1955 verlängert. Eine Regelung durch den Bundesgesetzgeber in dieser Sache steht bislang noch aus.(MB) ... »Details
  12. 8. Oktober 1954: Hessischer Rundfunk räumt Sendezeit für Wahlkampf ein
    Der Hessische Rundfunk wird für die anstehende Landtagswahl am 28. November sein Programm derart gestalten, dass den Parteien ab dem 1. November pro Tag zehn Minuten Sendezeit eingeräumt werden. Am 16. November soll eine Debatte mit Vertretern aller Landtagsparteien stattfinden. Auch andere Parteien können an dieser Debatte teilnehmen, sofern sie in allen hessischen Wahlkreisen Kandidaten ... »Details
  13. 12. Oktober 1954: Land Hessen gewährt Bundesbahn 100 Millionen DM Kredit
    Der Haushaltsausschuss des Hessischen Landtages bewilligt der Landesregierung einen 100-Millionen-DM-Kredit, den diese der Deutschen Bundesbahn zur Verfügung stellen wird. Mit diesem Geld sollen die wichtigsten Bahnstrecken in Hessen elektrifiziert werden. Die Durchführung dieser Arbeiten soll möglichst durch hessische Firmen erfolgen.(MB) ... »Details
  14. 20. Oktober 1954: CDU schlägt hessisches Wahltoto vor
    Die hessische CDU-Landtagsfraktion schlägt die Einführung eines Wahltotos vor. Diejenigen, die das Ergebnis der anstehenden Landtagswahl am nächsten schätzen, sollen Preise aus dem Fond für die staatsbürgerliche Erziehung erhalten.(MB) ... »Details
  15. 21. Oktober 1954: Veröffentlichung des Wahlmanifests der Hessen-SPD
    Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heinrich Schneider (1905–1980) verkündet, dass die SPD für den Wahlkampf kein Programm, sondern ein Wahlmanifest veröffentlichen werde. Die Partei verweist auf ihre Erfolge in der zurückliegenden Legislaturperiode und kündigt an, dass sie die hessische Wirtschaft weiter unterstützen werde, wie dies auch durch den Hessen-Plan geschehen sei. Zur ... »Details
  16. 21. Oktober 1954: Studentendarlehen in Hessen vorgeschlagen
    Das Ministerium für Erziehung und Volksbildung, die Studentenwerke und die Rektoren der hessischen Hochschulen regen beim hessischen Finanzministerium die Einführung von Studentendarlehen in Hessen an. Studenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, soll dadurch die erfolgreiche Beendigung des Studiums ermöglicht werden. Damit soll verhindert werden, dass die Studenten für ihren ... »Details
  17. 28. Oktober 1954: Zinn lehnt Wiedervereinigung von Mainz mit rechtsrheinischen Vororten ab
    Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) lehnt die Wiederherstellung der Einheit der Stadt Mainz mit seinen rechtsrheinischen Vororten Amöneburg, Kastel und Kostheim ab. Dies teilt er seinem rheinland-pfälzischen Amtskollegen Peter Altmeier (1899–1977; CDU), der einen solchen Vorschlag unterbreitet und einen entsprechenden Staatsvertrag gefordert hatte, in einem ... »Details
  18. November 1954: Heinrich von Brentano in Büdingen
    In Büdingen spricht der Bundestagsabgeordnete der CDU Heinrich von Brentano (1904–1964). Hier äußert er sich zur Saarfrage und Pariser Verträgen. Von Brentano wird als künftiger Außenminister der Bundesrepublik gehandelt und stammt aus Hessen.(MB) ... »Details
  19. 1. November 1954: Misstöne zwischen den Oppositionsparteien
    Die hessische CDU äußert ihr Missfallen über die Ausfälle der FDP gegen die Union. Ihr Vorsitzender Dr. Wilhelm Fay (1911–1980) erklärt: ... »Details
  20. 1. November 1954: Schulpolitik wird zum Wahlkampfthema
    Der hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) wendet sich gegen die Forderung der CDU, die im Wahlkampf eine Schulpolitik frei von politischen Ideologien gefordert hatte. Vielmehr sieht der Minister in dieser Forderung einen Angriff auf die Lehrerschaft, da dieser indirekt der Vorwurf „politischer Hörigkeit“ gemacht werde. Ebenso sei das Verlangen, die Gesamtschule mit ... »Details