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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 1. November 1935: Erste Wehrpflichtige werden eingezogen
Nach der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht werden die ersten Rekruten aus dem Geburtsjahrgang 1914 eingezogen und rücken in die Kasernen ein. Gleichzeitig werden die Studenten aus den Jahrgängen 1911 bis 1913 aufgefordert, in der Wehrmacht einen freiwilligen Dienst von elf Monaten abzuleisten.(OV) ... »Details - 9. November 1935: In Kassel erscheint zum letzten Mal das „Verordnungsblatt“ des „Stahlhelm“-Landesverbandes Hessen
Nach der am 7. November 1935 angeordneten Auflösung des seit Dezember 1918 bestehenden paramilitärischen Wehrverbandes „Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund (Stahlhelm)“ (vormals: „Der Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten“) erscheint in Kassel zum letzten Mal das als „Verordnungsblatt“ betitelte verbandseigene Propaganda- und Mitteilungsblatt des ... »Details - 12. November 1935: Landeskirchenrat übernimmt Leitung der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau
Ein neugebildeter „Landeskirchenrat“ übernimmt anstelle des entmachteten Landesbischofs die Leitung der Evangelischen Kirche Nassau-Hessen.(OV) ... »Details - 26. November 1935: Paula Buber aus der Reichsschrifttumskammer gestrichen
Die Frau des in Heppenheim lebenden jüdischen Religionsphilosophen und Schriftsteller Martin Buber (1878–1965), Paula Buber (1877–1958), wird wegen jüdischer Versippung aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen.(OV) ... »Details - Dezember 1935: Bericht über krasse Misswirtschaft in der nationalsozialistischen Hanauer Stadtverwaltung
Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands schildert am Beispiel der Stadt Hanau die ruinöse Mißwirtschaft der kommunalen Verwaltung, die von der NSDAP und ihren Günstlingen ausgeplündert und ruiniert wird: ... »Details - Dezember 1935: Ruinierung des städtischen Vermögens in Bad Vilbel durch die Nationalsozialisten
Der SPD-Exilvorstand schildert in seinem Deutschland-Bericht für den Monat Dezember 1935 die Ausplünderung und Ruinierung der Stadt Bad Vilbel durch die Nationalsozialisten: ... »Details - 6. Dezember 1935: Uraufführung der deutschen Fassung des Trauerspiels „Der Stern von Sevilla“ in Gießen
Das Trauerspiel „La Estrella de Sevilla“ („Der Stern von Sevilla“) des spanischen Dichters Félix Lope de Vega y Carpio (1562–1635) wird in der Bearbeitung des deutschen Schriftstellers und Übersetzers Hans Schlegel (1882–1957) am Stadttheater in Gießen uraufgeführt. ... »Details - 1936: Baubeginn der Marburger Kasernen
In Marburg wird mit dem Bau zweier großer Kasernen begonnen: Südlich der Altstadt auf dem Kämpfrasen entstehen neue Gebäude für die ab 1867 angelegte Jägerkaserne (bezogen 1937), auf dem Berg über dem Stadtteil Ockershausen die spätere Tannenbergkaserne (bezogen 1938).(OV/UH) ... »Details - Februar 1936: Berichte über Mißwirtschaft, Verfehlungen und Maßnahmen gegen Homosexuelle
Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands in Prag (Sopade) für den Monat Februar 1936 gibt eine Zusammenstellung zahlreicher Fälle von Misswirtschaft und Verfehlungen durch NSDAP-Funktionäre und listet Beispiele für die Verfolgung von Homosexuellen auf:So wird etwa berichtet, dass ein nationalsozialistischer Pfarrer, Mitglied der SA, zu 1 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er ... »Details - 8. Februar 1936: Uraufführung des Schauspiels „Schach dem Zaren“ von Wilhelm Müller-Scheld in Frankfurt
Am Schauspielhaus in Frankfurt am Main wird das Stück „Schach dem Zaren“ von Wilhelm Müller-Scheld (1895–1970) uraufgeführt. Verantwortlich für die Inszenierung ist Hans Meissner (1896–1958), für die Gestaltung des Bühnenbilds Ludwig Sievert (1887–1966). Inhaltlich befasst sich das Stück in sieben Bildern mit dem Russlandfeldzug Napoleon I. von 1812. ... »Details - 18. Februar 1936: Uraufführung des Dramas „Die Hochzeit von Dobesti“ von Theodor Haerten in Darmstadt
Am Hessischen Landestheater in Darmstadt wird das von dem deutschen Dramaturgen und Theaterregisseur Theodor Haerten (1898–1968) verfasste Drama „Die Hochzeit von Dobesti“ uraufgeführt. Haerten, der sich während der 1930er Jahre als Autor einen Namen macht, erhält 1943 (als letzter Preisträger, der die Auszeichnung unter dem NS-Regime verliehen bekommt) den seit 1937 an „deutsche ... »Details - 24. Februar 1936: Verbot des Karnevalsumzugs in Frankfurt-Heddernheim
Die auf der Titelseite der Karnevalszeitung des Karnevalvereins in Frankfurt-Heddernheim („Käwwern-Zeitung“) abgedruckte Linolschnitt-Zeichnung einer Maske mit Schnapsnase, die Adolf Hitler zeigt, führt auf Anweisung des NSDAP-Gauleiters zu einem Verbot des traditionellen Karnevals-Umzugs bei der Hedderner Fastnacht. Bereits zuvor waren die Restexemplare der Zeitung beschlagnahmt worden. Der ... »Details - März 1936: Nationalsozialist Hanns Johst liest in Darmstadt
Der nationalsozialistische Schriftsteller, Präsident der Reichsschrifttumskammer und Freund Heinrich Himmlers Hanns Johst (1890–1978) liest bei seiner „Deutschlandfahrt“ unter anderem in Stuttgart, Darmstadt und Mainz.(OV) ... »Details - 7. März 1936: Einmarsch der Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland
Wehrmachtseinheiten marschieren auf Anweisung Hitlers in das bisher entmilitarisierte Rheinland ein. Das Reich bricht damit die Verträge von Versailles und Locarno. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) rechtfertigt vor dem Deutschen Reichstag in einer Sitzung in der Krolloper den Einmarsch mit mit dem Ausbau der Maginotlinie durch den westlichen Nachbarn Frankreich sowie mit ... »Details - 8. März 1936: Hessisches Infanterieregiment 97 in Darmstadt unter altem Namen
Das mit der Besetzung der seit 1918 entmilitarisierten Zone in Darmstadt eingerückte Infanterieregiment 97 trägt künftig wieder die Traditionsnummer 115 der hessischen Leibgarde.(OV) ... »Details - 12. März 1936: Verschiebung der Frankfurter Messe wegen eines NSDAP-Massenappells
Die Messe in Frankfurt am Main wird auf den 29. März verschoben, weil das Messegelände am 16. März für einen Massenappell der NSDAP gebraucht wird.(OV) ... »Details - 14. März 1936: Bekanntgabe der Studentenzahlen für Großstadt-Universitäten
Die Höchstzahlen der Studierenden im Sommersemester 1936 in den Universitäten in deutschen Großstädten werden bekannt gegeben. Danach dürfen zum Beispiel an der Universität Frankfurt am Main nur 2.000 Studierende eingeschrieben sein.(OV) ... »Details - 16. März 1936: Rede Adolf Hitlers in Frankfurt zu einer Verständigung mit Frankreich
Adolf Hitler (1889–1945) ruft am Abend in einer Rede in der Festhalle in Frankfurt am Main seine alten „Kampfgenossen“ zu Zeugen dafür auf, dass er „niemals etwas anderes als die wirkliche Versöhnung und Verständigung gepredigt habe. Diese Erziehungsarbeit sei nicht vergeblich gewesen.“ Er sei jederzeit zu einer Verständigung mit Frankreich bereit. Bei der von ihm dem deutschen Volk ... »Details - 24. März 1936: Geschwindigkeitsweltrekord auf der Strecke Frankfurt–Heidelberg
Der Automobilrennfahrer Hans Stuck (1900–1978) stellt auf zehn Meilen der neuen Autobahnstrecke zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg bei fliegendem Start einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord von 286,496 km/h auf.(OV) ... »Details - 29. März 1936: Nationalsozialistische Wahlen zum Deutschen Reichstag
Es finden „Wahlen zum Deutschen Reichstag“ statt, bei denen nur die NSDAP gewählt werden kann. Mit „Ja“ stimmen dabei 99 % der Stimmberechtigten, die zur Wahl gehen. In den einzelnen Ländern liegen die Anteile der Ja-Stimmen zwischen 95,8 % (Hamburg) und 99,9 % (Saar-Pfalz).(OV) ... »Details
