Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 13. Dezember 1918: Einmarsch französischer Besatzungstruppen nach Wiesbaden
    Mit dem Einmarsch französischer Soldaten in Wiesbaden beginnt die Ausdehnung der Rheinlandbesetzung auf den „Brückenkopf Mainz“.(OV) ... »Details
  2. 16. Dezember 1918: Erster Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin
    Nachdem der Vollzugsrat der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte am 23. November 1918 zum ersten Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte aufgerufen hatte, trafen sich am 16. Dezember 1918 die 489 Delegierten in Berlin. Sie waren vorher zum Teil in den vom Vollzugsrat empfohlenen allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlen gewählt worden, viele waren bereits aktiv in Arbeiter- und ... »Details
  3. 20. Dezember 1918: Publikation eines Programms für ein Groß-Hessen in Kassel
    In Kassel publiziert der Architekt Friedrich Stück mit der Schrift „Freistaat Hessen? Ein Mahnwort“ das „Großhessen“-Programm des Hessischen Volksbundes.(OV) ... »Details
  4. 20. Dezember 1918: Vorschlag der Stadt Frankfurt, die Nationalversammlung in Frankfurt tagen zu lassen
    Aus Frankfurt am Main kommt der Wunsch, die Nationalversammlung dort zu veranstalten.(OV) ... »Details
  5. Winter 1918: Überfüllung an den Universitäten durch Kriegsrückkehrer
    Durch die große Zahl von Studierenden, die aus dem Krieg heimkehren und an den Universitäten ihr Studium beginnen oder wiederaufnehmen, kommt es zur Überfüllung der Universitäten. Während in Marburg im letzten Kriegsjahr 1918 nur 2.446 Personen studierten, waren es 1919 insgesamt 3.906. Um der großen Zahl Herr zu werden richtet man zusätzliche Zwischensemester ein.(OV) ... »Details
  6. 28. Dezember 1918: Verordnung zur Ablieferung von Heeresgerät im Rahmen der Demobilmachung
    Das Hessische Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt in Darmstadt erlässt Ausführungsbestimmungen zum Reichsgesetz vom 14. Dezember 1918 (Reichsgesetzblatt 1918 Nr. 181) betreffend die Demobilmachung im Reich durch Bestimmungen zur Ablieferung von Heeresgerät. Waffen und Munition sind umgehend, anderes Gerät bis zum 14. Januar 1919 abzuliefern. Es wird festgestellt, dass andere Organe, wie z. B. ... »Details
  7. 1919: Martin Buber veröffentlicht seine Schrift „Der heilige Weg“
    Der Religionswissenschaftler Martin Buber (1878–1965), der in Heppenheim an der Bergstraße lebt, veröffentlicht im Frankfurter Verlag Rütten & Loening seine Schrift „Der Heilige Weg“. Darin fasst er seine Vorstellungen von der geistigen Erneuerung des Judentums durch den Zionismus zusammen. ... »Details
  8. 1919: Gründung des Instituts für Grenz- und Auslandsdeutschtum in Marburg
    In der Universitätsstadt Marburg wird das Institut für Grenz- und Auslandsdeutschtum gegründet, das 1920 ein Internat im Haus Rotenberg 21 erhält und „Deutsche Burse zu Marburg“ genannt wird. ... »Details
  9. 1919: Gründung der „Freilandsiedlung Donnershag“ („Deutsch-Ordens-Land“) bei Sontra
    Im Jahr 1919 gründet das Ehepaar Ernst und Margart Hunkel, eine völkisch- motivierte Vegetarier-Kommune auf dem Donnersberger Hügel bei Sontra. Mit staatlicher Unterstützung wird ein Grundstück übernommen und eine zunächst aus 50 Personen bestehende Genossenschaft gegründet, die in ihrer anhängerstärksten Zeit bis zu 350 Personen vereinigt.0=Vgl. Feuchter-Schawelka, Siedlungs- und ... »Details
  10. 1919-1920: Zeitfreiwillige zur Unterstützung der Reichswehr
    Die Anfangsjahre der Weimarer Republik waren geprägt durch Unruhen und immer wieder aufflackernde gewalttätige Aufstände, die auch auf Hessen übergriffen, wie beispielsweise der Offenbacher Karfreitagsputsch, die Spartakisten-Herrschaft in Hanau oder Ausschreitungen in Folge des Kapp-Putsches.  ... »Details
  11. 1919-1920: Gießener und Marburger Studenten als Zeitfreiwillige
    Die deutsche Regierung hofft, mithilfe von Freiwilligenverbänden „Anarchie“ und „Bürgerkrieg“ bekämpfen zu können. Bereits im März 1919 gibt es einen Aufruf, der gezielt Studenten anspricht. Die Reichswehr-Brigade 11 in Kassel ordnet im Oktober 1919 die Schaffung eines Studentenkorps in Marburg an, das für „den Fall dringender Not und Gefahr […], wenn die Kräfte der Polizei und ... »Details
  12. Januar 1919: Begründung der politischen Zeitschrift „Das Tribunal“ in Darmstadt
    Der Student Carlo Mierendorff (1897–1943) begründet in Darmstadt mit seinen Freunden Theodor Haubach (1896–1945) und Kasimir Edschmid (1890–1966) die politische Zeitschrift „Das Tribunal. Hessische Radikale Blätter“. Was das Revolutionstribunal des Arbeiter- und Soldatenrates nicht vermochte, „die Menschen zu revolutionieren“, wollen die Herausgeber mit geistigen Mitteln versuchen. ... »Details
  13. 11. Januar 1919: Förderung des Separatismus im Rheinland
    Der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau (1841–1929) reicht ein Schreiben, das vom französischen Außenminister Stéphen Pichon (1857–1933) abgefasst wurde, an den Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte Marschall Ferdinand Foch (1851–1929) weiter. Darin schlägt Pichon vor, dass die französische Besatzungsmacht „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ darauf ... »Details
  14. 13. Januar 1919: Korrespondent berichtet in Frankfurt über die russische Revolution
    Der Schriftsteller Alfons Paquet (1881–1944), der als erster deutscher Korrespondent das revolutionäre Russland nach der Oktoberrevolution bereist hat, spricht nach seiner Reise in Frankfurt am Main über seine Eindrücke, die er 1919 veröffentlicht, und fasst dabei seine Eindrücke in die Worte zusammen: „Alle Menschen in Moskau haben Tollkraut gegessen“. Der in Wiesbaden geborene Autor ... »Details
  15. 14. Januar 1919: Letzte Kriegsgefangene verlassen Deutschland
    Die letzten alliierten Kriegsgefangenen verlassen mehr als zwei Monate nach dem Waffenstillstand Deutschland. ... »Details
  16. 2. Hälfte Februar 1919: Schwierige Ernährungs-und Versorgungslage in Offenbach
    Die Stadtverwaltung Offenbach teilt der Bevölkerung mit, dass die rund 65.000 Bürger der Stadt ohne Kartoffeln sind und darauf angewiesen aus Gemeindebeständen auf Wochenkarten versorgt zu werden. Obwohl schon seit Wochen nur 4 Pfund für die Person und Woche ausgegeben werden können, sind infolge mangelnder Zufuhr die Vorräte nahezu erschöpft und es können, so die Meldung des Offenbacher ... »Details
  17. 19. Januar 1919: Wahlergebnisse im Volksstaat Hessen für die Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversammlung
    Im Volksstaat Hessen entfallen bei den Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversammlung 44,3 % der abgegebenen gültigen Stimmen auf die SPD (vier Mandate), 19 % auf die Deutsche Demokratische Partei (zwei), 17 % auf die Deutsche Zentrumspartei (zwei), 11,2 % auf die Deutsche Volkspartei (ein Mandat), 6,6 % auf die Deutschnaionale Volkspartei, die in Hessen unter dem Namen Hessische Volkspartei ... »Details
  18. 19. Januar 1919: Wahlergebnisse zur Nationalversammlung in der Arbeiterstadt Offenbach
    In der Arbeiterstadt Offenbach am Main gibt es bei den Wahlen zur Deutschen Nationalversammlung eine besonders deutliche Mehrheit für die Mehrheits-SPD und die anderen linken und demokratischen Parteien. Die beiden sozialdemokratischen Partei erreichen zusammen 62,1 % der Stimmen, die demokratischen bürgerlichen Partei (DDP und Zentrum) 28,3 %, während die rechten Parteien in Offenbach zusammen ... »Details
  19. 19. Januar 1919: Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung
    Die Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 war die erste reichsweite Wahl, die nach Ausrufung der Republik am 9. November 1918 stattfand. Gegenüber den vorherigen Reichstagswahlen gab zahlreiche Neuerungen. Erstmals kam ein einheitliches Wahlsystem zur Anwendung, mit dem auch Frauen das Wahlrecht erhielten. Zudem wurde das Mindestalter auf 20 Jahre herabgesetzt. Neu war ... »Details
  20. 21. Januar 1919: Einberufung der Deutschen Nationalversammlung
    Im Reichsanzeiger wird eine Verordnung der Reichsregierung veröffentlicht, mit der die Mitglieder der am 19. Januar gewählten Verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung für den 6. Februar nach Weimar einberufen werden. Zugleich wird der Staatssekretär des Innern, Dr. Hugo Preuß (1860–1925), durch diese Verordnung „mit den zu diesem Zwecke nötigen Vorbereitungen beauftragt“. ... »Details